Japanischer Frühling

Song Cycle by Ludvig Irgens-Jensen (1894 - 1969)

Word count: 285

1. Heute! [sung text not yet checked]

Bald wird der Sturmwind durch die Fluren heulen 
Und Laub und Früchte von den Bäumen schütteln 
Und Blüten knicken, wo er immer weht. 
Drum, willst du Blüten pflücken, -- tu es heute! 
Vielleicht, vielleicht ists morgen schon zu spät.

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2. Der Blütenzweig [sung text not yet checked]

Nimm diesen Blütenzweig! In jedem Blatte 
Der zarten Blüten schlummert hundertfach 
Ein Liebeswort aus unruhvoller Brust.
O weise meine Liebe nicht zurück!

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3. Die Weide im Wind [sung text not yet checked]

Die Sommerweide
Zeigt ihren schlanken Stamm,
Wenn der wehende Wind
Durch ihre feinen Zweige fährt.
 
Deine schlanken Füsse, meine Weide,
Sah ich heute,
Da der verliebte Wind
Kosend durch deine Kleider fuhr.

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4. An einen Freund [sung text not yet checked]

Du kommst nur, um die Blumen blühn zu sehen
Bei meinem Hause. Sind sie erst verwelkt,
So weiss ich wohl, dass ich mich Tag für Tag
Umsonst nach deinem Kommen sehnen werde.

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5. Der Liebeslaut [sung text not yet checked]

Da traf ein Laut, ein zarter Liebeslaut, 
Der aus dem ersten Stockwerk kam, mein Ohr:
Und das war süss und lieblich wie das Säuseln 
Der Frühlingsblumen, die um Mitternacht 
Am More-Flusse ihren Duft verstreun.

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6. Betrachtung [sung text not yet checked]

Wenn stets der Kirschenbaum so wundervoll
Wie jetzt auf allen Höhen blühen würde,
Wir liebten seine schneeige Schönheit dann
Nicht so wie jetzt, da nur den Lenz sie ziert.

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7. Leichtes Spiel [sung text not yet checked]

Nichts leichter, als ein Mädchenherz 
Beim milden Duft der Pflaumenblüten 
Bis in die Tiefen zu betören 
Durch Liebessang und Flötenspiel!

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8. Einsam [sung text not yet checked]

Trostlos, allein zu schlafen diese Nacht,
Die endlos lang ist, wie der lange Schweif 
Des Goldfasanen, dessen helle Stimme 
Ich von dem Berg herüberklingen höre.

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Confirmed with Hans Bethge, Japanischer Frühling. Nachdichtungen japanischer Lyrik, Leipzig, Insel Verlag, 1920, page 11.


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9. Dauer im Wechsel [sung text not yet checked]

Der Kirschbaum stand in Blüten. Schwarz und jung 
Fiel mir das Haar vom [Haupt]1, indes ich tanzte.
Der Kirschbaum stand in Blüten. Frisch und jung 
Erglänzten sie, -- mein Haar war grau geworden.
Heut wieder blüht der Kirschbaum. Himmlisch jung 
Wie immer lächeln seine Blüten nieder, --
Mein Haar ward weiss, ich stehe sinnend da.

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1 Immisch: "Haupte"

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