Sieben Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Reinhold Fleischer (1842 - 1904)

Word count: 509

1. Und ob der holde Tag vergangen [sung text not yet checked]

Und ob der holde Tag vergangen
Mit seiner frühlingshellen Pracht,
Der Blume wird es doch nicht bangen
Vor trüber, sternenloser Nacht.

Denn was von Strahlen sich ergossen,
Das webt in ihr den schönsten Traum;
Des Frühlingswonne ruht verschlossen
In ihres Kelches duft'gem Raum.

So öffne dich, o Herz, der Liebe,
Schließ' ihre Strahlen in dich ein,
Dann wird's in Nächten bang und trübe
In deinem Innern Frühling sein.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Schilflied [sung text not yet checked]

Auf dem Teich, dem Regungslosen,
Weilt des Mondes holder Glanz,
Flechtend seine bleichen Rosen
In des Schilfes grünen Kranz.

Hirsche wandeln dort am Hügel,
Blicken [in]1 die Nacht empor;
Manchmal regt sich das Geflügel
Träumerisch im tiefen Rohr.

Weinend muß mein Blick sich senken;
Durch die tiefste Seele geht
Mir ein süßes Deingedenken,
Wie ein stilles Nachtgebet.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "On the pond, the motionless one", copyright ©
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "On the pond's serene reposes", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Sullo stagno, senza un'onda", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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1 Mendelssohn: "durch"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Du meinst, o liebe Mutter [sung text not yet checked]

Du meinst, o liebe Mutter
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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4. Lockung [sung text not yet checked]

Hörst du nicht die Bäume rauschen
Draußen durch die stille Rund?
Lockts dich nicht, hinabzulauschen
Von dem Söller in den Grund,
Wo die vielen Bäche gehen
Wunderbar im Mondenschein
Wo die stillen Schlösser sehen
In den Fluß vom hohen Stein?

Kennst du noch die irren Lieder
Aus der alten, schönen Zeit?
Sie erwachen alle wieder
Nachts in Waldeseinsamkeit,
Wenn die Bäume träumend lauschen
Und der Flieder duftet schwül
Und im Fluß die Nixen rauschen -
Komm herab, hier ist's so kühl.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Jakob Kellner) , "Can't you hear the forest rustle", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Henri Dupraz) , "N'entends-tu pas le murmure des arbres?", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Senti tu stormire gli alberi", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Jakob Kellner

5. Er hat mich geküsst [sung text not yet checked]

  [Er hat mich geküßt!]1 
Was zitterst du mein Herze so? 
Und bist du nicht so still und froh? 
Ist nicht so jung mein Leben noch?
Ist nicht die Welt so schön? -- und doch! 
  Er hat mich geküßt! 

  Er hat mich geküßt! 
Weiß nicht, ob ich mich freuen soll, 
Mein Herz ist ganz von Thränen voll.
Doch wie ich auch nur sinnen mag,
Mir sagt es jeder Herzensschlag:
  Er hat mich geküßt! 

  Er hat mich geküßt! 
O küßt' er nur den Mund allein,
Wollt' ich ja gerne fröhlich sein.
Sein Kuß bis in das Herz mir drang,
Das ruft mir nun herauf so bang:
  Er hat mich geküßt!

  Er hat mich geküßt! 
O ging' ich jetzt zum Himmel ein! 
O dürft' ich dort sein Engel sein, 
Und dürft ihn schützen vor Gefahr! 
Wie selig dächt' ich immerdar:
  Er hat mich geküßt!

Authorship

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1 omitted by Pfeilschifter (?); further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Die Entsagende [sung text not yet checked]

Ich glaubte, die Schwalbe träumte schon
Vom theuren Nest;
Ich glaubte, die Lerche dachte schon
An's Liederfest;
Ich glaubte, die Blüthen küßte schon
Ein junger West;
Ich glaubte, ich hielte dich liebend schon
Auf ewig fest!
 
Wie wurdet ihr winterlich über Nacht,
Ihr Lüfte lind!
Wie Knospen und Blüthen über Nacht
Erfroren sind!
Wie die Lerche verlernte über Nacht
Ihr Lied geschwind!
Und wie du vergessen hast über Nacht
Dein armes Kind!

Authorship

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Note: according to Lawrence Snyder in German Poetry in Song, Fallen Leaf Press, 1995, Holstein attributes this text to Hugo Staacke. Unless "Hugo Staacke" is found to be a pseudonym of Karl Beck, this is a confirmed misattribution.

Researcher for this text: Harry Joelson

7. Das alte Wort [sung text not yet checked]

Du schönes Herz, dir möcht' ein Wort ich sagen, 
Das Alles spricht, 
Das all mein goldnes Glück sollt' in sich tragen  -- 
Und find' es nicht! 
Ein alter Ton, ein altes Wort, 
Der liebe Spruch an jedem Ort 
Er bleibt auch meiner Seele Hort:
Ich liebe dich!

Es gibt kein Klang dir all den Himmelssegen
In süßerm Ton,
Er ist ein Maienblick, ein Sonnenregen,
Der Lipp entflohn!
Du schönes Herz, sieh lächelnd her,
Mein Mund hegt fremden Wunsch nicht mehr,
Es sagt's das Herz, drum spricht auch er:
Ich liebe dich! 

Authorship

Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta'scher Verlag, 1852. page 53.


Researcher for this text: Melanie Trumbull