Mädchenlieder

Song Cycle by Hans Huber (1852 - 1921)

Word count: 594

1. Auf die Nacht in den Spinnstuben [sung text not yet checked]

Auf die Nacht in den Spinnstuben
Da singen die Mädchen,
Da lachen die Dorfbuben,
Wie flink [gehn die]1 Rädchen!
 
Spinnt jedes [am]2 Brautschatz,
Daß der Liebste sich freut.
Nicht lange, so gibt es
[Ein]3 Hochzeitsgeläut.
 
Kein Mensch, der mir gut ist,
Will nach mir fragen.
Wie bang mir zumut ist,
Wem soll ich's klagen?
 
Die Tränen rinnen
Mir übers Gesicht -
Wofür [ich soll]4 spinnen,
Ich weiß es nicht!

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Meisjeslied", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "At night in the spinning rooms", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant de jeune fille", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Zemlinsky: "geht das"
2 Zemlinsky: "ein"
3 Omitted by Zemlinsky.
4 Brahms: "soll ich"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Der Tag wird kühl [sung text not yet checked]

Der Tag wird kühl, der Tag wird blaß,
die Vögel streifen übers Gras.
[Ei]1 wie die Halme schwanken,
[vor]2 ihrer Flügel Wanken
und leise wehn ohn' Unterlaß.

Und Abends spät die Liebe weht
ob meines Herzens [Blumenbeet]3.
[Das ist ein heimlich Beben,
Und süße Gedanken weben]4
sich in mein [tiefstes]5 Nachtgebet.

Du fernes Herz, komm zu mir bald,
sonst werden [wir]6 beide grau und alt,
sonst wächst in meinem Herzen 
viel [Unkraut und viel]7 Schmerzen;
[Da wird's den Blumen gar zu kalt!]8

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  • ENG English (Emily Ezust) , "The day grows cool", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 Zemlinsky: "Schau"
2 Zemlinsky: "von"
3 Zemlinsky: "Rosenbeet"
4 Zemlinsky: "Die Zweigen flüstern und beben, / und holde Gedanken weben"
5 Zemlinsky: "heimlich"
6 Zemlinsky: "mir"
7 Zemlinsky: "Unkraut, Dorn, und"
8 Zemlinsky: "Die Nacht ist lang, die Nacht wird kalt!"

Researcher for this text: Peter Donderwinkel

3. Mir träumte von einem Myrtenbaum [sung text not yet checked]

Mir träumte von einem Myrtenbaum,
so blühenden hab' ich nie geseh'n.
Die Nacht, die ist vergangen,
der Traum will nicht vergeh'n.
Was soll mir nun mein Sträusslein bunt,
was soll mir nun der Veilchenkranz?
Ich wollt', es wären Myrten,
da führt' er mich zum Tanz.
Zur Kirchen und hernach zum Tanz,
der Himmel wär' mir aufgetan!
Ach, Liebster, holder Liebster,
wie lange steht's noch an?

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  • ENG English (Emily Ezust) , "I dreamed of a myrtle tree", copyright ©

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1 myrtle was used for bridal wreathes.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Und bild dir nur im Traum nichts ein [sung text not yet checked]

[Und bild' dir nur im Traum nichts ein]1,
Du bist mir viel zu jung.
Ums Kinn noch kaum dir sprosst der Flaum,
Das ist mir nicht genung.

Und wenn ich einen heiraten tu',
Muß sein ein Reiter zu Roß,
Noch eins so lang und breit wie du,
Sein Bart zweier Ellen groß.

Sein Rappe saust im Windeslauf,
Sein Bart der deckt mich zu,
Ich sitz' vor ihm am Sattelknauf,
Und hinterm Ofen du!

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  • ENG English (Emily Ezust) , "And in your dream imagine nothing for yourself", copyright ©

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1 Herzogenberg: "Und bild' dir nur nichts ein im Traum"; Woikowsky-Biedau: "Und bilde dir nichts ein" (according to the Musikalien-catalog von Heinrichshofen's Verlag in Magdeburg; further changes may exist not shown above)

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Und wie sie kam zur Hexe [sung text not yet checked]

Und [wie]1 sie kam zur Hexe,
Dornröschen hold, Dornröschen gut,
Die stach sie in ihr Fingerlein,
Da floß das rote Blut.

Sie schloß die lichten Augen,
Vom Spindelstich das Mägdlein schlief,
Bis um das graue Königsschloß
Eine Rosenhecke lief.

Und nach dreihundert Jahren,
Da kam ein schöner Rittersmann,
Mit blankem Schwert er hieb sich durch,
Bis er die Maid gewann. --

Ich wollt', ich läge schlafen
Dreihundert Jahr im Rosenhag,
Bis daß der Eine gegangen käm,
Der mich gewinnen mag!

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  • ENG English (Emily Ezust) , "And as she came to the witch", copyright ©

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1 Jensen: "als"; further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Soll ich ihn lieben [sung text not yet checked]

Soll ich ihn lieben, 
Soll ich ihn [hassen]1,
Dem sich mein Herz schon heimlich ergab?
Soll ich mich üben,
Recht ihn zu hassen?
Rate mir gut, doch rate nicht ab!

Wild ist er freilich, 
Heftig von Sitten,
Keiner begreift es, wie lieb ich ihn hab'.
Aber so heilig 
Kann er auch bitten --
Rate mir gut, doch rate nicht ab!

Reichere könnt' ich, 
Weisere haben;
Gut ist im Leben ein sicher Stab.
Keiner doch gönnt' ich 
Den wilden Knaben --
Rate mir gut, doch rate nicht ab!

Laß ich von schlimmer 
Wahl mich betören,
Besser, ich legte mich gleich ins Grab.
Klug ist es immer, 
Auf Rat zu hören --
Rate mir gut, doch rate nicht ab!

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Should I love him or should I leave him", copyright ©

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1 Fielitz: "lassen"

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7. Lieb war die Nacht [sung text not yet checked]

Lieb, o lieb war die Nacht
Mitten am hellen Tag,
Als wir die Läden geschlossen,
Als durch die schützenden Sprossen
Goldige Dämmerung brach.

Kühl, o kühl war der Saal,
Drinnen die Welt uns verging,
Da wir in seligem Schmachten
Wandelten, flüsterten, lachten,
Bis uns der Schlummer umfing.

Süß, o süß war der Traum,
Herz am Herzen geträumt!
Über uns schwebend im Kreise
Flattert' ein Schmetterling leise,
Dunkel die Schwingen umsäumt.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

8. Der Himmel hat keine Sterne so klar [sung text not yet checked]

Der Himmel hat keine Sterne so klar,
Das Meer so keine Korallen,
Wie mir ein Menschenaugenpaar
Und Menschenlippen gefallen.

Er wandert unter den Sternen dahin,
Er wandert über die Meere,
Er geht mir immer [durch]1 den Sinn,
Dem ich zu eigen gehöre.

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  • ENG English (Emily Ezust) , "The sky has no stars so clear", copyright ©
  • ITA Italian (Italiano) (Gianni Franceschi) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 Zemlinsky: "nur durch"

Researcher for this text: Jakob Kellner