Sieben Lieder von Thomas Moore

Song Cycle by Adolf Jensen (1837 - 1879)

Word count: 0

1. Friede den Schlümmern! [sung text not yet checked]

Friede den Schlummerern!
Sie liegen auf der blut'gen Flur,
Sarglos und ohne Leinen!
Der Morgentau, der Regen nur
Sind es, die auf sie weinen.

Weh', all ihr Mut umsonst!
Wo sich erhob der Eiche Kraft,
Da liegen ihre Trümmer!
Doch Herzen, einmal uns entrafft,
Sie schieden, ach, für immer!

Fluch euch, Eroberer!
Wir wollen liegen kalt, wie sie,
Die schnöd' ihr uns entrisset,
Eh' unser Herz der Rache, die
Sie uns vermacht, vergisset!

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Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

1. Leicht sei dein Traum [sung text not yet checked]

Licht sei dein Traum - mag all dein Weinen
Im Schlaf als Lächeln dir erscheinen!
Die dir nahmen Tod und Zeit,
Die Geliebten und die Frommen,
Mögen alle lächelnd heut'
Im Traume zu dir kommen!

Da mag das Kind, das all' dein Beten
Nicht retten konnte, vor dich treten;
Noch als lebt' es - schön und froh!
Ganz dasselbe, frei von Sünden;
Oder, wenn verändert, so,
Wie du es bei Gott wirst finden! 

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Es kommt eine Zeit, eine trübe Zeit [sung text not yet checked]

Es kommt eine Zeit, eine trübe Zeit
Für ihn, der manchen Tag
Geschwelgt in der Jugend Süßigkeit,
Der alle Blumen brach.
Wenn sein Herz zuerst entsagen muß
Seinen Träumen, bunt und hoch,
Dann wäre jäher Tod Genuß,
Denn was bringt das Leben noch?
Es kommt eine Zeit, eine trübe Zeit
Für ihn, der manchen Tag
Geschwelgt in der Jugend Süßigkeit,
Der alle Blumen brach!

Sinkt die Sonn' in Afrika, dann bricht
Plötzlich die Nacht herein;
So müßte, stirbt der Liebe Licht,
Auch vollbracht das Leben sein;
Nicht, ein nord'scher Tag, durch die Dämm'rung trüb
Fortglimmen und verziehn,
Ein Feuer, von dem nur Asche blieb,
Ein Schimmern, doch kein Glühn!
Es kommt eine Zeit, eine trübe Zeit
Für ihn, der manchen Tag
Geschwelgt in der Jugend Süßigkeit,
Der alle Blumen brach!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Wenn durch die Piazzetta [sung text not yet checked]

Wenn durch die Piazetta
Die Abendluft weht,
[Dann]1 weißt du, Ninetta,
Wer wartend [hier]2 steht.
Du weißt, wer trotz Schleier
Und Maske dich kennt,
[Wie Amor die Venus
Am Nachtfirmament.]3

Ein Schifferkleid trag' ich
Zur selbigen Zeit,
Und zitternd dir sag' ich:
„Das Boot [liegt]4 bereit!
[O, komm’! jetzt, wo Lune’n]5
Noch Wolken umziehn,
Laß durch die Lagunen,
[Mein Leben,]6 uns fliehn!“

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Marta Garcia Cadena) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Shula Keller) , "When through the piazzetta", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant vénitien II", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Quando per la Piazzetta", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Ferdinand Freiligrath's sämmtliche Werke, Dritter Band, New-York: Verlag von Friedrich Gerhard, 1858, page 326.

1 Sommer: "So"
2 Sommer: "dort"
3 Fischhof, Mendelssohn: "Du weisst, wie die Sehnsucht / Im Herzen mir brennt." ; Sommer: "Du weisst, wie die Sehnsucht / Im Herzen hier brennt."
4 Fischhof, Mendelssohn, Sommer: "ist"
5 Schumann: "O komm, wo den Mond"
6 Fischhof, Mendelssohn, Sommer: "Geliebte"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Leis rudern hier, mein Gondolier [sung text not yet checked]

Leis' rudern hier, 
mein Gondolier! 
Die Flut vom Ruder sprühn so leise 
laß, daß sie uns nur 
vernimmt, zu der wir zieh'n!
O könnte, wie er schauen kann, 
der Himmel reden -- traun,
Er spräche vieles wohl von dem, 
was Nachts die Sterne schau'n!

Nun rasten hier, 
mein Gondolier! 
Ins Boot die Ruder! sacht!
[Auf]1 zum Balkone 
schwing' ich mich, 
doch du hältst unten Wacht,
O, wollten halb so eifrig 
nur dem Himmel wir uns weih'n,
Als schöner Weiber [Dienste]2 -- trau'n, 
wir könnten Engel sein!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Marta Garcia Cadena) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Venetiaans lied I: Zacht roeien hier", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant vénitien I", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
Note: in Freiligrath's published form, this is a poem of two stanzas with four lines each.
1 Schumann: "Sacht auf"
2 Schumann: "Diensten"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Die Bowle fort [sung text not yet checked]

Die Bowle fort! und schäume
Sie noch so glänzend heut'!
Sie bringt mir nichts als Träume
Von längst geschiedner Zeit!
Sie macht mein Auge trübe,
Sie macht mein Auge naß,
Sie zeigt mir tote Liebe,
Wie eines Zaubrers Glas!

Es läßt mich jeder Tropfen
Vor toten Freunden knien;
Begrabne Herzen klopfen,
Und bleiche Lippen glühn.
O, wenn mir so die Jahre,
Die waren, schmerzlich nahn,
Dann schaut mich ernst der klare
Kelch wie voll Tränen an!

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Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

6. Wie manchmal, wenn des Mondes Strahl [sung text not yet checked]

Wie manchmal, wenn des Mondes Strahl
Die Berge zitternd küßt ringsum,
Zu lauschen einer Flöt' im Thal,
Lehn' ich am Erker stumm!
"O komm, mein Lieb!" sagt leise flehend jeder Ton.
"O komm, mein Lieb! die Nacht ist bald entflohn!"
Nein, keiner Rede Krast,
Wie warm, wie feurig auch,
Malt glühend so die Leidenschaft,
Wie dieser Töne Hauch!

Dann -- wahrlich nicht von ungefähr! --
Ergreif' auch ich die Laute -- wohl
Ist Andern fremd ihr Klang, doch Er
Kennt ihre Sprache wohl!
"Ich komme, Lieb!" sagt leis verheißend jeder Ton;
"Ich komme! Dein, dein, bis die Nacht entflohn!"
O, schwach das mächt'ge Wort,
Und matt der Farben Licht
Bei dem, was zitternd mein Akkord
Alsdann ihm malt und spricht!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]