by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)

Und gestern Noth und heute Wein
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Und gestern Noth und heute Wein
Das ist's, was mir gefällt;
Und morgen ein Roß, ein schnelles Roß,
Zu reiten in die Welt.

Vergang'nes Leid ist kaum ein Leid,
Und süß ist Jubel im Haus,
Und dazu ein Blick, ein heller Blick
In lust'ge Zeit hinaus.

Die Welt ist jetzt so frühlingsgrün
Und hat der Blumen so viel,
Hat Mägdlein schön wohl nah' und fern,
Und klingend Saitenspiel.

Und bist du nur der rechte Mann,
Und greifest fröhlich drein,
So Ros' als Maid, so Lieb' als Lied
Ist Alles, Alles dein.

Drum gestern Noth und heute Wein,
Das ist's, was mir gefällt,
Und morgen zu Roß, wohl hoch zu Roß
Reit' ich in alle Welt.

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Confirmed with Emanuel Geibel, Gedichte, Vierte Auflage, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, 1845, page 92.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website: 2009-01-05
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