Lieder mit Belgleitung des Pianoforte

by August Harder (1775 - 1813)

Word count: 1861

1. Ergebung [sung text checked 1 time]

Mag immerhin der Strom entgleiten,
Der meines Lebens Kahn entführt,
Indes der [Bord]1 der Jugendzeiten
Sich mir in Fernungsduft verliert.

[Zwei Töchter]2 der Erfahrung stiegen
In meinen Kahn, und weichen nie:
Verklärten Schmerz in trüben Zügen,
Süßlächelnde Melancholie.

Die andre, die mit leisem Dämpfer
Der Seele Saiten reiner stimmt,
Ergebung, die geprüfte Kämpfer
In ihres Schilds Umschattung nimmt,

Wann jene tief in meine Laute
Nach rührenden Akkorden greift;
Ruft [die]3, der höhern Welt Vertraute:
Getrost, auch deine Palme reift!

Still seh' ich, wie zu seiner Mündung
Des Lebens Wellenspiel mich reißt.
Erhöht die Schwermut die Empfindung,
So hebt Ergebung meinen Geist.

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1 Harder: "Port"
2 Harder: "Zwo Schwestern"
3 Harder: "sie"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Abendgemählde [sung text checked 1 time]

Des Abends stille Feier,
Die Ruhe der Natur,
Umwebt mit düstrern Schleier
Die sanft gekühlte Flur;
Des Waldes Wipfel beben
Im letzten Sonnenstrahl,
Und dunkle Schatten schweben
Stets schwärzer in das Thal.
 
Der Schiffer strebt erschrocken
Auf leichtem Kahn daher,
Der Dörfer dumpfe Glocken
Verstummen rings umher,
Aus dichten Büschen schimmert
Des Landmanns fernes Licht,
Das weite Feld verflimmert
Gleich einem Traumgesicht.
 
Im Westen säumt den Aether
Romantisch helle Gluth,
Stets feuriger und röther
Entwallt die Strahlengluth;
Jezt steigt mit Königsmilde
Aus dem umglänzten Thor
Gleich einem Flammenschilde
Der volle Mond empor.
 
Jezt überschweift beflügelt
Das ganze Thal sein Blick,
Aus tausend Quellen spiegelt
Sein Antlitz sich zurück,
Wie ein Feuersäule
Ruht er dem Strom entlang,
Der Zauber seiner Pfeile
Dringt durch den Pappelgang.
 
Ein Silberflor unwebet
Den ernsten Eichenhain,
Auf seinem Haupte schwebet
Der holde Dämmerschein;
Des Flusses Weiden flimmern
Im kühlen Nebelduft
Und helle Funken schimmern
In der durchglühten Luft.
 
O Cidli, welche Fülle!
Wie ahnend und wie hehr!
Und welche Sabbathsstille
Auf diesem Schönheitsmeer!
Wie sanft die Nachtluft fächelt!
Wie froh mein Herze schwellt!
Denn seinem Blick entlächelt
Mir schöner noch die Welt.
 
Vom treuen Arm umschlungen
Durchwandern wir jezt stumm
Und in uns selbst gedrungen
Dies lichte Heiligthum.
Wie in Elysiens Gängen
Auf mildbeglänzten Höhn'
Bei heiligen Gesängen
Die frommen Mannen gehn.

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Die Liebe [sung text checked 1 time]

Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket;
[Wem]1 dein Gesicht
Voll Engellicht
Den Gruß des Friedens winket.

Ein süsser Blick,
Ein Wink, ein Nick,
Glänzt mir wie Frühlingssonnen;
Den ganzen Tag
Sinn' ich ihm nach,
Und schweb' in Himmelswonnen.

Dein holdes Bild
Führt mich so mild
An sanfter Blumenkette;
In meinem Arm
Erwacht es warm,
Und geht mit mir zu Bette.

Beglückt, beglückt,
Wer dich erblickt,
Und deinen Himmel trinket;
[Wem]1 dein Gesicht
Voll Engellicht
Den Gruß des Friedens winket.

[ ... ]

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De minnaar", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The lover", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Ludewig Heinrich Christoph Hölty. Besorgt durch seine Freunde Friederich Leopold Grafen zu Stolberg und Johann Heinrich Voß. Hamburg, bei Carl Ernst Bohn. 1783, pages 180-181.

This is the version of Hölty's poem heavily reworked by Voß. For the original version, see below.

1 Schubert (AGA): "Wenn"
2 Schubert: "Wem"

Research team for this text: Richard Morris , Peter Rastl [Guest Editor]

4. Bey der Wasserfahrt [sung text checked 1 time]

Wir ruhen, vom Wasser gewiegt,
Im Kreise vertraulich und enge;
Durch Eintracht wie Blumengehänge
Verknüpft und in Reihen gefügt;
Uns sondert von lästiger Menge
Die Flut, die den Nachen umschmiegt.

