Vier Gedichte nach Heine, Shakespeare und Lord Byron (1888-1896)

Song Cycle by Hugo Wolf (1860 - 1903)

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1. Wo wird einst des Wandermüden [sung text not yet checked]

Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd' ich wo in einer Wüste
eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh' ich an der Küste
eines Meeres in dem Sand?

Immerhin, mich wird umgeben
Gottes Himmel dort wie hier,
und als [Totenlampen]1 schweben
nachts die Sterne über mir.

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Where, for one who is weary of travel", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Où?", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "In quale luogo, chi più vagare non vuole", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Rubinstein: "das Totenlampe"

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2. Lied des transferierten Zettel [sung text checked 1 time]

Die Schwalbe, die den Sommer bringt,
der Spatz, der Zeisig fein,
Die Lerche, die sich lustig schwingt
bis in den Himmel 'nein.

Der Kukuck, der der Grasmück'
so gern ins Nestchen heckt,
Und lacht darob mit arger Tück',
und manchen Ehemann neckt.

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  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Canzone del foglietto smarrito", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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3. Sonne der Schlummerlosen [sung text checked 1 time]

Sonne der Schlummerlosen, bleicher Stern!
Wie Tränen zittern, schimmerst du von fern;
Du zeigst die Nacht, doch scheuchst sie nicht zurück,
Wie ähnlich bist du dem entschwundnen Glück,
Dem Licht vergangner Tage, das fortan nur leuchten,
Aber nimmer wärmen kann!
Die Trauer wacht, wie es durchs Dunkel wallt,
Deutlich doch fern, hell, aber o wie kalt!

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  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Soleil de celui qui ne dort pas", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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4. Keine gleicht von allen Schönen [sung text checked 1 time]

Keine gleicht von allen Schönen,
Zauberhafte, dir!
Wie Musik auf Wassern tönen
Deine Worte mir;
Wenn das Meer vergißt zu rauschen,
Um entzückt zu lauschen,
Lichte Wellen leise schäumen,
Eingelullte Winde träumen:

Wenn der Mond die Silberkette
Über Fluten spinnt,
Deren Brust im stillen Bette
Atmet, wie ein Kind:
Also liegt mein Herz versunken,
Lauschend, wonnetrunken,
Sanft gewiegt und voll sich labend,
Wie des Meeres Sommerabend.

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  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Aucune de toutes les belles n'égale", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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