Gesprochene Lieder mit Pianoforte

Song Cycle by Theodor Heinrich Gerlach (1861 - 1940)

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1. Der Leiermann  [sung text not yet checked]

Drüben [hinter'm]1 Dorfe
Steht ein Leiermann,
Und mit [starren Fingern]2
Dreht er was er [kann]3.

Baarfuß auf dem Eise
[Schwankt]4 er hin und her;
Und sein kleiner Teller
[Bleibt ihm]5 immer leer.

Keiner mag ihn hören,
Keiner sieht ihn an;
Und die Hunde [brummen]6
Um den alten Mann.

Und er läßt es gehen
Alles, wie es will,
Dreht, und seine Leier
Steht ihm nimmer still.

Wunderlicher Alter, 
Soll ich mit dir gehn?
Willst zu meinen Liedern
Deine Leier drehn?

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "El músic de carrer", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Jelle Leistra) , "De draaiorgel-man", copyright © 2004, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De lierdraaier", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Arthur Rishi) , "The hurdy-gurdy-man", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "The organ-grinder", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (David Paley) , "The hurdy-gurdy man", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , "Kampiliiransoittaja", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le joueur de vielle", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRI Frisian [singable] (Pieter Wiersma) , "De Oargelman", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • HEB Hebrew (עברית) (Max Mader) , "איש תיבת הנגינה", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , "Orgánaí Sráide", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "L'uomo dell'organino", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • KOR Korean (한국어/조선말) [singable] (곽명규 Myung-Kew Kwack) , "라이어 연주자", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Saúl Botero Restrepo) , "El organillero", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Zweites Bändchen. Deßau 1824. Bei Christian Georg Ackermann, pages 107-108; and with Deutsche Blätter für Poesie, Litteratur, Kunst und Theater. Herausgegeben von Karl Schall und Karl von Holtei. Breslau 1823, bei Graß, Barth und Comp. No. XLII. 14. März 1823, page 166.

First published in Deutsche Blätter (see above) as no. 10 of the installment of Die Winterreise. Lieder von Wilhelm Müller.

1 Kistler: "hinter dem"
2 Kienzl: "starrem Finger"
3 Kistler: "drehen kann"
4 Kienzl, Schubert: "Wankt"
5 Müller (Deutsche Blätter): "Bleibet"
6 Kienzl, Schubert: "knurren"

Research team for this text: Ofer Sheinberg , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Die Blumenengel [sung text not yet checked]

Die Engelein, liebes Maidelein,
Sind auch wohl so schön, wie du, und so fein;
Halt daß wir sie nur nicht können sehen,
Wenn sie vom Himmel zur Erde gehen.

Wenn du's aber noch nicht weißt,
Wo die Engele wohnen zumeist,
Wenn sie vom Himmel zur Erde kummen,
So will ich dir's sagen: das sind die Blummen.

Jegliche Blum' ist ein Gezelt,
Das sich ein Engelein hat bestellt,
Wo's von seiner Wanderung hält Ruh',
Bis's wieder fleugt dem Himmel zu.

Und's Engelein ist auf sein Häuslein bedacht,
Wie's jeder Mensch mit sei'm eigenen macht,
Es ziert's und schmückt's aus um und an,
Daß es ihm drinne gefallen kann.

Es holt sich goldigen Sonnenschein
Und legt ihn rings außen ums Dächelein,
Es holt sich Farben mancherhand
Und bemalt sich von innen des Häusleins Wand.

Es backt sich von Blumenmehl Himmelsbrot,
Daß es auf Erden nicht leidet Not;
Es bräut sich aus Tau sein Tränklein frisch
Und schickt sich in allem ganz haushälterisch.

Und das Blümmele hat recht seine Freud',
Wie sein Hausherr so drin schafft und bräut;
Und wenn's Englein dann wieder gen Himmel wandert,
So fällt das Häuslein vor Weh auseinander.

Liebes Maidelein, wenn du dann
Willst allweil die Englein um dich han,
So mußt du's nur mit den Blümlein halten,
So wer'n auch die Englein um dich walten.

Stell' eine Blume vor das Fenster dein,
So läßt sie dir keinen bösen Gedanken herein;
Stecke vor deine Brust einen Blumenstrauß,
So gehst du allweg mit einem Engelein aus.

Begieße frühmorgens ein Lilienreis,
So bleibst du den ganzen Tag lilienweiß;
Stell' nachts an dein Bett eine Rose zur Hut,
So wiegt dich ein Engel auf Rosen gut.

Kein arg Träumen kann dich schrecken,
Denn ein Engelein wird dich decken;
Und welche Träum' es zu dir läßt ein,
Das müssen gute Träume sein.

Wenn du dann in solcher Hut
Wirst träumen von meiner Liebesglut,
So denke, daß sie ist treu und rein,
Sonst ließ sie das Englein nicht zu dir ein.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Rufe mich! [sung text not yet checked]

Sprich, wo ist dein Myrthenkranz?
 . . . . . . . . . .

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4. Rosentage [sung text not yet checked]

Sonnig und traumhaft liegt die Welt
 . . . . . . . . . .

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5. Wunsch und Entsagung [sung text not yet checked]

Wenn ich die Blümlein schau',
Wünsch' ich mir eine Frau;
     Selten blüht eins allein,
     Muß bei dem andern seyn.
Blum' in der Au
Hat eine Frau.

Wenn ich die Vöglein schau',
Wünsch' ich mir eine Frau;
     Schnäbeln herzinniglich
     Auf jedem Bäumchen sich.
Vöglein im [Blau]1 
Hat eine Frau.

Wenn ich die Fischlein schau',
Wünsch' ich mir eine Frau;
     Schwimmen im Silberbach
     Eines dem andern nach.
Fischelein grau
Hat eine Frau.

Rundum wohin ich schau'
Überall Mann und Frau,
     Theilen so Schmerz als Lust,
     Sich ihres Ziels bewußt,
Wird mir wohl flau,
Möcht' eine Frau.

Wenn ich die Frauen schau',
Wünsch' ich mir keine Frau;
     [Tragen nicht Freuden ein]2, 
     Könnten ganz anders seyn.
Geh' nicht zur Trau',
Mag keine Frau! 

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Wens en afwijzing", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

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1 Weber: "Bau"
2 Weber: "Gleichen nicht Blümelein"

Researcher for this text: Harry Joelson