Liebesglück und Liebesleid. Zwölf Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegleitung

Song Cycle by Ernst Walter-Choinanus, né Ernst Walter

Word count: 802

1. Frühling der Liebe [sung text not yet checked]

Rosen, die die Luft mit Düften würzen,
Halme, die im Wind sich flüsternd neigen,
Quellen, die ins Tal sich rauschend stürzen,
Lerchen, die zum Himmel jubelnd steigen,
Junge Herzen, reich an Liebeswonne,
Über allen hoch die Frühlingssonne:
Tretet ein, geöffnet sind die Pforten,
Und ein Paradies ist aller Orten!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Ich muss dein gedenken [sung text not yet checked]

Ich suche durch Mühen
Meine Gedanken
Von Dir zu lenken,
Aber sie glühen
Zu Dir ohne Wanken,
Ich muss Dein gedenken!
Wie nach der Sonne verlangen die Reben,
[Verlangt]1 mich's nach Dir, meine Sonne, mein Leben!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "I seek through labour", copyright © 2012

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1 Rothschild: "So verlangt"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Wunsch [sung text not yet checked]

O wüßt' ich wo einen stillen Ort,
   In kleinem Dorf, von der Straße weit,
Wo mich niemand kennte, wo kein Wort
   Noch hindrang von der Vergangenheit!

Bei dem kleinen Dorf wär' ein Kirchhof auch,
   Mit den Kreuzen von Holz im Grase dicht:
Da nistet der Sprosser im Fliederstrauch
   Und singet süß im Abendlicht.

Und die Dorfkirchglocke hat frommen Klang,
   Der zittert im Abendwinde fort
Bei friedlichem Sonnenuntergang: -
   O wüßt' ich wo einen solchen Ort!

Authorship

Researcher for this text: Harry Joelson

4. Nur du! [sung text not yet checked]

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5. Wo zu finden? [sung text checked 1 time]

Wenn ein Liebes dir der Tod
Aus deinen Augen fortgerückt,
Such es nicht im Morgenrot,
Nicht im Stern, der abends blickt.

Such es nirgends früh und spät
Als im Herzen immerfort. 
Was man so [geliebet]1 geht
Nimmermehr aus diesem Ort.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Peter Palmer) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Se per morte cosa cara", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Walter-Choinanus : "geliebt"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Meiden [sung text not yet checked]

Es schleicht ein zehrend Feuer
Durch mein Gebein;
Mein Schatt' ist mir nicht treuer
Wie diese Pein.
Ich höre die Stunden ziehen
Trüben Gesichts;
Sie kommen, weilen, fliehen --
Und ändern nichts.

Der Sommer kommt gegangen,
Mir ist's wie Traum;
Am Busch Wildröslein hangen,
Ich acht' es kaum.
Es schlagen die Nachtigallen
In Wald und Plan;
Laß schallen, laß verhallen!
Was geht's mich an?

Ich fühle nur das eine
In meinem Sinn:
Daß ich von dir, du Reine,
Geschieden bin.
Mein Schatt' ist mir nicht treuer
Wie diese Pein;
Und zehrend schleicht das Feuer
Durch mein Gebein.

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7. So rein und schön [sung text not yet checked]

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8. Abendstille [sung text not yet checked]

Nun ruht die Welt mit Schweigen,
Der laute Tag verrann,
Die goldnen Sterne steigen
Hellleuchtend himmelan;
Rings, wie mein Ohr mag lauschen,
Ist alles stumm und todt,
Nur leise Wellen rauschen,
Geküßt vom Abendroth.

O Liebste, komm und neige
Dein lächelndes Gesicht,
Wie durch die dunkeln Zweige
Des Mondes Silber bricht;
Ein seliges Ermatten
Schließt leis mein Auge zu,
O komm in diese Schatten,
So weich, so mild, wie du!

Von deinem Arm umschlungen,
Gelehnt an deine Brust,
O holde Dämmerungen,
O nächtlich süße Lust!
Nichts bietet mehr das Leben
Und nichts die Erde mir,
Mein ganzes Sein und Streben,
Es ruht versenkt in dir!

Authorship

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See also Dämmerung, which may be a setting of the second stanza.


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

9. Wem in Rosen und in Blüten [sung text not yet checked]

Wem in Rosen und in Blüten
Sich verliert des Lebens Pfad,
Mag die eigne Seele hüten,
Denn gewiß, die Trauer naht.

Da ich alle Lust besessen,
Unter Liebesblick und Kuß
Hatt' ich Sel'ger, ach, vergessen,
Daß ich wieder scheiden muß.

O wie blickt mich nun die weite
Welt so kalt und finster an!
War's doch nur an deiner Seite,
Daß ich all mein Glück gewann.

Früher mocht' ich's schon ertragen,
Dieses Schweifen ohne Licht,
Denn mit Blindheit selbst geschlagen,
Kannt' ich noch die Sonne nicht.

Aber jetzt begreif' ich's nimmer,
Was noch bleiben kann für mich. -
Welch ein Leben ohne Schimmer
Werd' ich leben ohne dich!

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10. Ein Stammbuchblatt [sung text not yet checked]

Wenn sich auf dieses Blatt dein Auge senkt,
Betracht' es still, als wär's mein Leichenstein;
Und mild, wie man [der]1 Toten sonst gedenkt,
Gedenke mein!

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1 Reger: "des"

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11. Spielmanns-Lied [sung text not yet checked]

Und legt ihr zwischen [mich]1 und sie
Auch Strom und Tal und Hügel,
Gestrenge Herrn, ihr trennt uns [nie]2,
Das Lied, das Lied [hat]3 Flügel.
Ich bin ein Spielmann wohlbekannt,
Ich mache mich auf die Reise,
Und sing' hinfort durch's ganze Land
Nur [noch]4 die eine Weise:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!

Und wandr' ich durch den laub'gen Wald,
Wo Fink' und Amsel schweifen:
Mein Lied erlauscht das Völkchen bald
Und hebt es an zu pfeifen.
Und auf der Heide hört's der Wind,
Der spannt die Flügel heiter,
Und trägt es über den Strom geschwind,
Und über den Berg, und weiter:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!

Durch Stadt und Dorf, durch Wies' und Korn
Spiel' ich's auf meinen Zügen,
Da singen's bald zu Nacht am Born
Die Mägde mit den Krügen,
Der Jäger summt es vor sich her,
Spürt er im Buchenhage,
Der Fischer wirft sein Netz in's Meer
Und singt's zum Ruderschlage:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!

Und frischer Wind und Waldvöglein,
Und Fischer, Mägd' und Jäger,
Die müssen alle Bitten sein
Und meiner Liebe Träger.
So kommt's im Ernst, so kommt's im Scherz
Zu deinem Ohr am Ende;
Und wenn du's hörst, da pocht dein Herz,
Du spürst es, wer es sende:
  Ich habe dich lieb, du Süße,
  Du meine Lust und Qual,
  Ich habe dich lieb und grüße
  Dich tausend-, tausendmal!

Authorship

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Note: the refrain of this poem is quoted by Hermann Grieben in his poem Fliederlied.

1 Nicolai: "mir"; further changes may exist not shown above.
2 ? : "nicht"
3 ? : "der"
4 ? : "nicht"

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12. Das Wort [sung text not yet checked]

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