So gleiten, im Raume vereint,
Wir auf der Vergänglichkeit Wellen,
Wo Freunde sich innig gesellen
Zum Freunde, der redlich es meint!
Getrost, weil die dunkelsten Stellen
Ein Glanz aus der Höhe bescheint.

Ach, trüg' uns die fährliche Flut
Des Lebens so friedlich und leise!
O drohte nie Trennung dem Kreise,
Der, sorglos um Zukunft, hier ruht!
O nähm' uns am Ziele der Reise
Elysiums Busen in Hut!

Verhallen mag unser Gesang,
Wie Flötenhauch schwinden das Leben:
Mit Jubel und Seufzer verschweben
Des Daseins zerfließender Klang!
Der Geist wird verklärt sich erheben,
Wenn Lethe sein Fahrzeug verschlang.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Die Sterne [sung text not yet checked]

Wie wohl ist mir im Dunkeln!
Wie weht die laue Nacht!
Die Sterne Gottes funkeln
In feyerlicher Pracht!
Komm, [Ida]1, komm ins Freye,
Und laß in jene Bläue
Und laß zu jenen Höhn
Uns staunend aufwärts sehn.

Sieh, wie die Leyer schimmert!
Sieh, wie der Adler glüht!
Sieh, wie die Krone flimmert,
Und Gemma Funken sprüht!
Die hellen Wächter winken,
Die goldnen Wagen blinken,
Und stolz durchschwimmt der Schwan
Den blauen Ocean.

O Sterne Gottes, Zeugen
Und Boten beßrer Welt,
Ihr heißt den Aufruhr schweigen,
Der [unsern]2 Busen schwellt.
Ich seh' hinauf, ihr Hehren,
Zu euren lichten Sphären,
Und [Ahnung beßrer]3 Lust
Stillt die empörte Brust.

O Ida, wenn die Schwermuth
Dein sanftes Auge hüllt,
Wenn dir die Welt mit Wermuth
Den Lebensbecher füllt;
So geh hinaus im Dunkeln,
Und sieh die Sterne funkeln,
Und leiser wird dein Schmerz,
Und freyer schlägt dein Herz.

[Und wenn im öden Staube
Der irre Geist erkrankt;
Wenn tief in dir der Glaube
An Gott und Zukunft schwankt;]4
Schau auf zu jenen Fernen
Zu jenen ew'gen Sternen!
Schau auf und glaub an Gott,
Und segne Grab und Tod.

O Ida, wenn die Strenge
Des Schicksals einst uns trennt,
Und wenn das Weltgedränge
Nicht Blick noch Kuß [uns gönnt]5;
So schau hinauf ins Freye,
In jene weite Bläue!
In jenen lichten Höhn,
Dort, dort ist Wiedersehn!

Und wenn ich einst, o Theure,
Von allem Kampf und Krieg
Im stillen Grabe feyre,
So schau empor und sprich:
»In jenen hohen Fernen,
Auf jenen goldnen Sternen,
Dort, wo's am hellsten blitzt,
Wallt mein Verlorner itzt.« 

O Sterne Gottes, Boten
Und Bürger beßrer Welt,
Die ihr die Nacht der Todten
Zu milder Dämmrung hellt!
Umschimmert sanft die Stätte,
Wo ich aus stillem Bette
Und süßem Schlaf erwach
Zu Edens schönerm Tag!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Les estrelles", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De sterren", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Malcolm Wren) , "The stars", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Les étoiles", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with L.T.Kosegarten's Poesieen, Neueste Auflage, Zweyter Band, Berlin 1803, pages 6-9; and with Ludwig Theoboul Kosergarten's Poesieen. Zweiter Band. Leipzig bei Heinrich Gräff. 1798, pages 301-304. Kosegarten's poem is slightly different in later editions (see below).

First published (only stanzas 1-4 and 6) in Musen-Almanach für das Jahr 1796. Herausgegeben von Schiller. Neustrelitz, bei dem Hofbuchhändler Michaelis, pages 174-176.

1 Harder, Zumsteeg: "Mädchen"
2 Schiller's Musenalmanach, and Harder: "meinen"
3 Schiller's Musenalmanach: "Ahndung ewger"; Harder: "Ahnung ew'ger"
4 omitted by Harder.
5 Schiller's Musenalmanach, and Harder: "vergönnt"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

6. An die Einsamkeit [sung text checked 1 time]

Wie blinkt mir der Himmel
Im Grünen so hehr.
Der Städte Getümmel
Ist rauschend und leer.
Drum sei meiner Thränen
Vertraute die Flur,
Drum höre mein Sehnen
Die Einsamkeit nur.

