Acht Lieder mit Begleitung des Pianoforte und der Guitarre

Song Cycle by Carl Moltke (1783 - 1831)

Word count: 0

?. Lied, im Gebirge zu singen [sung text not yet checked]

Ich wandle auf der Erde fort
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

1. Elisens Abschied [sung text not yet checked]

Noch einmal, Robert, eh' wir scheiden
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

2. Da droben auf jenem Berge [sung text not yet checked]

Da droben auf jenem Berge,
Da steht ein altes Schloß,
Wo hinter Toren und Türen
Sonst lauerten Ritter und Roß.

Verbrannt sind Türen und Tore,
Und überall ist es so still;
Das alte verfallne Gemäuer
Durchklettr ich, wie ich nur will.

Hierneben lag ein Keller,
So voll von köstlichem Wein;
Nun steiget nicht mehr mit Krügen
Die Kellnerin heiter hinein.

Sie setzt den Gästen im Saale
Nicht mehr die Becher umher,
Sie füllt zum Heiligen Mahle
Dem Pfaffen das Fläschchen nicht mehr.

Sie reicht dem lüsternen Knappen
Nicht mehr auf dem Gange den Trank,
Und nimmt für flüchtige Gabe
Nicht mehr den flüchtigen Dank.

Denn alle Balken und Decken,
Sie sind schon lange verbrannt,
Und Trepp und Gang und Kapelle
In Schutt und Trümmer verwandt.

Doch als mit Zither und Flasche
Nach diesen felsigen Höhn
Ich an dem heitersten Tage
Mein Liebchen steigen gesehn,

Da drängte sich frohes Behagen
Hervor aus verödeter Ruh,
Da gings wie in alten Tagen
Recht feierlich wieder zu.

Als wären für stattliche Gäste
Die weitesten Räume bereit,
Als käm ein Pärchen gegangen
Aus jener tüchtigen Zeit.

Als stünd in seiner Kapelle
Der würdige Pfaffe schon da
Und fragte: Wollt ihr einander?
Wir aber lächelten: Ja!

Und tief bewegten Gesänge
Des Herzens innigsten Grund,
Es zeugte, statt der Menge,
Der Echo schallender Mund.

Und als sich gegen Abend
Im stillen alles verlor,
Da blickte die glühende Sonne
Zum schroffen Gipfel empor.

Und Knapp und Kellnerin glänzen
Als Herren weit und breit;
Sie nimmt sich zum Kredenzen
Und er zum Danke sich Zeit.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le château de la montagne", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Die Liebe [sung text not yet checked]

Ich liebe dich, so lang ich leben werde,
So lang dies Herz nach fühlt und schlägt!
Ich liebe dich, bis fern einst von der Erde,
Die Lieb’ uns bess're Früchte trägt.
 
Du liebest mich! gern [laß]1 ich Rang und Ehre
Um einen süßen Kuß von dir;
Du liebest mich! wenn Alles ich entbehre,
Gibt deine Liebe Alles mir.
 
Wie oft wär ich dem Druck schon unterlegen, 
Der vielen Erdenleiden hier? 
Doch um ganz paradiesisch hier zu leben, 
So gab dich denn die Vorsicht mir.

Und kann ich mir zu meinem Glück erflehen
Gesundheit und Zufriedenheit,
Dann wollen wir einst froh hinüber gehen,
Wohin uns unser Schöpfer leit't. 

Wir lieben uns! mag unser Leben schwinden,
Die Liebe hüllt das Grab nicht ein;
Wir lieben uns und werden dort uns finden,
Und ewig uns der Liebe freu'n.

Authorship

See other settings of this text.

View original text (without footnotes)

Confirmed with Venus, Amor und Hymen, oder: Der Tempel der Liebe: Eine Anthologie der herrlichsten Dichtungen über Liebe und eheliches Glück, ed. by P. Köster, Quedlinburg und Leipzig, Verlag von Gottfr. Basse, 1830, pages 169-170.

1 Diabelli: "tausch’ "

Researcher for this text: Rosa Lamoreaux

5. Der Fischer [sung text not yet checked]

Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll,
Ein Fischer saß daran,
Sah nach dem Angel ruhevoll,
Kühl bis ans Herz hinan.
Und wie er sitzt und wie er lauscht,
Theilt sich die Fluth empor;
Aus dem bewegten Wasser rauscht
Ein feuchtes Weib hervor.

[Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm]1:
Was lockst du meine Brut
Mit Menschenwitz und Menschenlist
Hinauf in [Todesgluth]2?
Ach wüßtest du, wie's Fischlein ist
So wohlig auf dem Grund,
Du [stiegst]3 herunter wie du bist
Und würdest erst gesund.

Labt sich die liebe Sonne nicht,
Der Mond sich nicht im Meer?
Kehrt wellenathmend ihr Gesicht
Nicht doppelt schöner her?
Lockt dich der tiefe Himmel nicht,
Das [feuchtverklärte]4 Blau?
Lockt dich dein eigen Angesicht
Nicht her in [ew'gen]5 Thau?

Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll,
Netzt' ihm den nackten Fuß;
Sein Herz wuchs ihm so [sehnsuchtsvoll]6
Wie bei der Liebsten Gruß.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;
Da war's um ihn geschehn:
Halb zog sie ihn, halb sank er hin,
Und ward nicht mehr gesehn.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "El pescador", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • CZE Czech (Čeština) (Karel Dostál-Lutinov) , "Rybář", first published 1917
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De visser", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The fisherman", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le pêcheur", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , "Ο ψαράς", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Il pescatore", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • TUR Turkish (Türkçe) (Gül Sabar) , "Balıkçı", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 185-186; and with Johann Gottfried Herder's Volkslieder. Nebst untermischten andern Stücken. Zweyter Theil. Leipzig, in der Weygandschen Buchhandlung, 1779, pages 3-4.

First published in Volks- und andere Lieder, mit Begleitung des Forte piano, In Musik gesetzt von Siegmund Freyherrn von Seckendorff. Weimar, bey Karl Ludolf Hoffmann. 1779, pages 4-5.

Note: The title in Herder's "Volkslieder" is "Das Lied vom Fischer".

1 First editions (Seckendorff, Herder): "Sie sang zu ihm und sprach zu ihm"; Vesque von Püttlingen: "Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm"
2 First editions (Seckendorff, Herder): "Todes Glut"
3 First editions (Seckendorff, Herder): "kämst"
4 First editions (Seckendorff, Herder): "feucht verklärte"
5 Seckendorff: "ewgem"
6 First editions (Seckendorff, Herder): "sehnensvoll"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

6. Verlornes Glück [sung text not yet checked]

Von Nacht und öder Einsamkeit umgeben,
Führt mich an ihrer mütterlichen Hand
Mit bangem Schmerz und leiser Widerstreben
Die Hoffnung oft in der Erinn'rung Land. 

Da nur allein wohnt meines Lebens Wonne.
Die Gegenwart reicht keine Blüten mehr  -- 
Und untergehend senkte sich die Sonne
Hin in der Schwermuth düstres Nebelmeer. 

Zwar  --  "schön're Tage werden dir beginnen," 
So flüstert mir die sanfte Führerin,
Sieht lächelnd meine heißen Thränen rinnen, 
Und deutet auf der Zukunft Ferne hin. 

"Jetzt seufzt die Quelle  --  Weh ertönt im Winde,
Der in des Haines hohen Wipfeln bebt; 
Mit Klagetönen rauschet dir die Linde,
Von Trauerschleiern ist der Mond umwebt. 

"Doch fasse Muth  --  mild wie Aurora's Schimmer
Naht sich dir einst das hold erneute Glück. 
Bis dahin wende deine Blicke immer
Zur schöneren Vergangenheit zurück." 

Wohl such' ich Trost im schmerzlichen Betrachten
Des holden Bildes der vergang'nen Zeit. 
Doch Ahnungen, die meinen Sinn umnachten,
Weißagen mir, daß sie sich nie erneut.

Authorship

Confirmed with Taschenbuch zum geselligen Vergnügen auf das Jahr 1812, zwei und zwanzigster Jahrgang, Leipzig: Johann Friedrich Gleditsch, 1812, pages 90 - 91.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

7. Freundschaft [sung text not yet checked]

Wahre Freundschaft, treue Liebe
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

Note: catalog gives author only as "Bertrand".

8. Der Abend an Elisen [sung text not yet checked]

Mit der Abendwolke eilet
Meine Seele hin zu dir,
Findet einsam dich, und theilet
Sorgsam jeden Gram mit dir. 

Wie der Thau aus Wolken, quillet
Deine Thräne still hervor;
Und dein helles Auge hüllet
Sich in dunkeln Trauerflor. 

Denn der Sonnenschein des Lebens
Schwand auf ewig unserm Blick; 
Ach, das Auge sehnt vergebens
Ihn vom Abendroth zurück!

Die ihr ehmals uns verbandet,
Stunden erster Zärtlichkeit!
Schnell, mit jeder Spur, verschwandet
Ihr ins Meer der Ewigkeit.  

Ach, Elise, schöner kehret
Bald zurück der Sonne Pracht;
Aber ewig, ewig währet
Unsrer Trennung banger Nacht! 

Freuden sahen wir entspriessen,
Die uns fromme Liebe gab;
Aber, eh sie reisten, riessen
Menschen, neidisch, sie herab.

Und du weinest!  Und mein Herzen
Ist auf dieser Trost versagt,
Daß, gestimmt zu gleichen Schmerzen,
Es in deine Jammer klagt!

Authorship

Confirmed with Johann Martin Millers Gedichte, Ulm: Johann Konrad Wohler, 1783, pages 245 - 247.


Researcher for this text: Melanie Trumbull