Rheinische Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Emil Naumann (1827 - 1888)

Word count: 485

1. Widmung [sung text not yet checked]

Auf eines Berges Gipfel
Da möcht' ich mit dir stehn,
Auf Täler, Waldeswipfel
Mit dir herniedersehn;
Da möcht' ich rings dir zeigen
Die Welt im Frühlingsschein,
Und sprechen: wär's mein Eigen,
So wär' es mein und dein.
 
In meiner Seelen Tiefen,
O sähst du da hinab,
Wo alle Lieder schliefen,
Die je ein Gott mir gab!
Da würdest du erkennen:
Wenn [Echtes]1 ich erstrebt,
Und mag's auch dich nicht nennen,
Doch ist's von dir belebt.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright © 2018
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "À l'anonyme", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with: Uhlands Werke, Erster Teil, Gedichte, herausgegeben von Adalbert Silbermann, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart: Deutsches Verlagshaus Bong & Co., [no year], pages 41-42.

1 Lang: "Ächtes"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Jung-Werner [sung text not yet checked]

Ich kniee vor Euch als getreuer Vasall,
  Pfalzgräfin, schönste der Frauen!
    Befehlet, so streit' ich mit Kaiser und Reich,
    Befehlet, so will ich für Euch, für Euch
    Die Welt in Fetzen zerhauen.

Ich hol' Euch vom Himmel die Sonn' und den Mond,
  Pfalzgräfin, schönste der Frauen!
    Ich hol' Euch die Sterne sonder Zahl,
    Wie Fröschlein sollt Ihr die funkelnden all
    Gespießt am Degen erschauen.

Befehlet, so werd' ich für Euch zum Narr,
  Pfalzgräfin, schönste der Frauen!
    Ja, Narre bin ich schon sonder Befehl,
    Das Sonn'licht blendet mich allzu hell
    Von Euren zwo Augen, den blauen.

Authorship

See other settings of this text.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Süss Gedenken [sung text not yet checked]

O kühler Wald,
Wo rauschest du,
In dem mein Liebchen geht?
O Widerhall,
Wo lauschest du,
Der gern mein Lied versteht?

O Widerhall,
O sängst du ihr
Die süßen Träume vor,
Die Lieder all,
O bring sie ihr,
Die ich so früh verlor!

Im Herzen tief,
Da rauscht der Wald,
In dem mein Liebchen geht,
In Schmerzen schlief
Der Widerhall,
Die Lieder sind verweht.

Im Walde bin
Ich so allein,
O Liebchen, wandre hier,
Verschallet auch
Manch Lied so rein,
Ich singe andre dir!

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "O fris, koel woud", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "O cool forest", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Ô forêt fraîche", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Altenahr [sung text not yet checked]

Von dieser Höhe wieder
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

5. Heidelberg [sung text not yet checked]

Hinauf zur Höhe lass uns steigen
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Abschied [sung text not yet checked]

Was [klinget und singet]1 die Strass' herauf?
Ihr Jungfern, machet die Fenster auf!
Es ziehet der Bursch in die Weite,
Sie geben ihm das Geleite.

Wohl jauchzen die andern und schwingen die Hüt',
Viel Bänder darauf und viel edle Blüt',
Doch dem Burschen gefällt nicht die Sitte,
Geht still und bleich in der Mitte.

Wohl klingen die Kannen, wohl funkelt der Wein;
"Trink' aus und trink' wieder, lieb Bruder mein!"
"Mit dem Abschiedsweine nur fliehet,
Der da innen mir brennet und glühet!"

Und draussen am allerletzten Haus,
Da gucket ein Mägdlein zum Fenster heraus,
Sie möcht' ihre Tränen verdecken
Mit Gelbveiglein und Rosenstöcken.

Und draussen am allerletzten Haus,
Da schlägt der Bursche die Augen auf
Und schlägt sie nieder mit Schmerze
Und leget die Hand aufs Herze.

"Herr Bruder, und hast du noch keinen Strauß,
Dort winken und wanken viel Blumen heraus.
Wohlauf, du Schönste von allen,
Laß ein Sträusslein herunterfallen!"

"Ihr Brüder, was sollte das Sträusslein mir?
Ich hab' ja kein liebes Liebchen wie ihr;
An der Sonne würd' es vergehen,
Der Wind, der würd' es verwehen."
 
Und weiter, ja weiter mit Sang und mit Klang,
Und das Mägdlein lauschet und horchet noch lang':
"0 weh'! er ziehet, der Knabe,
Den ich stille geliebet habe.  

Da steh' ich, ach, mit der Liebe mein,
Mit Rosen und mit Gelbveigelein;
Dem ich alles gäbe so gerne,
Der ist nun in der Ferne."

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "Departure", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Adieux", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Schwertzell: "singet und klinget"; further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: Jakob Kellner