Sechs Heine-Lieder

Song Cycle by Norbert Linke (b. 1933)

Word count: 296

1. An deine Schneeweiße Schulter [sung text not yet checked]

An deine schneeweiße Schulter
Hab ich mein Haupt gelehnt,
Und heimlich kann ich behorchen,
Wonach dein Herz sich sehnt.

[Es]1 blasen die blauen Husaren,
Und reiten zum Tor herein,
Und morgen will mich verlassen
Die Herzallerliebste mein.

Und willst du mich morgen verlassen,
So bist du doch heute noch mein,
Und in deinen schönen Armen
Will [ich doppelt selig]1 sein.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

View original text (without footnotes)
1 Glazunov: "(Horch!) Es"
2 Glazunov: "doppelt selig ich"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Die Welt ist dumm, die Welt ist blind [sung text not yet checked]

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
Wird täglich abgeschmackter!
Sie spricht von dir, mein schönes Kind:
Du hast keinen guten Charakter.

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
Und dich wird sie immer verkennen;
Sie weiß nicht, wie süß deine Küsse sind,
Und wie sie beseligend brennen.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 123.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

3. Das weiß Gott, wo sich die tolle Dirne [sung text not yet checked]

Das weiß Gott, wo sich die tolle
Dirne einquartieret hat;
Fluchend, in dem Regenwetter,
Lauf ich durch die ganze Stadt.

Bin ich doch von einem Gasthof
Nach dem andern hingerannt,
Und an jeden groben Kellner
Hab ich mich umsonst gewandt.

Da erblick ich sie am Fenster,
Und sie winkt und kichert hell.
Könnt ich wissen, du bewohntest,
Mädchen, solches Prachthotel!

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Du sollst mich liebend umschließen [sung text not yet checked]

Du sollst mich liebend umschließen,
Geliebtes, schönes Weib!
Umschling mich mit Armen und Füßen,
Und mit dem geschmeidigen Leib.

*

Gewaltig hat umfangen,
Umwunden, umschlungen schon
Die allerschönste der Schlangen
Den glücklichsten Laokoon.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Es blasen die blauen Husaren [sung text not yet checked]

Es blasen die blauen Husaren
und reiten zum Tor hinaus;
da komm' ich, Geliebte, und bringe
dir einen Rosenstrauß.

Das war eine wilde Wirtschaft!
Kriegsvolk und Landesplag'!
Sogar in deinem Herzen
viel Einquartierung lag.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Els blaus hússars toquen la trompeta", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emma Lazarus) , appears in Poems and Ballads of Heinrich Heine, first published 1881
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Suonano la tromba gli ussari blu", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Habe auch, in jungen Jahren [sung text not yet checked]

Habe auch, in jungen Jahren,
Manches bittre Leid erfahren
Von der Liebe Glut.
Doch das Holz ist gar zu teuer,
Und erlöschen will das Feuer,
Ma foi! und das ist gut.

Das bedenke, junge Schöne,
Schicke fort die dumme Träne,
Und den dummen Liebesharm.
Ist das Leben dir geblieben,
So vergiß das alte Lieben,
Ma foi! in meinem Arm.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]