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16 Deutsche Volkslieder [incomplete]

Word count: 1632

Song Cycle by Johannes Brahms (1833 - 1897)

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1. Schwesterlein [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT DUT ENG FRE ITA

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  • DUT Dutch (Nederlands) (Lidy van Noordenburg) , "Zusje, wanneer gaan we naar huis?", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Zusje lief", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Leonard J[ordan] Lehrman) , "Sister dear", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Petite sœur, petite sœur, quand rentrons-nous à la maison ?", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Sorellina, sorellina mia", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission


Schwesterlein, Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus?
»Morgen wenn die Hahnen krähn,
Wolln wir nach Hause gehn,
Brüderlein, Brüderlein, dann gehn wir nach Haus.«

Schwesterlein, Schwesterlein, wann gehn wir nach Haus?
Morgen, wenn der Tag anbricht,
eh end't die Freude nicht,
Brüderlein, Brüderlein, der fröhliche Braus.

Schwesterlein, Schwesterlein, wohl ist es Zeit.
»Mein Liebster tanzt mit mir,
Geh ich, tanzt er mit ihr,
Brüderlein, Brüderlein, laß du mich heut.«

Schwesterlein, Schwesterlein, was bist du blaß?
»Das macht der Morgenschein
Auf meinen Wängelein,
Brüderlein, Brüderlein, die vom Taue naß.«

Schwesterlein, Schwesterlein, du wankest so matt?
»Suche die Kammertür,
Suche mein Bettlein mir
Brüderlein, es wird fein unterm Rasen sein.«


Submitted by Emily Ezust

2. Ich hörte ein Sichlein rauschen [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) (Lidy van Noordenburg) , "Ik hoord' een beekje ruisen", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Laisse bruire, amour, laisse bruire", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Ich [hört]1 ein Sichlein rauschen,
Wohl rauschen durch das Korn,
Ich hört [ein Mägdlein]2 klagen,
Sie hätt ihr Lieb verlorn.

Laß rauschen. Lieb, laß rauschen,
Ich acht [nicht]3, wie es geh,
[Ich tät mein Lieb vertauschen]4
In [Veilchen und im Klee.]5

[Du hast ein Mägdlein worben
In Veilchen und im Klee,]6
So steh ich hier alleine,
Tut meinem Herzen weh.

[ ... ]

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Part of this text is used in Mengelberg's Erinnerung beim Wein.
1 Brahms: "hörte"; Eggers: "hör"
2 Heinemann: "eine feine Magd"
3 Heinemann: "nit"
4 Heinemann: "Ich hab mir ein'n Buhlen erworben"
5 Brahms: "Veiel und grünem Klee" ; Heinemann: "Veil und grünem Klee"
6 Brahms: "Hast du ein Buhlen erworben / In Veiel und grünem Klee" ; Heinemann: "Hast du ein Buhl'n erworben / In Veil und grünem Klee

Submitted by Emily Ezust

3. Der Ritter und die Feine [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Er stonden drie rozen op één rozentak", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Three roses were growing upon a branch", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


1. Es stunden drei Rosen auf einem Zweig,
Schön ist der Sommer;
Drauf sang eine Nachtigall anmutreich;
Schön ist der Sommer!1

