Neun Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Alfred von Lindheim, jun.

Word count: 858

1. Geh' zur Ruh' [sung text not yet checked]

Sorgenvolle, wetterschwüle Mädchenstirne,
geh' zur Ruh;
lieblich weht des Abends Kühle,
werde kühl auch du!
 
Träume, daß der Hauch der Nacht
dir ein Palmenblatt gebracht,
träume, geh' zur Ruh!
träume, geh' zur Ruh!
 
Laß dein Hangen, laß dein Bangen,
irrend Auge, schließ' dich zu.
Sieh, der Tag ist schlafen gangen,
schlafen geh' auch du!
 
O, das süß erlebte Glück
spiegelt die der Traum zurück,
schließ' dich, geh' zur Ruh'!
schließ' dich, geh' zur Ruh'!

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Researcher for this text: Harry Joelson

2. Waldessehnen [sung text not yet checked]

[Wild verwachsne]1 dunkle Fichten,
Leise klagt die Quelle fort;
Herz, das ist der rechte Ort
Für dein schmerzliches Verzichten!

Grauer Vogel in den Zweigen,
Einsam deine Klage singt,
Und auf deine Frage bringt
Antwort nicht des Waldes Schweigen.

Wenn's auch immer Schweigen bliebe,
Klage, klage fort; es weht,
Der dich höret und versteht,
Stille hier der Geist der Liebe.

Nicht verloren hier im Moose,
Herz, dein heimlich Weinen geht,
Deine Liebe Gott versteht,
Deine tiefe, hoffnungslose!

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Eenzaamheid", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , "Yksinäisyys", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Solitude", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Schumann: "Wildverwachs'ne"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Weihnachtslied [sung text not yet checked]

Herr du brachtest Heil und Leben
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Lied [sung text not yet checked]

[Saphire]1 sind die Augen dein,
Die lieblichen, die süßen.
O, dreimal glücklich ist der Mann,
Den sie mit Liebe grüßen.
 
Dein Herz, es ist ein Diamant,
Der edle Lichter sprühet.
O, dreimal glücklich ist der Mann,
Für den es liebend glühet.
 
Rubinen sind die Lippen dein,
Man kann nicht schönre sehen.
O, dreimal glücklich ist der Mann,
Dem Liebe sie gestehen.
 
O, kennt ich nur den glücklichen Mann,
O, daß ich ihn nur fände,
So recht allein im grünen Wald --
Sein Glück hätt' bald ein Ende.

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1 Héritte-Viardot: "Saphiren"

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5. Was will die einsame Thräne [sung text not yet checked]

Was will die einsame Träne?
Sie trübt mir ja den Blick.
Sie blieb aus alten Zeiten
In meinem Auge zurück.

Sie hatte viel leuchtende Schwestern,
Die alle zerflossen sind,
Mit meinen Qualen und Freuden
Zerflossen in Nacht und Wind.

Wie Nebel sind auch zerflossen
Die blauen Sternelein,
Die mir [jene]1 Freuden und Qualen
Gelächelt ins Herz hinein.

Ach, meine Liebe selber
Zerfloß wie eitel Hauch!
Du alte, einsame Träne,
Zerfließe jetzunder auch!

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  • CAT Catalan (Català) (Marta Garcia Cadena) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Jos. Van de Vijver) , "Eenzame traan"
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Wat wil het eenzame traantje?", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "What does this solitary tear mean?", copyright ©
  • ENG English (Emma Lazarus) , appears in Poems and Ballads of Heinrich Heine, first published 1881
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Que veut cette larme solitaire", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Cosa vuole questa lacrima solitaria?", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Cornelius: "die"

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6. Der Frühling [sung text not yet checked]

Die Wellen blinken und fließen dahin,
Es liebt sich so lieblich im Lenze!
Am Flusse sitzet die Schäferin 
Und windet die zärtlichsten Kränze.

[ Das knospet und quillt und duftet und blüht,]1
es liebt sich so lieblich im Lenze!
Die Schäferin seufzt aus [tiefer Brust]2:
»Wem geb' ich meine Kränze?«

Ein Reiter reitet den Fluß entlang,
er grüßet so blühenden Mutes,
die Schäferin schaut ihm nach so bang,
fern flattert die Feder des Hutes.

Sie weint und wirft in den gleitenden Fluß
die schönen Blumenkränze.
Die Nachtigall singt von Lieb' und Kuß,
es liebt sich so lieblich im Lenze!

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The waves flash and flow in", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "L'amour est si doux au printemps !", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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1 In later editions, Heine changed this to "Das knospet und quillt, mit duftender Lust" (The budding, the streaming, with joyous, wafting fragrances). Stanford uses this.
2 In the first edition, Heine had: "vollem Gemüt"; but in later editions he changed it to "tiefer Brust".

