Acht Notturnos

[incomplete]

Song Cycle by Vitězslav Augustín Rudolf Novák (1870 - 1949)

Word count: 568

1. Sterne im Wasser [sung text not yet checked]

Weiß im Mondlicht träumt der Hafen,
Ruderschlag in weiter Ferne,
Meine müden Segel schlafen,
Und im Wasser steh'n die Sterne,
Selig blinkend.
Langsam regen sich die Maste,
Stumm zum Meere zieh'n die Wellen;
Was ich liebte, was ich haßte,
Wandert von mir auf dem hellen,
Blanken Wasser.
Erst der Tod löst alle Qualen,
Erst der Tod bricht alle Riegel,
Deines Glückes Sterne strahlen
Spät zur Nacht erst auf dem Spiegel
Deiner Seele.

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Waldnacht [sung text not yet checked]

Wie uralt weht's, wie längst verklungen
In diesem tiefen Waldesgrün,
Ein Träumen voller Dämmerungen,
Ein dichtverschlungnes Wunderblühn!

Durch dieser Laubgewölbe Mitten,
Sprich, bist du schon auf irrer Bahn
Um Mitternacht dahingeschritten?
Dann hebt auch hier der Zauber an.

Des Wolfs durchschossne Augen funkeln,
Um schwarze Wipfel kreist der Weih,
Im Moor auf Felsen glüht im Dunkeln
Der Hirsche moderndes Geweih.

Vorüber jagt auf Flammenhufen
Erlkönig sein goldmähnig Roß;
Die Geige tönt, die Flöten rufen,
Er reitet auf sein Elfenschloß.

Authorship

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Notturno in G dur [sung text not yet checked]

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4. Totentänzchen [sung text not yet checked]

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5. Helle Nacht [sung text not yet checked]

Weich küßt die Zweige
der weiße Mond.
Ein Flüstern wohnt
im Laub, als neige,
als schweige sich der Hain zur Ruh:
Geliebte du --

Der Weiher [ruht]1, und
die Weide schimmert.
Ihr Schatten flimmert
in seiner Flut, und
der Wind weint in den Bäumen:
wir träumen -- [träumen]2 --

Die [Weiten]3 leuchten
Beruhigung.
Die Niederung
hebt bleich den feuchten
Schleier hin zum Himmelssaum:
o hin -- o Traum -- --

Authorship

Based on

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Nit clara", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Friedrich Karl Grimm) , "Bright night"
  • ENG English (Sharon Krebs) , "Bright night", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Nuit claire", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Richard Dehmel, Gesammelte Werke in drei Bänden, Zweiter Band, Berlin: S. Fischer Verlag, 1913, pages 30-31

1 Grimm: "ruft"
2 Grimm, Reger: "wir träumen"
3 Grimm: "Welten"

Research team for this text: Jeroen Scholten , Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Nachtreise [sung text not yet checked]

Ich reit' ins finstre Land hinein, 
Nicht Mond noch Sterne geben Schein, 
Die kalten Winde tosen. 
Oft hab' ich diesen Weg gemacht, 
Wann goldner Sonnenschein gelacht, 
Bei lauer Lüfte Kosen.

Ich reit' am finstern Garten hin, 
Die dürren Bäume sausen drin, 
Die welken Blätter fallen. 
Hier pflegt' ich in der Rosenzeit, 
Wann alles sich der Liebe weiht, 
Mit meinem Lieb zu wallen.

Erloschen ist der Sonne Strahl, 
Verwelkt die Rosen allzumal, 
Mein Lieb zu Grab' getragen. 
Ich reit' ins finstre Land hinein 
Im Wintersturm, ohn' allen Schein, 
Den Mantel umgeschlagen.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Voyage de nuit", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. Sommernacht [sung text not yet checked]

Wie deine Finger leis' die Tasten greifen!
Durchs Zimmer flüstern sanfte Melodien,
Das letzte Tageslicht will sacht entschweifen
Und Dämmer ihre grauen Schleier ziehn.

Ich lehne hinter dir auf deinem Stuhle,
Die schlanken Mädchenflechten in der Hand.
Du spieilst mein Lieblingslied vom Schluß in Thule,
Das klingt wie Geistergruß aus Geisterhand.

Wie schön, im blonden Mädchenhaar zu wühlen,
Verweht im Abendwind dein Märchenlied,
Wenn dir zu Häupten blasse Strahlen spielen,
Die letzten, die das Abendrot versprüht...

In blaue Nacht ist längst dein Lied verklungen,
Wir stehn am Fenster, wo der Ahorn blüht,
Und hören schweigend, Arm in Arm geschlungen,
Zwei Sprosser zwitschern ihr verliebtes Lied.

Die weite Nacht wird stumm bei ihrem Singen,
Der Brunnen weiß nicht, ob er weiterrrinnt,
Mit offenen Kelchen horchen die Syringen,
Und kaum zu atmen wagt der Sommerwind.

Authorship

Researcher for this text: Bertram Kottmann

8. Christkindleins Wiegenlied [sung text checked 1 time]

O Jesulein zart1, 
das Kripplein ist hart,
O Jesulein zart, 
wie liegst du so hart,
Ach schlaf, ach tu die Aügelein zu,
Schlaf, und gieb uns die ewige Ruh. 

Schlaf Jesulein wohl, 
nichts hindern soll
Ochs, Esel, und Schaf 
sind alle im Schlaf.
Der Seraphim singt und Cherubim klingt
viel Engel im Stall, sie wiegen dich all.

Seid stille ihr Wind, 
lasst schlafen das Kind!
[All Brausen sei fern, 
laßt ruhn euren Herrn!]2
Schlaf, Kind, und tu dein' Äuglein zu,
schlaf und gib uns die ewige Ruh!

Nichts mehr sich bewegt, kein Mäuslein sich regt,
zu schlafen beginnt das herzige Kind.
Schlaf denn und tu dein' Äuglein zu,
schlaf und gib uns die ewige Ruh!
Nichts mehr man dann singt, kein Stimmlein mehr klingt:
schlaf Jesulein zart, von göttlicher Art!

Authorship

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1 Humperdinck:, the second "O Jesulein zart" is moved to after the first.
2 Humperdinck:"Ihr Stürme, halt' ein, das Rauschen lasst sein!"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]