Sieben Lieder für Sopran, Alt, Tenor, und Baß in Musik gesetzt und dem Herrn Hof-Kapellmeister Marschner zugeeignet von W. F. Riem

Song Cycle by Wilhelm Riem

Word count: 523

1. Frühlingslied [sung text not yet checked]

Es ist so still, es ist so schön,
So grün das Thal, so licht die Höh'n,
Mir ist so wohl, mir ist so bang,
So war mir's nie mein Leben lang! 

So mild die Thrän' und still und weich, 
Das volle Herz so schwer und reich,
Mein Blick zerfließt im Frühlingsglanz, 
Die Berge sind ein Blüthenkranz.

Die Schiffe ziehn auf lichter Bahn,
Der leichte Kahn wogt wie ein Schwan,
Von Lieb und Lust die Brust so schwer
Ziehn Vöglein doch so leicht einher.

O Frühling, blühend Freudenreich,
Was ist wohl deinem Walten gleich?
Wie sich's bei Lieb' und dir vergißt,
Daß Erde nicht der Himmel ist! 

Authorship

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Confirmed with Urania. Taschenbuch auf das Jahr 1822. Neue Folge, vierter Jahrgang, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1822, p. 405, in a section titled "Frühlingsliederstrauß v. Helmina v. Chezy, no. 2


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Lenzzauber [sung text not yet checked]

Flügel herbei
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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Wenn hochentzückt mein Auge sieht [sung text not yet checked]

Wenn hochentzückt mein Auge sieht
Wie schön die Erde Gottes blüht,
Wie alles Wesen angeschmiegt
An ihren Segensbrüsten liegt;

Und sie, voll Mutterfreundlichkeit,
Sich jedes ihrer Kinder freut,
So inniglich sie alle liebt,
[Allmilde]1 Nahrung jedem giebt;

Wie groß und hehr, in Himmelspracht,
Ihr volles Blütenantlitz lacht,
[Und wie,]2 in steter Jugendkraft
[Sie rastlos waltet]3, wirkt und schaft:

Dann fühl' ich hohen Feuerdrang
Zu rühmen den mit Preisgesang,
Des wundervoller Allmachtsruf
Die weite Welt so schön erschuf!

Der Wald und Kraut drauf wachsen ließ:
Von Meeren sie umgürten hieß,
Von dem der Segen alle kömmt,
Der stündlich ihrem Schoos entströmt! 

Drum, o mein Geist, erheb' ihn laut,
Der diese Welt so schön erbaut! 
Erfreu, so lang' es ihm gefällt, 
Dich immer dieser schönen Welt!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Der Teutsche Merkur. May 1780. Zweytes Vierteljahr, pages 105-106; with Lieder von Friedrich Matthisson. Vermehrte Auflage. Dessau, 1783, pages 1-2; and with Gedichte von Friedrich Matthisson. Mannheim in der neuen Hof- und akademischen Buchhandlung. 1787, pages 147-149.

There is a later version of this poem, with only five stanzas and substantial textual changes; see below.

1 Matthisson (first edition, Teutscher Merkur): "All milde"
2 Matthisson (Mannheim 1787 edition): "Wie sie"
3 Matthisson (Mannheim 1787 edition): "Ohn' Ende segnet"

Research team for this text: Sharon Krebs [Guest Editor] , Peter Rastl [Guest Editor]

4. Flüchtiger als Wind und Welle [sung text not yet checked]

Flüchtiger als Wind und Welle
Flieht die Zeit; was hält sie auf?
Sie genießen auf der Stelle,
Sie ergreifen schnell im Lauf;
Das, ihr [Brüder]1, hält ihr Schweben,
Hält die Flucht der Tage ein.
Schneller Gang ist unser Leben,
Laßt uns Rosen auf ihn streun.

Rosen; denn die Tage sinken
In des Winters Nebelmeer.
Rosen; denn sie blühn und blinken
Links und rechts noch um uns her.
Rosen stehn auf jedem Zweige
Jeder schönen Jugendtat.
Wohl ihm, der bis auf die Neige
Rein gelebt sein Leben hat.

Tage, werdet uns zum Kranze
Der des Greises Schläf' umzieht
Und um sie in frischem Glanze
Wie ein Traum der Jugend blüht.
Auch die dunkeln Blumen kühlen
Uns mit Ruhe, doppelt-süß;
Und die lauen Lüfte spielen
Freundlich uns ins Paradies.

Authorship

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1 Nägeli: "Freunde"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Melanie Trumbull

5. Der Herbst [sung text not yet checked]

Die Blätter fallen nieder
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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Frühlingsahnung [sung text not yet checked]

Was ist das für ein reger Drang/ In allen Blumen, allen Bäumen?
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Authorship

  • by Albert Zeller (1804 - 1877), "Frühlingsahnung", first published 1831

7. Bundeslied  [sung text not yet checked]

In allen guten Stunden,
Erhöht von Lieb' und Wein,
Soll dieses Lied verbunden
Von uns gesungen seyn!
[Uns hält der Gott zusammen,
Der uns [hierher]2 gebracht.
Erneuert unsre Flammen,
Er hat sie angefacht.]1

So glühet fröhlich heute,
Seid recht von Herzen eins!
Auf, trinkt erneuter Freude
Dieß Glas des echten Weins!
Auf, in der holden Stunde
Stoßt an, und küsset treu,
Bei jedem neuen Bunde,
Die alten wieder neu!

Wer lebt in unserm Kreise,
Und lebt nicht selig drin?
Genießt die freie Weise
Und treuen Brudersinn!
So bleibt durch alle Zeiten
Herz Herzen zugekehrt;
Von keinen Kleinigkeiten
Wird unser Bund gestört. 

Uns hat ein Gott gesegnet
Mit freiem Lebensblick,
Und alles, was begegnet,
Erneuert unser Glück. 
Durch Grillen nicht gedränget,
Verknickt sich keine Lust;
Durch Zieren nicht geenget,
Schlägt freier unsre Brust.

Mit jedem Schritt wird weiter
Die rasche Lebensbahn,
Und heiter, immer heiter
Steigt unser Blick hinan.
Uns wird es nimmer bange,
Wenn alles steigt und fällt,
Und bleiben lange, lange!
Auf ewig so gesellt.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Cançó de germanor", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Lied van verbondenheid", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Comrade's Song", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chant d'union", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 130-131.

Note: this is a later version of Bundeslied.

1 omitted by Nägeli.
2 Schubert: "hieher"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Melanie Trumbull , Peter Rastl [Guest Editor]