Ernste und heitere Lieder für Mezzosopran, Alt, Bariton oder Bass

Song Cycle by Karl Gottlieb Reissiger (1798 - 1859)

Word count: 438

1. Ferne flammen helle Sterne  [sung text not yet checked]

Ferne, ferne
Flammenhelle Sterne,
Gehen nieder, kommen wieder;
Blicken auf mich traulich nieder.
Weit aus blauer Ferne
Schimmern nur die Sterne.

Ferne, ferne
Flammenhelle Sterne,
Steigen nimmer zu mir nieder,
Bringen nimmer Frieden wieder:
Weit aus blauer Ferne
Schimmern nur die Sterne.

Ferne, ferne
Flammenhelle Sterne,
Immer heller wird ihr Blinken,
Wollen still hinauf mich winken:
Frieden ist nicht ferne,
Wohnt auf jenem Sterne.

Authorship

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  • ENG English (Garrett Medlock) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Peter Rastl [Guest Editor]

2. Einsam? nein, das bin ich nicht!  [sung text not yet checked]

Einsam? Nein, das bin ich nicht,
Denn die Geister meiner Lieben,
Die in ferner Heimat blieben,
Sie umschweben mich.

Traurig? Nein, das bin ich nicht;
Denn ich weiss, daß in Gedanken
Meine Teuren mich umranken
Und mir nahe sind.

Glücklich? Nein, das bin ich nicht;
Denn bei still geweinten Tränen
Fühl ich wehmutsvolles Sehnen
Nach der Heimat hin.

Hoffend? Ja, dies ist mein Sinn:
Einst mit den geliebten Meinen
Wiederum mich zu vereinen,
Dies erfüllt mein Herz.

Authorship

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Mein Reichthum [sung text not yet checked]

In dem Herzen ein Bild,
Das so lieb und so schön,
Das so süß und so mild,
Wie noch keins ich geseh'n.

In dem Aug' eine Thrän',
Die, von Sehnsucht geweint,
Wie vom Himmel gesandt
Mir als Tröst'rin erscheint.

In dem Busen ein Lied,
Das gefühlt meine Noth,
Das noch nie mich verrieth,
Das mir treu bis zum Tod.

Habe nichts auf der Erd',
Bin dem Bettler fast gleich,
Doch die Thron' halt' ich werth,
Und das Lied macht mich reich.

Doch noch reicher das Bild,
Das, geliebt und geehrt,
Mich mit Thränen erfüllt,
Und das Lied mich gelehrt.

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Guten Abend, lieber Mondenschein  [sung text not yet checked]

"Guten Abend, lieber Mondenschein!
Wie blickst mir so traulich ins Herz hinein!
Nun sprich, und laß dich nicht lange fragen,
Du hast mir gewiß einen Gruß zu sagen,
    Einen Gruß von meinem Schatz!" --
 
"Wie [sollt']1 ich bringen den Gruß zu dir?
[Du hast ja]2 keinen Schatz bei mir;
Und was mir da unten die [Burschen]3 sagen,
Und was mir die Frauen und Mädchen klagen,
    Ei, das versteh' ich nicht." --
 
"Hast Recht, [mein]4 lieber Mondenschein,
Du darfst auch Schätzchens Bote nicht sein;
Denn thätst [du zu tief]5 ihr ins Auge sehen,
Du könntest ja nimmermehr untergehen,
    Schienst ewig nur für sie.“
 
Dies Liedchen ist ein Abendreih'n,
Ein Wandrer sang's im Vollmondschein;
Und die es lesen bei Kerzenlicht,
Die Leute verstehen das Liedchen nicht,
    Und ist doch kinderleicht.

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  • ENG English (Michael P. Rosewall) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant du soir", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed withGedichte von Wilhelm Müller, mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Max Müller, Erster Theil, Leipzig: F.A. Brockhaus, 1868, page 34

1 Draeseke, Fischhof: "soll"
2 Draeseke, Fischhof: "Hab' ich doch"
3 Draeseke: "Bursche"
4 Draeseke, Fischhof: "du"
5 Gade: "zu tief du"

Research team for this text: Sharon Krebs [Guest Editor] , Andrew Schneider [Guest Editor]

5. Verbot [sung text not yet checked]

Gerne sitz ich still allein 
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Letztes Ziel [sung text not yet checked]

Bächlein sag' was soll dein Eilen? 
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

7. Arme Geiger [sung text not yet checked]

Mein Geiglein ist wohl ein Prophet 
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

8. Was will die einsame Thräne? [sung text not yet checked]

Was will die einsame Träne?
Sie trübt mir ja den Blick.
Sie blieb aus alten Zeiten
In meinem Auge zurück.

Sie hatte viel leuchtende Schwestern,
Die alle zerflossen sind,
Mit meinen Qualen und Freuden
Zerflossen in Nacht und Wind.

Wie Nebel sind auch zerflossen
Die blauen Sternelein,
Die mir [jene]1 Freuden und Qualen
Gelächelt ins Herz hinein.

Ach, meine Liebe selber
Zerfloß wie eitel Hauch!
Du alte, einsame Träne,
Zerfließe jetzunder auch!

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Marta Garcia Cadena) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Jos. Van de Vijver) , "Eenzame traan"
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Wat wil het eenzame traantje?", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "What does this solitary tear mean?", copyright ©
  • ENG English (Emma Lazarus) , appears in Poems and Ballads of Heinrich Heine, first published 1881
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Que veut cette larme solitaire", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Cosa vuole questa lacrima solitaria?", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Cornelius: "die"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]