Zeven Heine-liederen

Song Cycle by Korstiaan Stougie (1908 - 1988)

Word count: 616

1. Wenn du [sung text not yet checked]

[ ... ]
Wenn du, zwischen Blumenbeeten Wandelnd in des Sommers Tagen, Einen Schmetterling zertreten - Hörst du mich nicht leise klagen? Wenn du eine Rose pflückest, Und mit kindischem Behagen Sie entblätterst und zerstückest - Hörst du mich nicht leise klagen? Wenn bei solchem Rosenbrechen Böse Dornen einmal wagen In die Finger dich zu stechen - Hörst du mich nicht leise klagen? Hörst du nicht die Klagetöne Selbst im Ton der eignen Kehle? In der Nacht seufz ich und stöhne Aus der Tiefe deiner Seele.

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2. Ein Reiter [sung text not yet checked]

Ein Reiter durch das Bergtal zieht,
Im traurig stillen Trab:
"Ach! zieh ich jetzt wohl in Liebchens Arm,
Oder zieh ich ins dunkle Grab?"
Die Bergstimm Antwort gab:
"Ins dunkle Grab!"

Und weiter reitet der Reitersmann,
Und seufzet schwer dazu:
"So zieh ich denn hin ins Grab so früh -
Wohlan, im Grab ist Ruh!"
Die Stimme sprach dazu:
"Im Grab ist Ruh!"

Dem Reitersmann eine Träne rollt
Von der [Wange]1 kummervoll:
"Und ist nur im Grab die Ruhe für mich -
So ist mir im Grabe wohl."
Die [Stimme]2 erwidert hohl:
"Im Grabe wohl!"

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (John Todhunter) , "Mountain voices", appears in Heine's Book of Songs, first published <<1907
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La voix de la montagne", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Lachner: "Wange bleich und"
2 Medtner: "Stimm' "

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3. Warum [sung text not yet checked]

Warum sind denn die Rosen so blaß?
O sprich mein Lieb warum?
Warum sind denn im grünen Gras
Die blauen Veilchen so stumm?

Warum singt denn mit so kläglichem Laut,
Die Lerche in der Luft?
Warum steigt denn aus dem Balsamkraut
Verwelkter Blütenduft?

Warum scheint denn die Sonn' auf die Au,
So kalt und verdrießlich herab?
Warum ist denn die Erde so grau,
Und öde wie ein Grab?

Warum bin ich selbst so krank und so trüb?
Mein liebes Liebchen sprich
O sprich mein herzallerliebstes Lieb,
Warum verließest du mich?

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Perquè són les roses tan pàl·lides", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Why are the roses so pale?", copyright ©
  • ENG English (John Todhunter) , appears in Heine's Book of Songs, first published 1907
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 23, first published 1827
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Pourquoi les roses sont-elles si pâles?", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Axel Bergstedt) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 129.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

4. Mein süßes Lieb [sung text not yet checked]

Mein süßes Lieb, wenn du im Grab,
Im dunkeln Grab wirst liegen,
Dann will ich steigen zu dir hinab,
Und will mich an dich schmiegen.

Ich küsse, [umschlinge und]1  presse dich wild,
Du Stille, du Kalte, du Bleiche!
Ich jauchze, ich zittre, ich weine mild,
Ich werde selber zur Leiche.

Die Toten stehn auf, die Mitternacht ruft,
Sie tanzen im luftigen Schwarme;
Wir beide bleiben in der Gruft,
Ich liege in deinem Arme.

Die Toten stehn auf, der Tag des Gerichts
Ruft sie zu Qual und Vergnügen;
Wir beide bekümmern uns um nichts,
Und bleiben umschlungen liegen.

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 136.

1 Hetsch: "umschlinge, ich"

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5. Schöne, helle, goldne Sterne [sung text not yet checked]

Schöne, helle, goldne Sterne,
Grüßt die Liebste in der Ferne,
Sagt, daß ich noch immer sei 
Herzekrank und bleich und treu.

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6. Traumbilder [sung text not yet checked]

Mir [träumte]1 von einem Königskind,
Mit nassen, blassen Wangen;
Wir sassen unter der grünen Lind'
Und hielten uns liebeumfangen.

"Ich will nicht deines Vaters Thron,
Ich will nicht sein Scepter [von]2 Golde,
Ich will nicht seine demantene Kron',
Ich will dich selber, du Holde!"

Das kann nicht sein, sprach sie zu mir,
ich liege ja im Grabe,
und nur des Nachts komm' ich zu dir,
weil ich so lieb dich habe.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "He somiat en la filla d'un rei", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , copyright © 2019
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 41, first published 1827
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Ho sognato una figlia di re", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 146. Note: modern German would spell "Scepter" as "Zepter" (line 2-2).

1 Kern: "träumte einst"; further changes may exist not shown above.
2 Weiss: "aus"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

6. Traumbilder [sung text not yet checked]

Mir träumte einst von wildem Liebesglühn,
Von hübschen Locken, Myrten und Resede,
Von süßen Lippen und von bittrer Rede,
Von düstrer Lieder düstern Melodien.

Verblichen und verweht sind längst die Träume,
Verweht ist gar mein liebstes Traumgebild!
Geblieben ist mir nur, was glutenwild
Ich einst gegossen hab in weiche Reime.

Du bliebst, verwaistes Lied! Verweh jetzt auch,
Und such das Traumbild, das mir längst entschwunden,
Und grüß es mir, wenn du es aufgefunden --
Dem luft'gen Schatten send ich luft'gen Hauch.

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7. Mädchen mit dem roten Mündchen [sung text not yet checked]

Mädchen mit dem roten Mündchen,
mit den Äuglein süß und klar,
Du mein liebes, kleines Mädchen,
deiner denk' ich immerdar.

Lang ist heut der Winterabend,
und ich möchte bei dir sein,
[bei dir sitzen, mit dir schwatzen]1,
im vertrauten Kämmerlein.

An die Lippen [wollt']2 ich pressen
deine [kleine]3 weiße Hand,
und mit Tränen sie benetzen,
deine [kleine, weiße]4 Hand.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "Maiden with the red little mouth", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Fanciulla dalla boccuccia rossa", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Gerardo Garciacano Hinojosa) (Simone von Büren) , "Niña de la boquita roja", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Dresel: "mit dir schwatzen, mit dir kosen"
2 Dresel: "möcht"
3 Dresel: "liebe"
4 Dresel: "weiße, liebe"

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