Deutsche Volkslieder für Männerchor

by Mathieu Neumann (1867 - 1928)

1. Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht [sung text not yet checked]

Es fiel ein Reif in [der]1 Frühlingsnacht 
wohl über die [schöne]2 [Blaublümelein]3,
sie sind verwelket, verdorret.

Ein Knabe hatt' ein Mägdlein lieb, 
sie liefen heimlich von Hause fort,
es wußt's nicht Vater, noch Mutter.

Sie liefen weit [ins fremde Land]4,
sie hatten weder Glück, noch Stern,
sie sind verdorben, gestorben.

Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn,
Umschlingen sich treu, wie sie im Grab,
Der Reif sie nicht welket, nicht [dörret]5.

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See also Backer-Grøndahl's song, which uses some of this text.

1 omitted by Knab, Petersen, Rheinberger.
2 Rheinberger: "schönen"
3 Petersen, Knab: "Blümelein"
4 Knab: "von Hause fort"
5 Rheinberger: "dorret"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Vöglein im hohen Baum [sung text not yet checked]

Vöglein im hohen Baum,
klein ist's, ihr seht es kaum,
singt doch so schön;
daß wohl von nah und fern
alle die Leute gern
horchen und steh'n.

Blümlein im Wiesengrund
blühen so lieb und bunt
tausend zugleich;
wenn ihr vorüber geht,
wenn ihr die Farben seht,
freuet ihr euch.

Wässerlein fließt so fort,
immer von Ort zu Ort
nieder ins Thal;
dürstet nun Mensch und Vieh,
kommen zum Bächlein sie,
trinken zumal.

Habt ihr es auch bedacht,
er hat so schön gemacht
alle die drei?
Gott der Herr machte sie,
daß sich nun spät und früh
jedes dran freu'.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

Confirmed with Noch fünfzig Fabeln für Kinder von Wilhelm Hey, mit Bildern von Otto Speckter, nebst ein ernsthaften Anhange, neue Ausgabe, Gotha: Friedrich Andreas Perthes, 1852. Appears in Anhang, pages 16 - 17.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Bertram Kottmann , Melanie Trumbull

3. Fenstergang [sung text not yet checked]

Guten Abend, mein Schatz,
Guten Abend, mein Kind!
Ich komm aus Lieb' zu dir,
Ach, mach' mir auf die Tür,
Mach' mir auf die Tür!

Meine Tür ist verschlossen,
Ich laß dich nicht ein;
Mutter, die rät' mir klug,
Wärst du herein mit Fug,
Wär's mit mir vorbei!

So kalt ist die Nacht,
So eisig der Wind,
Daß mir das Herz erfriert,
Mein' Lieb' erlöschen wird;
Öffne mir, mein Kind!

Löschet dein' Lieb';
Lass' sie löschen nur!
Löschet sie immerzu,
Geh' heim zu Bett, zur Ruh',
Gute Nacht, mein Knab'!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Elena María Accinelli) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen, ed. by A. Wilh. v. Zuccalmaglio, Zweiter Theil, Berlin, Vereins-Buchhandlung, 1840, page 337.


Researcher for this text: Ofer Sheinberg

4. Herzig lieb Schätzelein 

Herzig lieb Schätzelein
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5. Wünsche 

Wenn mein Schätzchen ein Rosenstock wär'
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6. Der Kuss in Ehren 

Schwarzbraunes Mägdelein, wo wendest du dich hin
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7. Neuer Vorsatz 

Hier sitz' ich auf Rasen
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8. Schwäbisches Volkslied 

Liebes Lieserl, ach leih' mir dein' Latern
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9. Abschied von der Schenke [sung text not yet checked]

Jetzt schwingen wir den Hut. 
Der Wein, der war so gut. 
Der Kaiser trinkt Burgunder Wein, 
Sein schönster Junker schenkt ihm ein, 
Und schmeckt ihm doch nicht besser, 
Nicht besser.  

Der Wirth, der ist bezahlt,
Und keine Kreide malt
Den Namen an die Kammerthür
Und hinten dran die Schuldgebühr.
Der Gast darf wieder kommen,
Ja kommen. 

Und wer sein Gläslein trinkt,
Ein lustig Liedlein singt
Im Frieden und mit Sittsamkeit,
Und geht nach Haus zu rechter Zeit,
Der Gast darf wieder kehren,
Mit Ehren. 

Des Wirths fein Töchterlein
Ist züchtig, schlank und fein,
Die Mutter hält's in treuer Hut,
Und hat sie keins, das ist nicht gut,
Mußt eins in Straßburg kaufen,
Ja kaufen. 

Jetzt Brüder, gute Nacht!
Der Mond am Himmel wacht;  
Und wacht er nicht, so schläft er noch.
Wir finden Weg und Hausthür doch,
Und schlafen aus im Frieden,
Ja Frieden.

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Confirmed with Johann Peter Hebel, Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes, Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1850, pages 142 - 143.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

10. Trinklied am Rhein 

Hans hat Hosen an und die sind bunt
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11. Trúbsinn (Soldatenlied) 

'S ist alles dunkel, 's ist alles trübe
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12. Die Feldjäger [sung text not yet checked]

Mit Hörnerschall und Lustgesang,
Als ging es froh zur Jagd,
So ziehn wir Jäger wohlgemuth
Wann's noth dem Vaterlande thut,
Hinaus in's Feld der Schlacht.
Gewöhnt sind wir von Jugend auf
An Feld- und Waldbeschwer.
Wir klimmen Berg und Fels empor
Und waten tief durch Sumpf und Moor,
Durch Schilf und Dorn einher.

Nicht Sturm und Regen achten wir,
Nicht Hagel, Reif und Schnee.
In Hitz' und Frost, bei Tag und Nacht
Sind wir bereit zu Marsch und Wacht,
Als gölt' es Hirsch und Reh.

Wir brauchen nicht zu unserm Mahl
Erst Pfanne, Topf und Rost.
Im Hungersfall ein Bissen Brod,
Ein Labeschluck in Durstesnoth
Genügen uns zur Kost.

Wo wackre Jäger Helfer sind,
Da ist es wohlbestellt.
Denn Kunst erhöht uns Kraft und Muth;
Wir zielen scharf, wir treffen gut,
Und was wir treffen, fällt.

Und färbet gleich auch unser Blut
Das Feld des Krieges roth,
So wandelt Furcht uns doch nicht an;
Denn nimmer scheut ein braver Mann
Für's Vaterland den Tod.

Erliegt doch rechts, erliegt doch links
So mancher tapfre Held!
Die Guten wandeln Hand in Hand
Frohlockend in ein Lebensland,
Wo Niemand weiter fällt.

Doch trifft denn stets des Feindes Blei?
Verletzt denn stets sein Schwert? –
Ha! Oefter führt das Waffenglück
Uns aus dem Mordgefecht zurück
Gesund und unversehrt.

Dann feiern wir ein Heldenfest
Bei Bischof, Punsch und Wein.
Zu Freudentänzen laden wir
Um's aufgepflanzte Siegspanier
Die schönsten Schönen ein.

Und jeder Jäger preist den Tag,
Als er in's Schlachtfeld zog.
Bei Hörnerschall und Becherklang
Ertönet laut der Chorgesang:
»Wer brav ist, lebe hoch!«

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
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