Zwölf Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte , opus 2

by Karl Gleitz (1862 - 1920)

1. Erwachen [sung text not yet checked]

Schneeglöckchen läuten leis im Thal,
Glöckner ist der Sonnenstrahl,
Die Knospen hören's, die schwellen und treiben,
Veilchen die blauen Aeuglein reiben,
Maiblümchen erwacht, und Lenzesduft
Haucht durch die warme, weiche Luft.

Seit sonnig mir Dein Blick gelacht,
Wieder ist mein Herz erwacht,
Ein schwellendes Knospen, ein säuselndes Klingen,
Vor Frühlingssehnsucht will's zerspringen,
Die Liebe kehret, die längst schon schied,
Und all' mein Denken wird zum Lied. 

Authorship:

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Confirmed with Gedichte von Albert Traeger, Neunte vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von Ernst Keil, 1873, page 107.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Lass mich, das Haupt an deine Brust gelehnt [sung text not yet checked]

Laß mich, das Haupt an Deine Brust gelehnt,
Verstohlen lauschen auf des Herzens Schlagen,
Ob es das Wort, das ich so heiß ersehnt,
So lang gehofft, mir endlich wolle sagen.

Ob ich gefleht, ob stürmisch auch ich frug,
Es wollt' es nimmer mir Dein Mund vertrauen,
Er fürchtet Deine Augen, die so klug,
Und die so wachsam auf die Lippen schauen.

D'rum mag Dein Herz, von meinem Haupt versteckt,
Daß es mich liebt, ganz leise mir gestehen;
Was zittert es? was zagt es noch erschreckt?
Die klugen Augen können's ja nicht sehen. 

Authorship:

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Confirmed with Gedichte von Albert Traeger, Neunte vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von Ernst Keil, 1873, page 120.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Dein Lächeln [sung text not yet checked]

Schön ist der junge Tag, der golden
Empor auf rothen Flügeln eilt,
Der Sonnenstrahl, der auf der holden,
Verschämten Rose kosend weilt.

Schön ist des Sternes lichter Funken,
Vom linden Nachtwind angehaucht,
Der Falter, der vom Thaue trunken
Im Kelch der Blüthe untertaucht.

Doch Eines nur ist ohne Gleichen:
Was schön gepriesen fern und nah,
Sein eitler Schimmer muß verbleichen
Dem Auge, das Dein Lächeln sah. 

Authorship:

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Confirmed with Gedichte von Albert Traeger, Neunte vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von Ernst Keil, 1873, page 121.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Sonnenblicke 

Keine Blume im engen Thal
 . . . . . . . . . .

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Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

5. Ein welkes Blatt [sung text not yet checked]

Du bist der heitre Sonnenstrahl,
Ich aber bin das welke Blatt,
Du tändelst über Berg und Thal,
Ich liege auf der Erde matt.

Dem frischen grünen Zweige hat
Der Sonnenstrahl sich angeschmiegt,
Mitleidig schaut er auf das Blatt,
Das sterbend ihm zu Füßen liegt.

Authorship:

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Confirmed with Gedichte von Albert Traeger, sechzehnte, vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von Ernst Keil's Nachfolger, 1884, p. 220.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Die Lotosblume ängstigt [sung text not yet checked]

Die Lotosblume ängstigt
Sich vor der Sonne Pracht
Und mit gesenktem Haupte
Erwartet sie träumend die Nacht.

Der Mond, [der]1 ist ihr Buhle
Er weckt sie mit seinem Licht,
Und ihm entschleiert sie freundlich
Ihr [frommes]2 Blumengesicht,

Sie blüht und glüht und leuchtet
Und starret stumm in die Höh';
Sie duftet und weinet und zittert
Vor Liebe und Liebesweh.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Marta Garcia Cadena) , "La flor de lotus", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De lotusbloem is angstig", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Lawrence Snyder) , no title, copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emma Lazarus) , "Lotus blossom", appears in Poems and translations, first published 1867
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La fleur de lotus", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 10, first published 1827
  • GER German (Deutsch) (Anonymous/Unidentified Artist) , "Die Lotosblume" [an adaptation]
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Il fiore di loto", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "A flor de lótus", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Elisa Rapado) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 119.

