Neun [earlier, Fünf] Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

by Paul Frommer (1868 - 1914)

Word count: 741

1. Vergebliche Frage [sung text not yet checked]

Fragt umsonst, umsonst mich immer
 . . . . . . . . . .

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Authorship

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2. Sommerspiel [sung text not yet checked]

Ringelreie, Rosenkranz,
Rosenkranz,
Schwebet auf und nieder!
Lustig ist der Firlefanz,
Firlefanz,
Dreht euch hin und wieder!
Mädel streckt den Finger hin,
Knabe will ihn haschen,
Doch die schmucke Tänzerin
Zieht zurück den raschen.
Fängt er sie,
Hält er sie,
Darf ein Küßlein naschen.

Auf dem weiten Wiesenplan,
Wiesenplan,
Blühn der Blumen viele,
Mädchenhände wohlgethan,
Wohlgethan,
Pflücken sie zum Spiele.
Blättlein schmal und Blättlein dicht
Zupfen sie und zählen:
Liebst mich oder liebst mich nicht,
Denn ich möchte wählen?
Trifft es ein,
Bist du mein,
Mußt dich mir vermählen.

Plappermäulchen, Zippelzeh,
Zippelzeh,
Plaudern, lachen, wippen,
Zähne glänzen weiß wie Schnee,
Weiß wie Schnee,
Zwischen rothen Lippen.
Mädchen hast in Wang' und Kinn
Allerliebste Grübchen,
Komm, wir wechseln her und hin
Kämmerlein und Stübchen;
Aber jetzt
Ist's besetzt,
Schabe, schabe Rübchen!

Reifenwurf und Fangeball,
Fangeball,
Schwinget hoch im Bogen,
Also kommt dir Knall und Fall,
Knall und Fall,
Auch mein Herz geflogen.
Mußt es fangen und geschwind
Deines fliegen lassen,
Will es seitwärts wehn der Wind
Werd' ich's flink doch fassen.
Hast du meins,
Hab' ich deins,
Wird wohl grade passen.

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Game in summer", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Gretelein [sung text not yet checked]

Schau ich ein verstecktes Haus,
Wo sich Rosen schmiegen 
Um die Giebel, und sich drob 
Bäume lustig wiegen:
Möcht' ich wieder bei dir sein,
Gretelein! 

Zeigt sich mir ein Mädchen lieb,
Dessen Antlitz Freude,
Die um lichtes Lenzgewand
Kränzet Blumgeschmeide:
Möcht ich, wieder bei dir sein,
Gretelein! 

Hör' ich lachen frisch und hell,
Jauchzen auf der Haiden,
Singen durch das stille Feld:
Knab', ich will's nicht leiden --
Möcht ich wieder bei dir sein,
Gretelein! 

Authorship

Confirmed with Reminiscenzen: Gedichte von Godefroy, Leipzig, Verlag von H. Barsdorf, 1886, p. 25


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Ach, wer das doch könnte [sung text not yet checked]

Gemäht sind die [Felder]1, der Stoppelwind weht,
Hoch droben in Lüften mein Drache nun steht,
Die Rippen von Holze, der Leib von Papier,
Zwei Ohren, ein Schwänzlein sind all seine Zier;
      Und ich denk': so drauf liegen
      Im sonnigen Strahl,
      Ach, wer [doch das]2 könnte
      Nur ein einziges Mal!
 
Da guckt' ich dem Storch in das Sommernest dort:
Guten Morgen, Frau Storchen, geht die Reise bald fort?
Ich blickt' in die Häuser zum Schornstein hinein:
[Papachen, Mamachen]3, wie seid Ihr so klein!
      Tief unter mir säh' ich
      Fluß, Hügel und Thal --
      Ach, wer [doch das]2 könnte
      Nur ein einziges Mal!
 
Und droben, gehoben, auf schwindelnder Bahn,
Da faßt' ich die Wolken, die segelnden an;
Ich ließ' mich besuchen von Schwalben und Krähn,
Und könnte die Lerchen, die singenden sehn,
      Die Englein belauscht' ich
      Im himmlischen Saal --
      Ach, wer [doch das]2 könnte
      Nur ein einziges Mal!

