Die Höh'n und Wälder [schon]1 steigen Immer tiefer in's Abendgold; Ein Vöglein [frägt]2 in den Zweigen Ob es Liebchen grüssen sollt'? O Vöglein, du hast dich betrogen, Sie wohnet nicht mehr im Tal, Schwing' [auf dich]3 zum Himmelsbogen, Grüss' sie droben zum letztenmal.
8 Lieder für tiefe Stimme mit Pianoforte , opus 10
by Otto Tiehsen (1817 - 1849)
1. Die Höh'n und Wälder  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Gute Nacht", appears in Gedichte, in 5. Totenopfer
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Bona nit", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Garrett Medlock) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Bonne nuit", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
1 omitted by Zemlinsky.
2 Franz: "fragt" (typo?)
3 Randhartinger: "dich auf"
2. Ich habe meinen Freund verloren
Ich habe meinen Freund verloren
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3. Ich hab' mein Ross verloren  [sung text not yet checked]
Ich [habe]1 mein Roß verloren, Mein apfelgraues Roß. Es war so treu im Leben, Kein treueres [wird]2 es geben Im ganzen Zug und Troß. Und als es wollte sterben, Da blickt' es mich noch an, Als spräch's mit seinen Mienen: Kann dir nicht weiter dienen, Ade mein Reitersmann! Und als es war gestorben Da grub ich's ehrlich ein; Wohl unter grünen Matten In eines [Lindbaums]3 Schatten, Das soll sein Denkmal sein! Du sitzen die kleinen Vögel Und halten [das]4 Todtenamt. Ihr braucht nicht erst zu lesen, Wie treu mein Roß gewesen -- Sie singen's insgesamt.
Text Authorship:
- by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Das treue Roß"
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View original text (without footnotes)Confirmed with Dr. Heinrich Gerstenberg (Hrsg.), Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke, 3. Bd.: Lyrische Gedichte, Berlin, 1891.
1 Lenz: "hab'"2 Lenz: "konnt'"
3 Lachner: "Lindenbaumes"; Lenz: "Lindbaums"
4 Lenz: "ihr"
4. Ich wandre durch die stille Nacht  [sung text not yet checked]
Ich [wandre]1 durch die stille Nacht, Da schleicht der Mond so heimlich sacht Oft aus der [dunklen]2 Wolkenhülle, Und hin und her im Tal, Erwacht die Nachtigall [Dann]3 wieder alles grau und stille. O wunderbarer Nachtgesang, Von fern im Land der Ströme Gang, Leis Schauern in den [dunklen]4 Bäumen -- [Wirr'st]5 die Gedanken mir, Mein [irres]6 Singen hier Ist wie ein Rufen [nur aus]7 Träumen.
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Nachts", appears in Gedichte, in 1. Wanderlieder
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Manuel Capdevila i Font) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2023, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emily Ezust) , "I wander through the quiet night", copyright ©
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Je me promenais par une nuit silencieuse", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
- ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Di notte", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Joseph von Eichendorff, Sämtliche Gedichte und Versepen, Frankfurt am Main und Leipzig: Insel Verlag, 2001, page 264.
Note: First published in the appendices to the novellas Taugenichts and Marmorbild, 1826, in the cycle Nachtbilder (no. 1)
1 Curschmann, E. Taubert: "wandle"; further changes may exist not shown above for Taubert2 Hensel: "dunkeln"
3 Curschmann: "Nun"
4 Curschmann, Eckert, Franz, Hensel, Kletzki, Reger: "dunkeln"
5 Hensel: "Irrst"
6 Hensel: "wirres"
7 Kiel: "aus"
5. Es reitet des Nachts
Es reitet des Nachts
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6. Steh' ich in finstrer Mitternacht  [sung text not yet checked]
Steh ich in finstrer Mitternacht So einsam auf der [fernen]1 Wacht, So denk ich an mein fernes Lieb, Ob [mir's]2 auch treu und hold verblieb Als ich zur Fahne fort gemüßt, Hat sie so herzlich mich geküßt, Mit Bändern meinen Hut geschmückt Und weinend mich ans Herz gedrückt. Sie liebt mich noch, sie ist mir gut, Drum bin ich froh und wohlgemut. Mein Herz schlägt warm in kalter Nacht, Wenn es ans treue Lieb gedacht. Jetzt bei der Lampe mildem Schein Gehst du wohl in dein Kämmerlein, Und schickst dein [Nachtgebet]3 zum Herrn Auch für den Liebsten in der Fern. Doch wenn du traurig bist und weinst, mich von Gefahr umrungen meinst, Sei ruhig, bin in Gottes Hut, Er liebt ein treu Soldatenblut. Die Glocke schlägt, bald naht die Rund' und löst mich ab zu dieser Stund'. Schlaf wohl im stillen Kämmerlein und denk' in deinen Träumen mein.
Text Authorship:
- by Wilhelm Hauff (1802 - 1827), "Soldatenliebe"
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View original text (without footnotes)Confirmed with Wilhelm Hauffs sämtliche Werke in sechs Bänden, 1. Bd., Stuttgart und Berlin, s. a.
Note: see also the text used by Adorno for his song, "Steh ich in finstrer Mitternacht".
1 Bruné, Kalliwoda, Silcher: "stillen"2 Bruné, Kalliwoda, Silcher: "mir"
3 Bruné, Kalliwoda, Silcher: "Dankgebet"
7. Ihr Ufer und ihr Au'n
Ihr Ufer und ihr Au'n
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8. Es geht bei gedämpfter Trommel Klang  [sung text not yet checked]
Es geht bei gedämpfter Trommel Klang; Wie weit noch die Stätte! der Weg wie lang! O wär' er zur Ruh und alles vorbei! Ich glaub', es bricht mir das Herz entzwei! Ich hab' in der Welt nur ihn geliebt, Nur ihn, dem jetzt man den Tod doch gibt. Bei klingendem Spiele wird paradiert; Dazu bin auch ich kommandiert. Nun schaut er auf zum letzten Mal In Gottes Sonne [freudigen]1 Strahl, -- Nun binden sie ihm die Augen zu -- Dir schenke Gott die ewige Ruh'. Es haben [die]2 Neun wohl angelegt, Acht Kugeln haben vorbei gefegt; Sie [zitterten]3 Alle vor Jammer und Schmerz -- Ich aber, ich traf ihn mitten [in's]4 Herz.
Text Authorship:
- by Adelbert von Chamisso (1781 - 1838), "Der Soldat", appears in Lieder und lyrisch epische Gedichte, in Nach dem Dänischen von Andersen, no. 3
Based on:
- a text in Danish (Dansk) by Hans Christian Andersen (1805 - 1875), "Soldaten", written 1830, appears in Digte
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De soldaat", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emily Ezust) , "He walks to the sound of a muffled drum", copyright ©
Confirmed with Gedichte von Adelbert von Chamisso, Dritte Auflage, Stuttgart, Ch. Hausmann'sche Antiquariats-Buchhandlung, 1835, page 156. Note: in this edition, "paradiert" is spelled "paradirt" and "kommandiert" is spelled "kommandirt".
1 Marschner: "freud'gen"2 Schumann: "dann"
3 Furtwängler: "zittern" (? could need double-checking)
4 Schumann: "in das"