1 Loewe: "das"
2 Franz: "holdes"

Research team for this text: Lawrence Snyder , Sharon Krebs [Guest Editor] , Pierre Mathé [Guest Editor]

7. Allnächtlich im Traume seh' ich dich [sung text not yet checked]

Allnächtlich im Traume seh' ich dich
Und sehe dich freundlich grüßen,
Und laut aufweinend stürz' ich mich
Zu deinen süßen Füßen.

Du [siehst]1 mich an wehmütiglich
Und schüttelst das blonde Köpfchen;
Aus deinen Augen [schleichen sich  
Die Perlentränentröpfchen]2.

Du [sagst]3 mir heimlich ein leises Wort
Und gibst mir den Strauß von Zypressen.
Ich wache auf, und der Strauß ist fort,
[Und das]4 Wort hab' ich vergessen.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Totes les nits et veig en somnis", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Jan Rot) , "Waar ben ik? Een kelder. Daar brandt licht!", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Paul Hindemith) , "Nightly I see you in my dreaming", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 56, first published 1827
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) (Effimia Gianniou) , "Κάθε νύχτα, σε βλέπω σε όνειρο", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • HEB Hebrew (עברית) (Assaf Levitin) (Michal Levitin) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Tutte le notti in sogno", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Wilson Hidalgo) , "Todas las noches te veo en sueños", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 160.

1 Schumann: "siehest"
2 Farber: "schleichen die Perlentröpfchen"
3 Franz: "sagest"
4 Mendelssohn, Schumann: "Und 's"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

8. Lammfromm [sung text not yet checked]

Zu heiß mein Kuß? zu stürmisch mein Muth?
Zu wild wär' ich in meiner Gluth?
Und in Kniffen und Schlichen geübet?
Da bin ich verleumdet bis über den Kamm,
O Liebchen! ich bin ja so fromm wie ein Lamm,
Das niemals ein Wäfferlein trübet.

Ich bin dir blöde wie ein Kind
Und schüchtern wie der Abendwind,
Der über Blumen streichet;
Ich bin wie Wachs in deiner Hand,
Nachgiebig wie der lock're Sand,
Der auf der Düne bleichet.

Ermunterung ist es, was ich bedarf,
Zureden mußt du mir zärtlich und scharf,
Sonst wag' ich mich nicht an dein Mündchen.
Damit du mal recht in die Lehre mich nimmst,
Vermein' ich, daß du mir dazu bestimmst
Recht bald ein verschwiegenes Stündchen.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

9. Draussen rollen und stampfen die Wagen 

Draussen rollen und stampfen die Wagen
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Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

10. Lass mich wühlen in deinen Locken [sung text not yet checked]

Laß mich wühlen in deinen Locken, 
Laß mich trinken das blaue Licht, 
Das mit berauschend wildem Frohlocken
Aus den verschleierten Augen bricht! 
Heißer schmieg dich, inniger, fester
In meinen Arm, der dich sehnend umschlingt;
Gib mir die schwellenden, feuchten Lippen,
Deren Kuß wie ein Blitz mich durchdringt! 

Gib deinen Atem, gib die Gedanken,
Gib deine Seele, gib alles was dein  -- 
Flammend stürzend zu Boden die Schranken,
Jubelnd verwirrt sich dein und mein  -- 
Lechzend Veratmen, blühendes Sterben  -- 
Lächelnd verlischt der Wangen Rot -- 
Küsse mich, du mein süßes Verderben,
Gib mir den seligen, jauchzenden Tod! 

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Confirmed with Das Magazin für die Litteratur, Berlin: Union Deutsche Verlagsgesellschaft, 61. Jahrgang, issue no. 12, 19 März 1892, page 200.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

11. Der Ampel Schimmer rinnt und schwebt 

Der Ampel Schimmer rinnt und schwebt
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Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

12. Der Morgen dämmert bleich und fahl 

Der Morgen dämmert bleich und fahl
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  • by Anonymous / Unidentified Author