Ihr liebt' ich, im Lenze
Des Lebens, im Hain
Schon Veilchen in Kränze
Zum Opfer zu reihn.
[Ihr späht' ich, beim Hauche
Der Mailuft, am Bach
Im Nachtigallstrauche
Wohl Stundenlang nach.]1

Ihr seufzt' ich, vom Spiele
Der Jünglinge fern,
Die Erstlingsgefühle
Der Liebe so gern!
Ihr war, beim Geflimmer
Der Sterne, mein Leid
Und jeglicher Schimmer
Der Freude geweiht.

Mir sei bis zum Grabe
Gefährtin und Braut
[Die]2, der ich als Knabe
Mein Innres vertraut.
[Nur sie hat die Zähren
Der Trennung gestillt,
Und himmlische Sphären
Voll Glanz mir enthüllt.]1

Sie meidet die Pfade,
Flieht Park und Alleen,
Und weilt am Gestade
Romantischer Seen,
[Wo Vögel nur schmettern,
Das Eichhorn nur lauscht,
Und etwa den Blättern
Ein Täubchen entrauscht.]1

[ ... ]

Am Sturz der Gewässer,
Im öden Gestein
Umwaldeter Schlösser
Und wüster Abtein,
[In Grotten und Klüften
Von Tannen umkränzt,
An Urnen und Grüften
Vom Vollmond beglänzt.]1

Der Welt zu vergessen,
Empfangt mich, ihr Höhn,
Wo dunkle Zipressen
Ein Grabmal umwehn;
Wo, tief zwischen Ranken
Der Wildniß versteckt,
Kein menschliches Wanken
[Den Träumenden]3 weckt.

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1 omitted by Harder.
2 Harder: "Sie"
3 Harder: "Mich einsamen"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

7. Bild des Geliebten [sung text checked 1 time]

Holdes Bild aus Rosenlicht gegossen,
Das auf meiner Wünsche Fläche schwimmt,
Das von Edens Purpurstrahl umflossen,
In den Wellen der Gefühle glimmt.
 
Mit der Liebe ew'gen Flammenzügen
Hast du tief dich in mein Herz gemalt;
Und dies arme Herz ach! muss erliegen,
Muss zergehn von deinem Glanz bestrahlt.
 
Muss des Sehnens Schmerzen in sich schliessen,
Muss verbergen seinen stummen Harm;
Nur verhüllt darf seine Thräne fliessen
In der Einsamkeit vertrauten Arm.
 
Ach, du süsses Bild, warum verschlangest
Du in meines Lebens Fasern dich?
O du himmlisches, warum durchdrangest
Du mit Paradieses Wonne mich?
 
Ach, aus meinem Herzen dich zu reissen,
Dies vermag ich Arme, Schwache nicht,
Immer, immer wird's in seinem heissen
Blute flammen, bis der Tod es bricht.

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

8. Mein Vögelchen und ich [sung text checked 1 time]

Mein Vögelchen und ich, wir singen um die Wette,
Mit Liebe zum Gesang beseligt sich und mich:
Die Sonne weckt uns auf, wir gehn mit ihr zu Bette,
Mein Vögelchen und ich.
 
Hanfkörner essen wir, und Gerstenbrod, und sorgen,
Ist unser Vorrath gleich nur allzukümmerlich,
An jedem Abend satt, nicht für den andern Morgen,
Mein Vögelchen und ich.
 
In stiller Einsamkeit sind wir vergnügt und lachen,
Tobt um uns her der Streit gleich noch so fürchterlich,
Wir fürchten keinen Feind, weil wir uns keinen machen,
Mein Vögelchen und ich.
 
In unserm Käfig wohnt bey uns die kleine Freude
Die grosse lassen wir nur dann und wann hinein,
Sie möchte, sorgen wir, sie möcht' in ihm dem Neide
Nur Gram und Aerger seyn.
 
Wir wollen mit Gesang uns keinen Ruhm erwerben,
Wir singen nur für uns, und jeder nur für sich,
Wir leben singend uns, und wollen singend sterben,
Mein Vögelchen und ich.
 
Das liebe Vögelchen, das ich im Hüttchen habe,
Das macht zum glücklichen und frohen Manne mich;
Wir ruhn, es ist bestellt, dereinst in Einem Grabe,
Mein Vögelchen und ich.

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9. Die Spinnerin [sung text checked 1 time]

Ich saß und spann vor meiner Thür;
Da kam ein junger Mann gegangen.
Sein braunes Auge lachte mir,
Und röther glühten seine Wangen.
Ich sah vom Rocken, auf und sann,
Und saß verschämt, und spann und spann.
 