2. Und unter dem blühenden Rosenbaum,
Da lag eine Feine in tiefem Traum;

3. Der Ritter kam wohl durch den Wald,
Mein Rößlein, was machst du so plötzlich Halt?

4. Was schimmert Rotes durchs grüne Gras?
Als ob es Rosen in ihrer Pracht?

5. Was blinket daneben wie lichtes Gold?
Es sind wohl Locken krausgekrollt;

6. Die Feine liegt da ohn' Gewand -
Wie sie der Himmel erschaffen hat.

7. Der Ritter meint da zu vergehn  
Hat nimmer solch herrlich Weib gesehn 

8. Der Ritter sinkt wohl auf den Grund  
Und küßt der Feinen ihren Mund 

9. Er küßt ihn herzlich, küßt ihn sacht 
Bis daß die Feine vom Schlaf erwacht 

10. O Ritter, o Räuber, o weh dein Kuß!  
Daß ich nun immer weinen muß! 

11. O Ritter, o Falscher, was hast du getan? 
Mein Ehr mir genommen, du böser Mann! 

12. O Maid so schön, o Maid so hold;  
Ich weiß es selbst nicht, was ich gewollt!

13. Deine Schönheit hat so große Gewalt, 
Da hat mein Herz nicht Stütz und Halt. 

14. Verziehen sei mein Begegnen dir,  
Doch künde du nie, was du genossen hier.

15. Und sprächest du nur ein einziges Wort, 
So muß ich von dir auf immer fort, 
 
16. Der Ritter ging durch den Königsgart, 
Die Königin schaut vom Söller herab. 

17. Mein Ritter, du gehest aus und ein, 
Verstehest nicht meine Äugelein! 

18. Mein Ritter, du meiner Augen Licht, 
Was herzest du mich und küssest mich nicht? 

19. Ich herze und küsse kein ander Weib,
Als der ich verlobet auf ewige Zeit. 

20. Hast du dich verlobet auf ewige Zeit, 
Sag an in welcher Halle die Maid? 

21. Die Maid sie wohnet in keiner Hall, 
Unterm Rosenbusch im grünen Wald; 

22. Der Ritter ging unter die Rosen oft, 
Die war da nimmer, auf die er hofft 

23. Und hab ich verloren mein höchstes Gut,
So will ich verderben mit Gut und Blut!

24. Er sitzet zu Roß, springt auf den Stein 
Er wollte sich stürzen ins Meer hinein. 

25. Halt an mein Ritter, mein Lieber, halt,
Die Feine harrt dein im Rosenwald!

26. Dein schnelles Wort hast du gebüßt, 
Die Braut auf ewig dein eigen ist!


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1 passim.
Submitted by Emily Ezust

4. Ich stand auf hohem Berge [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Ik stond op hoge bergen", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (John Madden) , "I stood on a high mountain", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Laura Prichard) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Je me tenais sur une haute montagne", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Ich stand auf hohem Berge,
schaut' hin und schaut' her,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
und da sah ich ein schönes Mädchen,
zwei, drei wohl bei ihr steh'n.

Der Erste war ein Maurer,
der Zweite ein Zimmermann,
und der Dritte, das war ein Husare,
und der Dritte, das war ein Husare,
den wollt' das Mädchen han.

Er führt das schöne Mädchen
in's Wirsthaus hinein,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
und das Mädchen hat schöne Kleider,
versoffen müssen sie sein.

Versoffen sind die Kleider,
kein Geld ist mehr da.
Ei so muß das schöne Mädchen,
ei so muß das schöne Mädchen
bei der Nacht nach Hause geh'n.

Ach Mutter, liebe Mutter,
das war ja mein' Freud'.
Denn die Bergischen Husaren,
denn die Bergischen Husaren
sind kreuzbrave Leut'!

Geh'n Abend spät schlafen,
stehn Morgens früh auf,
und da trinken sie ihren Kaffee,
und da trinken sie ihren Kaffee,
Glas Branntwein darauf.


Submitted by Emily Ezust

6. Der bucklichte Fiedler [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "There once lived a fiddler in Frankfurt-am-Main", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Es wohnet ein Fiedler zu Frankfurt am Main,
der kehret von lustiger Zeche heim;
und er trat auf den Markt, was schaut er dort?
Der schönen Frauen schmausten gar viel' an dem Ort.

"Du bucklichter Fiedler, nun fiedle uns auf,
wir wollen dir zahlen des Lohnes vollauf!
Einen feinen Tanz, behende gegeigt,
Walpurgis Nacht wir heuer gefeir't!"

Der Geiger strich einen fröhlichen Tanz,
die Frauen tanzten den Rosenkranz,
und die erste sprach: "mein lieber Sohn,
du geigtest so frisch, hab' nun deinen Lohn!"

Sie griff ihm behend' unter's Wams sofort,
und nahm ihm den Höcker vom Rücken fort:
"so gehe nun hin, mein schlanker Gesell,
dich nimmt nun jedwede Jungfrau zur Stell'."


