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Neun Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte , opus 2

by Franz Gruber (1787 - 1863)

1. Daß du mich liebst das wußt' ich  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Daß du mich liebst, daß wußt' ich,
Ich hatt' es längst entdeckt;
Doch als du mir's gestanden,
Hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die Berge
Und jubelte und sang;
Ich ging ans Meer und weinte
Beim Sonnenuntergang.

Mein Herz ist wie die Sonne
So flammend anzusehn,
Und in ein Meer von Liebe
Versinkt es groß und schön.

Text Authorship:

  • by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Seraphine, no. 4

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2. In der Fremde  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
  Es treibt [dich]1 fort von Ort zu Ort,
Du weißt nicht mal warum;
Im Winde klingt ein sanftes Wort,
Schaust dich verwundert um.

  Die Liebe, die dahinten blieb,
Sie ruft dich sanft zurück:
"O komm zurück, ich hab dich lieb,
Du bist mein einz'ges Glück!"

  Doch weiter, weiter, sonder Rast,
Du darfst nicht stille stehn;
Was du so sehr geliebet hast,
Sollst du nicht wiedersehn.

Text Authorship:

  • by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in In der Fremde, no. 1

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CHI Chinese (中文) [singable] (Dr Huaixing Wang) , copyright © 2024, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun, [1887], page 295.

1 Marschner, Mayer: "mich"; further changes may exist not shown above.

3. Letzter Wunsch  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Nur einmal [möcht' ich dir noch]1 sagen,
Wie du unendlich lieb mir bist,
Wie dich, so lang mein Herz wird schlagen,
Auch meine Seele nie vergißt.

Kein Wörtlein solltest du erwidern,
[Nur freundlich mir]2 in's Auge sehn,
Ja, mit gesenkten Augenlidern
Nur stumm und schweigend vor mir stehn.

[Ich aber]3 legte meine Hände
[Dir betend]4 auf das schöne Haupt,
[Damit dir Gott]5 den Frieden sende,
Den meiner Seele du geraubt.

Text Authorship:

  • by Julius Karl Reinhold Sturm (1816 - 1896), "Letzter Wunsch"

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Julius Sturm, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1850, page 32. Note: the last line appeared in this edition as "Den meine Seele dir geraubt", but this misprint was corrected as early as 1856 in Dichterstimmen der Gegenwart. Eine Sammlung vom Felde der deutschen Lyrik seit 1850, herausgegeben von Karl Weller, Leipzig: Heinrich Hübner, 1856, page 464. Editions after this date used "Den meiner Seele du geraubt", as did all the settings marked checked below.

1 Hesse: "noch möcht' ich dir"; Wirz: "möcht' ich dir es"; further changes may exist not noted above.
2 Wüllner: "Mir freundlich nur"
3 Gumbert: "Doch ich, ich"
4 Wüllner: "Betend dir"
5 Wüllner: "Auf dass Gott dir"

4. Schon wieder bin ich fortgerissen  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
   Schon wieder bin ich [fortgerissen]1
Vom Herzen, das ich innig liebe,
Schon wieder bin ich fortgerissen --
O wüßtest du, wie gern ich bliebe!
 
   Der Wagen rollt, es dröhnt die Brücke,
Der Fluß darunter fließt so trübe;
Ich scheide wieder von dem Glücke.
Vom Herzen, das ich innig liebe.
 
   Am Himmel jagen hin die Sterne,
Als flöhen sie vor meinem [Schmerze]2 --
Leb wohl, Geliebte! In der Ferne.
Wo ich auch bin, blüht dir mein Herze.

Text Authorship:

  • by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Neuer Frühling, no. 39

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philiipp Reclam jun, [1887], page 252.

1 Kulenkamp: "hingerissen"; further changes may exist not noted above.
2 Lang: "Schmerz"

5. Deine Liebe hat mich beschlichen  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Deine Liebe hat mich beschlichen,
Wie der Frühling die Erde,
Wann der Winter nun ist entwichen,
Kaum merkt sie, dass warm es werde.

Aber der Sonne heimliche Kraft
Hat schon das Herz ihr gerühret,
In der Wurzel regt sich der Saft,
Noch ehe der Zweig es spüret.