Authorship

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  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , no title
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Victor Blüthgen, Leipzig: Verlag von Edwin Schloemp, 1880, pages 216-217

1 Saar: "Wiesen"; further changes may exist not shown above.
2 Berger, Schoeck: "das doch"
3 Berger, Schoeck: "O Vater und Mutter"

Research team for this text: Peter Donderwinkel , Sharon Krebs [Guest Editor]

5. Tanzlied [sung text checked 1 time]

Hab' verliebt mich, holdes Mädchen,
da ich dich beim Tanz geseh'n;
hielt'st ein Sträußchen in den Händchen,
wusstest lieblich dich zu dreh'n.
Wärst du, Kind, mein Weib, ich schwöre,
dass ich würd' zu allen Zeiten
freudig hin zu Sang und Spiele
und zu Tanze dich begleiten.
Trat zu dir und sprach ein Wörtchen,
dass ich lieb' nur dich allein,
dass ich wollt' mit tausend Freuden
dir mein ganzes Leben weih'n.
Ließest mich nicht lange fragen,
blicktest in die Augen mein;
leise deine Lippen bebten:
„Ich will dein auf ewig sein.“
Du holdes Kind, auf Wiederseh'n!

Authorship

Researcher for this text: Johann Winkler

6. Abschied [sung text not yet checked]

Wie schienen die [Sternlein]1 so hell, so hell
Herab von der Himmelshöh'!
Zwei Liebende standen auf der Schwell',
Ach, Hand in Hand: »Ade!«

Die Blümlein weinten auf Flur und Steg,
Sie fühlten der Liebenden Weh' --
Die standen traurig am Scheideweg,
Ach, Herz an Herz: »Ade!«

Die Lüfte durchrauschen die Waldesruh', --
Aus dem Tal und [von]2 der Höh'
[Wehn zwei]3 weiße Tücher einander zu:
»Ade! -- Ade -- Ade! --«

Authorship

Based on

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "How brightly, brightly the little stars shone", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Adieu", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Addio", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Frommer: "Sterne"; further changes may exist not shown above.
2 Franz: "aus"
3 Franz: "Da wehn"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. Ständchen [sung text not yet checked]

Der Mond ist schlafen gangen,
Die Sterne blinzeln blind,
Als ob sie müde sind
Von allem Funkeln und Prangen.

Und vor dem Fenster leise
Säuselt so lieb und lind
Ein frischer Frühlingswind;
Ich wünsch ihm gute Reise.

Und hörst du's sachte pochen:
"Gute Nacht, gute Nacht, mein Kind!"
Dich grüßt der Frühlingswind,
Er hat es mir versprochen.

Authorship

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  • ENG English (Garrett Medlock) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Alberto Pedrotti

8. Als die junge Rose blühte [sung text not yet checked]

Als die junge Rose blühte
Und die Nachtigall gesungen,
Hast du mich geherzt, geküsset,
Und mit Zärtlichkeit umschlungen.

Nun der Herbst die Ros entblättert
Und die Nachtigall vertrieben,
Bist du auch davon geflogen
Und ich bin allein geblieben.

Lang und kalt sind schon die Nächte -
Sag wie lange wirst du säumen?
Soll ich immer mich begnügen
Nur von altem Glück zu träumen?

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

9. Hüte dich [sung text not yet checked]

Nachtigall, hüte dich!
Singe nicht so lieblich!
Ach, dein allzuschönes Singen
Wird dich um die Freiheit bringen.
  Hüte dich!

Schöne Blume, hüte dich,
Blühe nicht zu glühend,
Dufte nicht so voll Entzücken!
Wer dich siehet, will dich pflücken,
  Hüte dich!

Schönes Mädchen, hüte dich!
Lächle nicht so gütig!
Deine Schönheit, deine Güte --
Denk' an Nachtigall und Blüte.
  [Hüte,]1
  Hüte dich!

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 omitted by Fried

Research team for this text: Sharon Krebs [Guest Editor] , Harry Joelson