Submitted by Emily Ezust

9. Die Wohllust in den Maien [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT DUT ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) (Wim Reedijk) , "Hoe vrolijk is toch Mei", copyright © 2003, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Laura Prichard) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Volupté du mois de mai", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Die Wollust in den Maien,
die Zeit hat Freuden bracht,
Die Blümlein mancherleien,
Ein jeglichs nach sein'r G'stalt,
Das sind die roten Röselein,
Der Feyl, der grüne Klee;
Von herzer Liebe scheiden
Das tut weh.

Der Vögelein Gesange,
Die Zeit hat Freuden bracht,
Ihr Lieb tät mich bezwingen,
Freundlich sie zu mir sprach:
Sollt, schönes Lieb, ich fragen dich,
Wollst fein berichten mich.
Genad mir, schöne Frauen,
So sprach ich.

Nach manchem Seufzer schwere,
Komm ich wohl wieder dar,
Nach Jammer und nach Leide
Seh ich dein Äuglein klar.
Ich bitt dich, Auserwählte mein,
Laß dir befohlen sein
Das treue, junge Herze,
Das Herze mein.


Submitted by Emily Ezust

10. Trennung [ sung text verified 2 times]

Language: Bavarian (Boarisch) after the Bavarian (Boarisch)

Translation(s): DUT ENG FRE IRI ITA

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Down in the valley there", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Là-bas dans la vallée", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Laggiù nella valle", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission


Da unten im Tale
Läuft's Wasser so trüb,
Und i kann dir's net sagen,
I hab' di so lieb.

Sprichst allweil von Liebe,
Sprichst allweil von Treu',
Und a bissele Falschheit
Is auch wohl dabei.

Und wenn i dir's zehnmal sag,
Daß i di lieb [und mag]1,
Und du willst nit verstehn,
Muß i halt weitergehn.

Für die Zeit, wo du gliebt mi hast,
[Da]2 dank i dir schön,
Und i wünsch, daß dir's anderswo
Besser mag gehn.


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1 omitted by Brahms, except in op. 97-6
2 omitted by Brahms, except in op. 97-6

Submitted by Emily Ezust

11. Der Jäger [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Laura Prichard) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission


Bei nächtlicher Weil, an ein's Waldes Born,
Tat ein Jäger gar trauriglich stehen,
An der Hütte hängt stumm sein güldenes Horn,
Wild im Winde die Haare ihm wehen, ja wehen.

Die du dich im Träumen gezeiget mir,
Traute Nixe, schaff Ruh meiner Seelen,
Du meines Lebens alleinige Zier,
Was willst du mich ewiglich quälen, ja quälen?

So klagt er, und rauschend tönts hervor
Aus des Quelles tief untersten Gründen.
Wie ein Menschenlaut zu des Jägers Ohr:
Komm herein, so tust Ruhe du finden, ja finden.

Da stürzet der Jäger sich stracks hinein
In die Tiefe, bald ist er verschwunden,
Dort unten empfaht ihn das Liebchen fein,
Seine Ruh hat er endlich gefunden, ja funden.


Submitted by Emily Ezust

12. Scheiden [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le jardin triste", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Ach Gott, wie weh tut Scheiden,
Hat mir mein Herz verwundt,
So trab ich üb'r die Heiden
Und traur zu aller Stund.
Der Stunden, der sind allsoviel,
Mein Herz trägt heimlich Leiden,
Wiewohl ich oft fröhlich bin.

Hat mir ein Gärtlein bauet,
Von Veil und grünem Klee,
Ist mir zu früh erfroren,
Tut meinem Herzen weh.
Ist mir erfrorn bei Sonnenschein,
Ein Kraut jelängerjelieber,
Ein Blümlein Vergißnichtmein.

Das Blümlein, das ich meine,
Das ist von edler Art,
Ist aller Tugend reine,
Ihr Mündlein, das ist zart,
Ihr Äuglein, die sind hübsch und fein
Wenn ich an sie gedenke,
Wie gern ich bei ihr wollt sein!

Mich dünkt in all mein Sinne
und wenn ich bei ihr bin
sie sei ein Kaiserinne
kein lieber ich nie gewinn.
Hat mir mein junges Herz erfreut
wenn ich an sie gedenke
verschwunden ist all mein Leid.