Gar freundlich bot er guten Tag
Und trat mit holder Scheu mir näher.
Mir ward so angst; der Faden brach;
Das Herz im Busen schlug mir höher.
Betroffen [knüpft']1 ich wieder an
Und saß verschämt, und spann und spann.
 
Liebkosend drückt' er mir die Hand,
Und schwur, daß keine Hand ihr gleiche,
Die schönste nicht im ganzen Land',
An Schwanenweis' und Ründ' und Weiche.
Wie sehr dies Lob mein Herz gewann;
Ich saß verschämt, und spann und spann.
 
Auf meinen Stuhl er lehnt' den Arm
Und rühmte sehr das feine Fädchen,
Sein naher Mund, so roth und warm,
Wie zärtlich haucht' er: [Süßes]2 Mädchen!
Wie blickte mich sein Auge an!
Ich saß verschämt, und spann und spann.
 
Indeß an meiner Wange her
Sein [schönes]3 Angesicht sich bückte,
Begegnet' ihm von Ohngefähr
Mein Haupt, das sanft im Spinnen nickte;
Da küßte mich der schöne Mann.
Ich saß verschämt, und spann und spann.
 
Mit großem Ernst verwies ichs ihm;
Doch ward er kühner stets und freier,
Umarmte mich mit Ungestüm,
Und küßte mich so roth wie Feuer.
[O sagt mir, Schwestern, sagt mir]4 an:
Wars möglich, daß ich weiter spann?

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1 Harder: "dreht'"
2 Harder: "liebes"
3 Harder: "holdes"
4 Harder: "Sagt Schwestern, saget selber"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

10. Das Landmädchen [sung text checked 1 time]

  An meines Vaters Hügel,
Da steht ein schöner Baum:
Gern singt das Waldgeflügel
An meines Vaters Hügel,
Und singt mir manchen Traum.
 
  Man ruht auf weichem Rasen,
Von Zitterglanz erhellt;
Die Schaf' und Lämmer grasen;
Man ruht auf weichem Rasen,
Und überschaut das Feld.
  
  In [grüngewölbtem 1 Laube,
Die Sonne schien so warm!
Belauscht' ich meine Taube,
In [grüngewölbtem 1 Laube,
Und froher Würmchen Schwarm.
 
  Da kam er mit Erröthen
Durch hohes Gras daher;
Ich [hatt']2 ihn nicht gebeten:
Da kam er mit Erröthen,
Gewiß von Ohngefähr.
 
  Vertraulich sank er nieder
Zu mir auf weiches Gras.
Mir ward so eng das Mieder!
Vertraulich sank er nieder,
Und sprach, ich weiß nicht was.
 
  Er wäre gern geblieben;
Allein ich hieß ihn gehn.
[Mich däucht,] 3 er sprach von Lieben:
Er wäre gern geblieben,
Und schmeichelte so schön.
 
  Wie öd' ist mir seit gestern
Die Stell' im weichen Gras!
Erzählt was, liebe Schwestern!
Wie öd' ist mir seit gestern
Die Stelle, wo er saß!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The country girl", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Johann Heinrich Voss, Zweiter Band, Königsberg: bei Friederich Nicolovius, 1795, pages 131-133

1 Harder: "grüngewölbter"
2 Harder: "hab"
3 Harder: "Mir deucht"

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11. Aus den romantischen Dichtungen von L. Tiek [sic] [sung text checked 1 time]

Dicht von Felsen eingeschlossen
Wo die stillen Bächlein gehn, 
Wo die dunkeln Weiden sprossen --
Wünsch ich bald mein Grab zu sehn.
[Dort im kühlen abgelegnen Thal]1
Such ich Ruh für meines Herzens Quaal.

Hat sie dich ja doch verstossen
Und sie war so süß [und]2 schön,
Tausend Tränen sind geflossen
Und sie durfte [dich]3 verschmähn.
Suche Ruh für [deines]4 Herzens Quaal
Hier ein Grab im einsam grünen Thal.

Hoffend und ich [ward]5 verstossen
Bitten zeugten nur Verschmähn.
Dicht von Felsen eingeschlossen,
Wo die stillen Bächlein gehn,
Hier im stillen einsam grünen Thal
[Such zum Troste dir ein Grab zumal]6.

Authorship

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1 Harder: "Hier im kühlen abgelegnen Thal"; L. Reichardt: "Hier im stillen einsam grünen Thal"
2 L. Reichardt: "so"
3 Harder: "mich"
4 Harder: "meines"
5 Harder: "werd"
6 Harder: "Such ich Ruh für meines Herzens Quaal"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]