by Oscar von Redwitz-Schmölz (1823 - 1891)

Reiterlied
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG FRE
Der Wald ist schwarz, die Luft ist klar, 
  Im Frühlicht glüht das Thal. 
Der Morgenduft netzt Bart und Haar, 
  Die Perle rinnt am Stahl. 
    Mein Rößlein fromm, 
    Mein Rößlein komm, 
  Wir reiten, wir reiten!

Du Vater und du Mutter mein, 
  Du Freundschaft allzumal!
Ihr dürft um mich nicht traurig sein, 
  'S ist einmal meine Wahl. 
    [Ich geb' mein Gut,
    Ich geb' mein Blut,]1 
  Um's Reiten, um's Reiten.

Und reit' ich auch in frühen Tod,
  Ich bin ein Reitersmann!
Dem Alten thut die Stube Roth,
  Darin er siechen kann.
    Viel besser doch
    In's Sterben noch
  Zu reiten, zu reiten.

Bin gar ein stürmischer Gesell', 
  Der Reiter ist der Wind;
Und wo ein Röslein blüht zur Stell', 
  Da wird er warm und lind, 
    Küßt sein Gesicht, 
    Ob's will, ob nicht, 
  Im Reiten, im Reiten.

"Gehab' dich wohl, lieb Röselein,
  Hab' Dank für deinen Kuß ! 
Weil ich nun wieder Sturmwind sein, 
  Und Eichen fällen muß. 
    Mir läßt der Streit 
    Zur Lieb' nicht Zeit, 
  Muß reiten, muß reiten!"

J. Loewe sets stanzas 1-2, 4-5

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1 Loewe: lines exchanged

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Maggie Evans) , "Song of the rider", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant du cavalier", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website between May 1995 and September 2003.
Last modified: 2014-06-16 10:01:46
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