Nachts in der Kajüte : ein Liedercyclus von Heinrich

Song Cycle by Samuel de Lange (1840 - 1911)

Word count: 279

1. Das Meer hat seine Perlen [sung text not yet checked]

Das Meer hat seine Perlen,
Der Himmel hat seine Sterne,
Aber mein Herz, mein Herz,
Mein Herz hat seine Liebe.

Groß ist das Meer und der Himmel,
Doch größer ist mein Herz,
Und schöner als Perlen und Sterne
Leuchtet und strahlt meine Liebe.

Du kleines, junges Mädchen,
Komm an mein großes Herz;
Mein Herz und das Meer und der Himmel
Vergehn vor lauter Liebe.

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2. An die blaue Himmelsdecke [sung text not yet checked]

An die blaue Himmelsdecke,
Wo die schönen Sterne blinken,
Möcht' ich pressen meine Lippen,
Pressen wild und stürmisch weinen.

Jene Sterne sind die Augen
Meiner Liebsten; tausendfältig
Schimmern sie und grüßen freundlich
Aus der blauen Himmelsdecke.

Nach der blauen Himmelsdecke,
Nach den Augen der Geliebten,
Heb' ich andachtsvoll die Arme,
Und ich bitte und ich flehe:

Holde Augen, Gnadenlichter,
O beseligt meine Seele,
Laßt mich sterben und erwerben
Euch und euren ganzen Himmel!

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3. Aus den Himmelsaugen droben [sung text not yet checked]

Aus den Himmelsaugen droben
Fallen zitternd goldne Funken
Durch die Nacht, und meine Seele
Dehnt sich liebeweit und weiter.

O ihr Himmelsaugen droben!
Weint euch aus in meine Seele,
Daß von lichten Sternentränen
Überfließet meine Seele.

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4. An die bretterne Schiffswand [sung text not yet checked]

An die bretterne Schiffswand,
Wo mein träumendes Haupt liegt,
Branden die Wellen, die wilden Wellen;
Sie rauschen und murmeln
Mir heimlich ins Ohr:
"Betörter Geselle!
Dein Arm ist kurz, [und der Himmel ist weit]1
Und die Sterne [droben sind festgenagelt]2
Mit goldnen Nägeln -
Vergebliches Sehnen, vergebliches Seufzen,
Das beste wäre, du schliefest ein."

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1 Franz: "der Himmel so weit"
2 Franz: "da droben sind fest geschmiedet"

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5. Es träumte mir von einer weiten Heide [sung text not yet checked]

Es träumte mir von einer weiten Heide,
[Weit]1 überdeckt von stillem, weißem Schnee,
Und unterm weißen Schnee lag ich begraben
Und schlief den einsam kalten Todesschlaf.

Doch droben aus dem dunkeln Himmel schauten
Herunter auf mein Grab die Sternenaugen,
Die süßen Augen! und sie glänzten sieghaft
Und ruhig heiter, aber voller Liebe.

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1 Gretchaninov: "Die weit war"

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