by Robert Eduard Prutz (1816 - 1872)

Nun ruht die Welt mit Schweigen
Language: German (Deutsch) 
Nun ruht die Welt mit Schweigen,
Der laute Tag verrann,
Die goldnen Sterne steigen
Hellleuchtend himmelan;
Rings, wie mein Ohr mag lauschen,
Ist alles stumm und todt,
Nur leise Wellen rauschen,
Geküßt vom Abendroth.

O Liebste, komm und neige
Dein lächelndes Gesicht,
Wie durch die dunkeln Zweige
Des Mondes Silber bricht;
Ein seliges Ermatten
Schließt leis mein Auge zu,
O komm in diese Schatten,
So weich, so mild, wie du!

Von deinem Arm umschlungen,
Gelehnt an deine Brust,
O holde Dämmerungen,
O nächtlich süße Lust!
Nichts bietet mehr das Leben
Und nichts die Erde mir,
Mein ganzes Sein und Streben,
Es ruht versenkt in dir!

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See also Dämmerung, which may be a setting of the second stanza.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website: 2011-02-02
Line count: 24
Word count: 105