Sechs Lieder für 1 Singstimme mittleren Umfanges mit Pianoforte

Song Cycle by Paul Hoppe (1869 - 1933)

Word count: 392

1. Schöne Einrichtung [sung text not yet checked]

Das ist doch schön [eingericht']1,
Daß Baum und Mondenlicht
Nicht dann und wann
Ausplaudern kann!

Schätzelein, schau einmal
Dort in das tiefe Thal,
Gestern, ja, ja,
Waren wir da!

Meinst du, die Sommernacht, 
Habe nicht auch gewacht? 
Das ganze Thal 
Lauschte zumal. 

Dich hat der Bach gesehn, 
Dich sah das Mondlicht gehn,
Weit in die Rund 
Ward es schon kund.

Und an des Baches Saum,
Da steht ein Lindenbaum,
Der aber -- der, 
Der sah noch mehr! 

Das ist doch schön eingericht',
Daß Baum und Mondenlicht
Nicht dann und wann 
Ausplaudern kann!

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 81-82

1 Deprosse, Reissmann: "eingerichtet"; further changes may exist not shown above.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Im Volkston [sung text not yet checked]

Wär' ich ein Vöglein, du herzig süße Maid,
wär' ich ein Vöglein zu dieser Zeit,
flög' ich zu dir mit schnellen, leichten Schwingen
und wollte dir die schönsten Lieder singen.
Wär' ich ein Vöglein, ich flöge zu dir.

Wär' ich ein Lüftlein, du herzig süße Maid,
wär' ich ein Lüftlein zu dieser Zeit,
wollt' ich voll Lust in deinen Locken wühlen
und kosend dir die Rosenwangen kühlen.
Wär' ich ein Lüftlein, ich wehte zu dir.

Wär' ich ein Blümlein, du herzig süße Maid,
wär' ich ein Blümlein zu dieser Zeit,
dann wollt' ich dir gar süße Düfte spenden
und still beglückt an deinem Herzen enden.
Wär' ich ein Blümlein, ich duftete dir.

Wär' ich dein Liebster, du herzig süße Maid,
wär' ich dein Liebster zu dieser Zeit,
dann wäre mir der Himmel aufgegangen,
dann küsst' ich dich, von deinem Arm umfangen.
Wär' ich dein Liebster, was wollt' ich mehr?

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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Researcher for this text: Johann Winkler

3. Ein Fichtenbaum steht einsam [sung text not yet checked]

Ein [Fichtenbaum]1 steht einsam
Im Norden auf kahler Höh';
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme,
Die fern im Morgenland,
Einsam und [schweigend]2 trauert
Auf brennender Felsenwand.

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 137.

1 Biegeleben: "Tannenbaum"; further changes may exist not shown above.
2 Marx: "schweigsam"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

4. Frage nicht [sung text not yet checked]

Wie sehr ich dein, soll ich dir sagen?
Ich weiß es nicht und will nicht fragen:
Mein Herz behalte seine Kunde,
Wie [tief]1 es dein im Grunde.

O still! ich möchte sonst erschrecken,
Könnt' ich die Stelle nicht entdecken,
Die unzerstört für Gott verbliebe
Beim Tode deiner Liebe.

Authorship

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  • ENG English (Emily Ezust) , copyright © 2015
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Ne demande pas", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

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1 Franz: "sehr"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler

5. Wunsch [sung text not yet checked]

O, dass ich eine Fee doch wär
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Morgenständchen [sung text not yet checked]

Steh' auf und öffne das Fenster schnell,
Es lacht der Morgen so frisch, so hell,
Und unten im kleinen Garten
Sind Leute, die Deiner warten.1

Die Veilchen kamen über Nacht,
Hoffärtig breit sich die Tulpe macht,
Und träumend auf und nieder
Schwankt schon der blaue Flieder.1

Die [Ärmsten]2 haben keine Ruh',
[An's Fenster blicken sie immerzu]3,
Sie glauben nicht an des Lenzes Wehen,
Bis sie die holde Rose gesehen.4

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Morning serenade", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Albert Traeger, Neunte vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von Ernst Keil, 1873, page 114.

Note: in many older editions, the spelling of the word "Ärmsten" becomes "Aermsten", but as can be seen in how "über" becomes "Ueber" when capitalized, this is due to the printing process and not to rules of orthography, so we use "Ärmsten".

1 Taubert inserts: "Steh' auf, steh' auf, steh' auf!"
2 Taubert: "Armen"
3 Taubert: "Sie blicken an's Fenster immerzu"
4 Taubert inserts: "Holde Rose, steh' auf, steh' auf!"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]