Sollt mich meins Buhln erwehren
Als oft ein Ander tut,
Sollt führn ein fröhlichs Leben,
Dazu ein'n leichten Mut?
Das kann und mag doch nicht gesein,
Gesegn dich Gott im Herzen,
Es muß geschieden sein.


Submitted by Emily Ezust

13. Zu Straßburg auf der Schanz [ sung text verified 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE ITA SPA

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "In Strassburg on the rampart", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "À Strasbourg sur le rempart", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "A Strasburgo sulla trincea", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Elena María Accinelli) , "En Estrasburgo, en la muralla", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission


Zu Straßburg auf der Schanz,
Da ging mein Trauern an,
Das Alphorn hört' ich drüben wohl anstimmen,
Ins Vaterland mußt ich hinüber schwimmen,
Das ging [nicht]1 an.

Ein [Stunde]2 in der Nacht
Sie haben mich gebracht;
Sie führten mich gleich vor des Hauptmanns Haus,
Ach Gott, sie fischten mich im Strome auf,
Mit mir [ist's]3 aus.

Früh Morgens um zehn Uhr
Stellt man mich [vor das]4 Regiment;
Ich soll da bitten um Pardon,
Und ich bekomm doch meinen Lohn,
Das weiß ich schon.

Ihr Brüder allzumal,
Heut' seht ihr mich zum letztenmal;
Der Hirtenbub ist nur Schuld daran,
Das Alphorn hat [mir solches]5 angetan,
Das klag ich an.

Ihr Brüder alle drei,
Was ich euch bitt, erschießt mich gleich;
Verschont mein junges Leben nicht,
Schießt zu, daß das Blut 'raus spritzt,
Das bitt ich Euch.

O Himmelskönig Herr!
Nimm du meine arme Seele dahin,
Nimm sie zu dir in den Himmel ein,
Laß sie ewig bei dir sein,
Und vergiß nicht mein.


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Confirmed with Achim von Arnim und Clemens Brentano, Des Knaben Wunderhorn. Band 1, Stuttgart, 1979, pages 136-137.

At the top of the poem: "Fliegendes Blat."
1 Brahms, Mahler: "ja nicht"
2 Mahler: "Stund' "
3 Mahler: "ist es"
4 Mahler: "vor's"
5 Brahms, Mahler: "mir's"

Submitted by Jakob Kellner

16. Ständchen [ sung text not verified ]

Language: German (Deutsch) after the German (Deutsch)

Translation(s): DUT FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Réveille-toi, belle de mon cœur", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission


Wach auf, meins Herzens Schöne
Herzallerliebste mein!
Ich hör ein süß Getöne
von kleinen Waldvöglein;
die hör ich so lieblich singen,
ich mein, ich säh des Tages Schein
vom Orient her dringen.

Ich hör die Hahnen krähen
und spür den Tag dabei,
die kühlen Windlein wehen
die Sternlein leuchten frei.
Singt uns Frau Nachtigalle,
singt uns ein süße Melodei,
sie meldt den Tag mit Schalle.

Der Himmel tut sich färben,
aus weißer Farb in Blau,
die Wolken tun sich färben
aus schwarzer Farb in grau;
die Morgenröt tut entweichen;
wach auf, mein Lieb, und mach mich frei,
der Tag will uns verschleichen.

Selig [sei]2 Tag und Stunde,
darin du bist geborn!
Gott grüß mir dein rot Munde,
den ich mir [auserkorn]3.
Kann mir kein Lieb're [nie werden]4,
schau, daß mein [Lieb]5 nicht sei verlorn,
du bist mein Trost auf Erden.


View original text (without footnotes)
1 Brahms, WoO. 35 no. 2: "hör"
2 Brahms, WoO. 35 no. 2: "ist"
3 Brahms, WoO. 35 no. 2: "hab erkorn"
4 Brahms, WoO. 35 no. 7 [note]: "werden"
5 Brahms, WoO. 35 no. 7 [note]: "Glück"

Submitted by Emily Ezust

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     - Emily Ezust

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