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. Der Schwur [sung text not yet checked]

[Es sprach zu Hänschen Gretchen]1:
"Mein Lieben mich gereut.
Du [scherzt]2 mit allen Mädchen,
Wir sind geschied'ne Leut.
Geh' deines [Weges]3 wieder!
Mein Kuss bleibt dir versagt,
Bis einst der span'sche Flieder
Im Garten Aepfel tragt!"

Das Fenster ward geschlossen,
Den Vorhang zog sie für,
Und Hänschen ging verdrossen
Von seiner Liebsten Thür.
Als Tags darauf er wieder
Den Weg zur Trauten fand,
Sass Gretchen auf dem Flieder,
[Daran]4 sie Aepfel band.

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  • ENG English [singable] (Natalie Macfarren)
  • ENG English (Sharon Krebs) , "The vow", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Le serment", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Rudolf Baumbach, Spielmannslieder , Leipzig: Verlag von A.G. Liebeskind, 1893, page 49.

1 Bohm, Reger: "Zum Hänschen sprach das Gretchen"; Kirchl: "Es sprach zum Hänschen Gretchen"
2 Bohm, Reger: "scherzest"
3 Bohm, Reger: "Wegs nur"
4 Reger: "Darauf"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

8. Les cerises !  [sung text not yet checked]

Vous souvient il un peu
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

9. O weh Schneider [sung text not yet checked]

Es wollt ein Schneider [wandern]1,
Am Montag in der Fruh,
Begegnet ihm der Teufel,
Hat weder Strümpf noch Schuh':
He, he, du Schneiderg'sell,
Du mußt mit mir in die Höll,
Du mußt uns Teufel kleiden,
Es gehe wie es wöll.

Sobald der Schneider in die Höll kam,
Nahm er seinen Ehlenstab,
Er schlug den Teuflen Buckel voll,
Die Hölle auf und ab:
He, he, du Schneidergesell,
Mußt wieder aus der Höll,
Wir brauchen nicht zu messen;
Es gehe wie es wöll.

Nachdem er all gemessen hat,
Nahm er seine lange Scheer
Und stuzt den Teuflen d' Schwänzlein ab
Sie hüpfen hin und her.
He, he du Schneiderg'sell,
Pack dich nur aus der Höll,
Wir brauchen nicht das Stuzen,
Es gehe wie es wöll.

Da zog er's Bügeleisen raus,
Und warf es in das Feuer,
Er streicht den Teuflen die Falten aus,
Sie schrieen ungeheuer:
He, he du Schneiderg'sell,
Geh du nur aus der Höll,
Wir brauchen nicht zu bügeln,
Es gehe wie es wöll.

Er nahm den Pfriemen aus dem Sack,
Und stach sie in die Köpf,
Er sagt, halt still, ich bin schon da,
So sezt man bei uns Knöpf:
He, he, du Schneiderg'sell,
Geh einmal aus der Höll,
Wir brauchen nicht zu kleiden,
Es geh nun wie es wöll.

Drauf nahm er Nadl und Fingerhut,
Und fängt zu stechen an,
Er flickt den Teufeln die Naslöcher zu.
So eng er immer kan:
He, he, du Schneidergesell,
Pack dich nur aus der Höll,
Wir können nimmer riechen,
Es geh nun wie es wöll.

Darauf fängt er zu schneiden an,
Das Ding hat ziemlich brennt,
Er hat den Teuflen mit Gewalt
Die Ohrlappen aufgetrennt:
He, he, du Schneiderg'sell,
Marschir nur aus der Höll,
Sonst brauchen wir den Bader,
Es geh nun wie es wöll.

Nach diesem kam der Lucifer,
Und sagt: es ist ein Graus,
Kein Teufel hat kein Schwänzerl mehr,
Jagt ihn zur Höll hinaus:
He, he, du Schneiderg'sell,
Pack dich nur aus der Höll,
Wir brauchen keine Kleider,
Es geh nun wie es wöll.

Nachdem er nun hat aufgepackt,
Da war ihm erst recht wohl,
Er hüpft und springet unverzagt,
Lacht sich den Buckel voll,
Ging eilends aus der Höll,
Und blieb ein Schneiderg'sell;
Drum holt der Teufel kein Schneider mehr,
Er stehl so viel er wöll.

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Notes
Stanza 1, line 1: the author omitted the Umlaut on "früh" for the sake of the rhyme.
Final line of all stanzas: the author added an Umlaut to "woll" for the sake of the rhyme.

1 Lindheim, Riedel, Wolff: "reisen"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]