Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Fritz Fürst

Word count: 472

1. Wenn die Reb' im Safte schwillt [sung text not yet checked]

Wenn die Reb' im Safte schwillt,
Kommt die Schwalbe geflogen,
Wenn das Aug' in Tränen quillt,
Kommt die Liebe gezogen.

Blume, Laub und weiße Blüt'
Muß sich rasch entfalten.
Schwarzbraun Kind, dein Herz behüt',
Wirst es nicht behalten.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Der Hidalgo [sung text not yet checked]

Es ist so süß, zu scherzen
Mit Liedern und mit Herzen
Und mit den ernsten Streit.
Erglänzt des Mondes Schimmer,
Da treibt's mich fort vom Zimmer
Durch Platz und Gassen weit;
Da bin zur Lieb' ich immer
Wie zum Gefecht bereit.

Die Schönen von Sevilla
Mit Fächern und Mantilla
Blicken den Strom entlang;
Sie lauschen mit Gefallen,
Wenn meine Lieder schallen
Zum Mandolinenklang.
Und dunkle Rosen fallen
Mir vom Balkon zum Dank.

Ich trage, wenn ich singe,
Die Zither und die Klinge
[Von Toledanischem]1 Stahl.
Ich sing' an manchem Gitter 
Und höhne manchen Ritter
Mit keckem Lied zumal,
[Der Dame]2 gilt die Zither,
Die Klinge dem Rival.

Auf denn zum Abenteuer,
Schon losch der Sonne Feuer
[Hinter]3 der Berge aus.
Der Mondnacht Dämmrungsstunden,
Sie bringen Liebeskunden,
Sie bringen blut'gen Strauß;
Und Blumen oder Wunden
Trag' morgen ich nach Haus.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De hidalgo", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The hidalgo", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "L'hidalgo", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission

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1 Schumann: "Vom Toledan'schen"
2 Schumann: "Den Damen"
3 Schumann: "Jenseits"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Nur schneller mein Ross, mit Hast, mit Hast [sung text not yet checked]

[O]1 schneller, mein Roß, mit Hast,
wie säumig dünkt mich dein Jagen!
In den Wald, meine selige Last,
mein süßes Geheimnis zu tragen!

Es liegt ein trunkener Abendschein
rot dämmernd über den Gipfeln,
es jauchzen und wollen fröhlich sein
die Vöglein in allen Wipfeln.

O könnt ich steigen mit Jubelschall
wie die Lerch empor aus den Gründen,
und da droben den rosigen Himmeln all
mein Glück verkünden!

Oder ein Sturm mit Flügelgewalt
zum Meer hin brausen, dem blauen,
und dort, was im Herzen mir blüht und schallt,
den verschwiegenen Wellen vertragen!

Es darf mich hören kein menschlich Ohr,
ich kann wie die Lerche nicht steigen,
ich kann nicht wehn wie der Sturm empor
und kann es doch nimmer verschweigen.

So wiss' es, du blinkender Mond im Fluß,
so wißt es, ihr Buchen im Grunde;
Sie ist mein! Es brennt ihr Kuß
auf meinem seligen Munde.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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1 Fürst: "Nur"; further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: John Versmoren

4. In den mondverklärten Lüften [sung text not yet checked]

In den mondverklärten Lüften
Welch ein Zauber, süß und fremd,
Nun ein Strom von Blüthendüften
Markt und Gassen überschwemmt!

Fern vom Fluß aus Busch und Flieder
Schluchzt die Nachtigall herauf --
Traum der Jugend, kommst du wieder?
Alte Sehnsucht, wachst du auf?

Dunkelselig wie vor Zeiten
Wächst das Herz mir in der Brust,
Süßer Schwermuth Schauer streiten
Mit beklommner Werdelust,

Bis mir über dem Gewühle
Klar die alte Liebe steht,
Ach, und alles, was ich fühle,
In Erinnrung untergeht.

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Researcher for this text: Claus-Christian Schuster

5. Das Glück [sung text not yet checked]

Herz und Thüren halt' ich offen
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Durch die wolkige Maiennacht [sung text not yet checked]

Durch die wolkige Maiennacht
Geht ein leises Schallen,
Wie im Wald die Tropfen sacht 
Auf die Blätter fallen.

Welch' ein ahnungsreicher Duft
[Weht]1 aus allen Baumen!
Dunkel webt es in der Luft
Wie von Zukunftsträumen.

[Da]2 im Hauch der auf mich [sinkt]3,
Dehnt sich all' mein Wesen,
Und die müde Seele trinkt
Schauerndes Genesen:

Müde Seele, hoffe nur,
Morgen kommt die Sonne,
Und du blühst mit Wald und [Flur]4
Hell in [Frühlingswonne]5!

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1 Fibich: "Quillt"
2 Bruch: "Und"
3 Fibich: "weht"
4 Bruch, Fibich: "Feld"
5 Bruch: "Frühlingswonnen" (?)

Researcher for this text: John Versmoren