German (Deutsch) translations of Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte, opus 14
by Friedrich Gernsheim (1839 - 1916)
1. Im Frühling
by Friedrich Gernsheim (1839 - 1916), "Im Frühling", op. 14 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 1, published 1873, stanzas 1,3 [ voice and piano ], Bremen, Cranz
Language: German (Deutsch)
Hier lieg' ich auf dem Frühlingshügel:
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag' mir, all-einzige Liebe,
Wo du bleibst, daß ich bei dir bliebe,
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.
...
Die Wolke seh' ich wandeln und den Fluß,
Es dringt der Sonne goldner Kuß
Mir tief bis in's Geblüt hinein;
Die Augen, wunderbar berauschet,
Thun, als schliefen sie ein,
Nur noch das Ohr dem Ton der Biene lauschet.
Ich denke Dieß und denke Das,
Ich sehne mich, und weiß nicht recht, nach was:
Halb ist es Lust, halb ist es Klage;
Mein Herz, o sage:
Was webst du für Erinnerung
In golden grüner Zweige Dämmerung?
-- Alte unnennbare Tage!
by Eduard Mörike (1804 - 1875)
2. Es fällt ein Stern herunter
by Friedrich Gernsheim (1839 - 1916), "Es fällt ein Stern herunter", op. 14 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 2, published 1873 [ voice and piano ], Bremen, Cranz
Language: German (Deutsch)
Es fällt ein Stern herunter Aus seiner funkelnden Höh; Das ist der Stern der Liebe, Den ich dort fallen seh. Es fallen vom Apfelbaume, Der Blüten und Blätter so viel, Es kommen die neckenden Winde, Und treiben damit ihr Spiel. Es singt der Schwan im Wasser, Und rudert auf und ab, Und immer leiser singend, Taucht er ins Flutengrab. Es ist so still und dunkel! Verweht ist Blatt und Blüt', Der Stern ist knisternd zerstoben, Verklungen das Schwanenlied.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 59
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by Heinrich Heine (1797 - 1856)
3. Jetzt ist er hinaus!
by Friedrich Gernsheim (1839 - 1916), "Jetzt ist er hinaus!", op. 14 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 3, published 1873 [ voice and piano ], Bremen, Cranz
Language: German (Deutsch)
Jetzt ist er hinaus in die weite Welt,
Hat keinen Abschied genommen,
Du frischer Spielmann in Wald und Feld,
Du Sonne, die meinen Tag erhellt,
Wann wirst du mir wieder kommen?
Kaum daß ich ihm recht in die Augen geschaut,
So ist der Traum schon beendet,
O Liebe, was führst du die Menschen zusamm',
O Liebe, was schürst du die süße Flamm',
Wenn so bald und so traurig sich's wendet?
Wo zieht er hin? die Welt ist so groß,
Hat Tücken so viel und Gefahren,
Er wird wohl gar in das Welschland geh'n,
Und die Frau'n sind dort so falsch und schön!
O mög' ihn der Himmel bewahren!
Text Authorship:
- by Joseph Viktor von Scheffel (1826 - 1886), no title, appears in Der Trompeter von Säkkingen, in Vierzehntes Stück. Das Büchlein der Lieder, in 4. Aus den Liedern Margaretas, no. 3
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by Joseph Viktor von Scheffel (1826 - 1886)
4. Es war ein alter König
by Friedrich Gernsheim (1839 - 1916), "Es war ein alter König", op. 14 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 4, published 1873 [ voice and piano ], Bremen, Cranz
Language: German (Deutsch)
Es war ein alter König, sein Herz war schwer, sein Haupt war grau; der arme alte König, er nahm eine junge Frau. Es war ein schöner Page, blond war sein Haupt, leicht war sein Sinn; er trug die seid'ne Schleppe der jungen Königin. Kennst du das alte Liedchen? Es klingt so süß, es klingt so trüb! Sie mußten beide sterben, sie hatten sich viel zu lieb.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, written 1830, appears in Neue Gedichte, in Neuer Frühling, no. 29
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by Heinrich Heine (1797 - 1856)
5. Mein Herz schmückt sich mit dir
by Friedrich Gernsheim (1839 - 1916), "Mein Herz schmückt sich mit dir", op. 14 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 5, published 1873 [ voice and piano ], Bremen, Cranz
Language: German (Deutsch)
Mein Herz schmückt sich mit dir, wie sich der Himmel mit der Sonne schmückt, du gibst ihm Glanz und ohne dich, bleibt es in dunkle Nacht entrückt. Gleich wie die Welt all' ihre Pracht verhüllt, wenn Dunkel sie umfließt, und nur, wenn ihr die Sonne lacht, zeigt, was sie Schönes in sich schließt.
Text Authorship:
- by Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892), appears in Die Lieder des Mirza-Schaffy, in Zuléikha, no. 3
Based on:
- a text in Azerbaijani (Azərbaycan dili) by Mirzə Şəfi Vazeh (1794 - 1852) [text unavailable]
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by Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892)
6. An den Sturmwind
by Friedrich Gernsheim (1839 - 1916), "An den Sturmwind", op. 14 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 6, published 1873 [ voice and piano ], Bremen, Cranz
Language: German (Deutsch)
Mächtiger, der du die Wipfel dir beugst, Brausend von Krone zu Krone entsteigst, Wandle du Stürmender, wandle nur fort, Reiß' mir den stürmenden Busen mit fort. Wie das Gewölke, das donnernd entfliegt, Dir auf der brausenden Schwinge sich wiegt, Führe den Geist aus dem irdischen Haus In die Unendlichkeit stürmend hinaus! Trage mich hin, wo die bebende Welt, Rings in Verwüstung und Trümmer zerschellt, Über den Trümmern mit grausender Lust Fühl' ich den Gott in der pochenden Brust.
Text Authorship:
- by Friedrich Rückert (1788 - 1866), "An den Sturmwind", written 1807-1810, appears in Jugendlieder
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by Friedrich Rückert (1788 - 1866)