Sechs Lieder des Mirza-Schaffy für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Ludwig Grünberger (1839 - 1896)

Word count: 0

1. Im Garten klagt die Nachtigall [sung text not yet checked]

Im Garten klagt die Nachtigall
Und [hängt]1 das feine Köpfchen nieder:
Was hilft's, daß ich so schöne Lieder
Und wundersüße Töne habe --
Solange ich [mein]2 grau Gefieder
Und nicht der Rose Schöne [habe]3!
 
Im Blumenbeet die Rose klagt:
Wie soll das Leben mir gefallen?
Was hilft's, daß vor den Blumen allen
Ich [Anmut, Duft und Schöne]4 habe --
Solang' ich nicht der Nachtigallen
Gesang und süße Töne [habe]3!
 
Mirza-Schaffy entschied den Streit.
Er sprach: Laßt [eure]5 Klagen beide,
Du Rose [mit dem duft'gen]6 Kleide,
Du Nachtigall mit [deinen Liedern]7:
Vereint zur Lust und Ohrenweide
Der Menschen euch in meinen Liedern!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "The nightingale laments in the garden", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Gall: "senkt"
2 Gall: "das"; Bronsart: "dies"
3 Gall: "hab'"
4 Gall: "Schöne, Duft und Anmuth"
5 Gall, Bronsart: "euer"
6 Gall: "in duft'gem"
7 Gall: "deinem Lied"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Nicht mit den Engeln, im blauen Himmelszelt [sung text not yet checked]

Nicht mit [Engeln im]1 blauem Himmelszelt,
Nicht mit Rosen [auf]2 duftigem Blumenfeld,
Selbst mit [dem ewigen Sonnenlicht]3,
[Vergleiche]4 ich Zuleikha, mein Mädchen nicht!

Denn der Engel Busen ist [liebesleer]5,
Unter Rosen drohen die Dornen her,
Und die Sonne verhüllt des Nachts ihr Licht,
Sie alle gleichen Zuleikha nicht.

Nichts finden, so weit das Weltall reicht,
Die Blicke, was meiner Zuleikha gleicht!
Schön, dornlos, voll ewigem Liebes-Schein!
Kann sie mit sich selbst nur verglichen sein!

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  • ENG English [singable] (Constance Bache) (William Stigand, né Stigant) , "Not e'en Angels"
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 Grünberger: "den Engeln, im"; further changes may exist not shown above.
2 Rubinstein: "im"
3 Bronsart, Mandyczewski: "der ewigen Sonne Licht"
4 Bronsart, Mandyczewski: "Vergleich' "
5 Bronsart, Mandyczewski, Rubinstein: "liebeleer"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Neig', schöne Knospe, dich zu mir [sung text not yet checked]

Neig' [schöne]1 Knospe, dich zu mir,
Und was ich bitte das tu' mir!
Ich will dich [pflegen und]2 halten;
[Du sollst bei mir erwarmen
Und sollst in meinen Armen
Zur]3 Blume dich entfalten.

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  • ENG English [singable] (Constance Bache) , "Bend, opening blossom"
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 Quilter: "schön' "
2 M. Hauptmann: "pflegen, will dich"
3 M. Hauptmann: "Bei mir sollst du erwarmen, in meinen Armen;/ Bei mir sollst du zur"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Es hat die Rose sich beklagt [sung text not yet checked]

Es hat die Rose sich beklagt,
Daß gar zu schnell der Duft [vergehe]1
Den ihr den Lenz gegeben habe.
Da hab' ich ihr zum Trost gesagt,
Daß er durch meine Lieder wehe,
Und [dort]2 ein ew'ges Leben habe.

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  • ENG English [singable] (Constance Bache) (William Stigand, né Stigant) , "The rose"
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 Urspruch: "verwehe"
2 Mandyczewski: "drin"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Gott hiess die Sonne glühen [sung text not yet checked]

Gott hieß die Sonne glühen
Und leuchten durch alle Welt,
Er hieß die Rosen blühen
Auf duftigem Blumenfeld.

Er hieß die Berge sich türmen
Und über die Lande erheben,
Ließ Winde wehen und stürmen,
Schuf vielgestaltiges Leben.

Er gab den Vögeln Gefieder,
Dem Meere sein ewiges Rauschen,
Mir gab er sinnige Lieder,
Euch Ohren, ihnen zu lauschen!

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6. Was ist der Wuchs der Pinie [sung text not yet checked]

Was ist der Wuchs der Pinie,
Das Auge der Gazelle,
Wohl gegen deinen schlanken Wuchs
und deines Auges Helle?
Was ist der Duft, den Schiras' Flur uns
herhaucht mit den Winden,
Verglichen mit der Düfte Hauch, die
deinem Mund entschwinden?
Was sind die süßen Lieder all, die uns
Hafis gesungen,
Wohl gegen eines Wortes Ton, aus
deinem Mund entklungen?
Was ist der Rosen Blütenkelch, dran
Nachtigallen nippen,
Wohl gegen deinen Rosenmund und
deine Rosenlippen,
Was ist die Sonne, was der Mond, was
alle Himmelssterne?
Sie glühen, zittern nur für dich,
liebäugeln aus der Ferne!
Was bin ich selbst, was ist mein Herz,
was meines Liedes Töne?
Als Sklaven deiner Herrlichkeit,
Lobsinger deiner Schöne!

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