Der Schnee zerschmilzt, die Wolken zergehn,
Die erste Blüt' ist entglommen,
Dann sieht sie in voller Glut sich stehn
Und weiß nicht, wie es gekommen.

Text Authorship:

  • by Friedrich Rückert (1788 - 1866), no title, appears in Lyrische Gedichte, in 3. Liebesfrühling, in 1. Erster Strauß. Erwacht, no. 8

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6. Wie konntest du, da du mir bist gegeben  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Wie konntest du, da du mir bist gegeben
Als Herz in meinem Busen vom Geschick,
Wie konntest du von mir so fern entschweben?
Wer misst sein Herz nur einen Augenblick?

Wie durftest du, da du mir bist verliehen
Als Hauch des Lebens, der die Brust mir hebt,
Wie durftest du so lang dich mir entziehen?
Wie kann ich leben, wo mein Hauch entschwebt?

Text Authorship:

  • by Friedrich Rückert (1788 - 1866), no title, appears in Lyrische Gedichte, in 3. Liebesfrühling, in 2. Zweiter Strauß. Entflohen [or Geschieden], no. 57

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7. Die Abgeschiedenen  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
So hab' ich endlich dich gerettet
Mir aus der Menge wilden Reihn!
Du bist in meinen Arm [gekettet]1,
Du bist nun mein, nun einzig mein.
Es schlummert alles diese Stunde,
Nur wir noch leben auf der Welt;
Wie in der Wasser stillem Grunde
Der Meergott seine Göttin hält.

Verrauscht ist all das rohe Tosen,
Das deine Worte mir verschlang;
Dein leises, liebevolles Kosen
Ist nun mein einz'ger, süßer Klang.
Die Erde liegt in Nacht gehüllet,
Kein Licht erglänzt auf Flur und Teich;
Nur dieser Lampe Schimmer füllet
Noch unsrer Liebe kleines Reich.

Text Authorship:

  • by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), "Die Abgeschiedenen", appears in Lieder

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Les reclus", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Ludwig Uhland, Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta'sche Buchhandlung, 1815, pages 217-218.

Note: Poems of Uhland. Selected and edited by Watermann T. Hewett, Ph.D., New York: MacMillan and Company, 1896 included two misprints: stanza 1, line 2 had "wilder" instead of "wilden", and stanza 1, line 3 had "an meinen Arm" instead of "in meinen Arm".

1 Beer-Walbrunn: "gebettet"

8. Liebesgedanken  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Wie sich Rebenranken schwingen
In der linden Lüfte Hauch,
Wie sich weiße Winden schlingen
Luftig um den Rosenstrauch:

Also schmiegen sich und ranken
Frühlingsselig, still und mild,
Meine Tag- und Nachtgedanken
Um ein trautes, liebes Bild.

Text Authorship:

  • by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), no title, appears in Lyrische Gedichte, in Liebesleben, in Liebe und Frühling, no. 5

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "As vine tendrils vibrate", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Come i tralci della vite", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Alfonso Sebastián) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission

9. Keine Antwort  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Wenn in dem Frühling die Erd' erwacht,
Wie mag's ihr zu Muthe wohl sein?
Und tritt ein Bächlein aus dunklem Schacht,
Was fällt ihm da wohl ein?

Der Rose, die sich über Nacht
Erschloß, was fällt ihr wohl ein?
Und wenn ein Mädchen zur Lieb' erwacht,
Wie mag's ihr um's Herze sein? -- --

Ich fragte den Bach, die Rose dann,
Ich fragte die Erde drum;
Sie alle lachten mich selig an,
Und blieben doch alle stumm.

Und als mein Liebchen ich auch gefragt,
Die sonst so Vieles weiß,
Da hat auch sie lein Wort gesagt,
Und küßte mich still und heiß.

Ein Thränlein rann ihr die Wangen hin,
Selig schaute sie drein. --
Nun denk ich so in meinem Sinn:
Soll das eine Antwort sein? 

Text Authorship:

  • by Robert Reinick (1805 - 1852), "Keine Antwort", appears in Lieder, in Frühling und Liebe, first published 1844

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