Japanischer Frühling : nach altjapanischen Dichtungen

Song Cycle by Maria Bach (1896 - 1978)

Word count: 511

1. Täuschung  [sung text not yet checked]

Ich glaubte, dass die weissen Blüten
Des Frühlings mir entgegentrieben.

Ich irrte mich. Es war das Glänzen,
Das Liebesglänzen deiner Schönheit.

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2. Frühlingsregen [sung text not yet checked]

Sie weinen alle, da die Kirschenblüten
Zur Erde rieseln. Dieses fällt mir ein:
Ob wohl der Regen, der im Frühling fällt,
Die Tränenflut der trauernden Menschen ist?

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Confirmed with Hans Bethge, Japanischer Frühling. Nachdichtungen japanischer Lyrik, Leipzig, Insel Verlag, 1920, page 48.


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3. Immer wieder [sung text not yet checked]

Ich weiss es: alle Mühe ist umsonst,
Dir zu begegnen. Dennoch, immer wieder.
Geh ich hinaus und hoffe dich zu finden, -- 
Wie könnt ich ruhn, da ich voll Sehnsucht bin!

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4. Sehnsucht nach der Nachtigall [sung text not yet checked]

Ich will den Frühlingswind, o Nachtigall,
Mit weichen Blumendüften zu dir senden,
Damit sie dir den Weg herüberweisen
In unsre Flur, -- wir warten schon so lang!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Yearning for the nightingale", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

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5. An einen Freund [sung text not yet checked]

Du kommst nur, um die Blumen blühn zu sehen
Bei meinem Hause. Sind sie erst verwelkt,
So weiss ich wohl, dass ich mich Tag für Tag
Umsonst nach deinem Kommen sehnen werde.

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6. Dauernde Erinnerung [sung text not yet checked]

Ich wünsche ein Gewand mir von der Farbe
Der Kirschenblüten. Wenn die Blüten dann
Schon lang verwelkt sind, werd ich immer doch
Durch mein Gewand an ihre Lust gemahnt.

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7. Um mit Dir zu leben [sung text not yet checked]

Um mit dir zu leben, die ich liebe,
Wäre es mir recht,
In ärmlicher Hütte zu hausen,
Mich am Webstuhl zu mühen
Oder am Spinnrad.

Um mit dir zu leben, die ich liebe.
Wäre es mir recht,
Die Wäsche zu waschen
Im fliessenden Fluss
Oder das Gras in der Sonne zu schneiden.

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8. Schlaflos [sung text not yet checked]

In schlafgemiedner Nacht hör ich die Rufe
Des Kuckucks aus den Bergen klingen. Ach,
Bist du von Liebesschmerzen auch geplagt,
Dass du nicht schlafen kannst, o ferner Vogel?

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9. An die Wildgänse [sung text not yet checked]

Eilt nicht so sehr, Wildgänse dort am Himmel,
In eure alte Heimat heimzukehren, -- 
Wisst ihr denn nicht, dass eurer Heimat Berge
Euch längst vergassen, da ihr ferne wart?

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10. Heimweh [sung text not yet checked]

Wenn sich der Abend niedersenkt und Nebel
Eintönig wallen übers graue Meer,
Und wenn die Kraniche mit müder Stimme
Ins Dunkel rufen, traurig anzuhören, -- 
Dann denk ich meiner Heimat, schmerzdurchweht.

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11. Schwermut [sung text not yet checked]

Und wer in seinem Herzen noch so sehr
Verhärtet ist: ein Weh durchschauert ihn,
Und Schwermut senkt sich tief in sein Gemüt,
Wenn er zur Dämmrung aus den sumpfigen Wiesen
Die Schnepfen in den Abend steigen sieht.

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12. Vergebenes Warten [sung text not yet checked]

Ich harre meiner Liebsten in der Nacht.
Ich höre, wie die Glocke Stund um Stunde
Ins Dunkel ruft. Abscheulich ist fürwahr
Der Schrei des Hahns, wenn er die Liebenden,
Die sich umarmen, auseinanderreisst.
Doch er bedeutet nichts, verglichen mit
Der fürchterlichen Qual, da man umsonst
Mit wilder Sehnsucht auf die Liebste harrt!

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13. Erinnerung [sung text not yet checked]

Da ich von ihr auf ewig schied, stand fühllos
Und blass der Mond am Morgenhimmel da.

Nichts quält mich schrecklicher seit jenem Morgen,
Als wenn ich in der Frühe, müd erwacht,
Den Mond in fahler Dämmerung hängen seh.

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14. Frühlings Ende [sung text not yet checked]

Im Bambushaine meines Gartens hör ich
Die Nachtigall mit müder Stimme klagen, -- 
Sie trauert, weil die weissen Pflaumenblüten
In Scharen von den Bäumen niederfallen,
Weil nun der Lenz mit seinen Wundern flieht.

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15. Abschied von den Blüten [sung text not yet checked]

So innig hab ich mit den holden Blüten
Des Frühlings mich befreundet, dass mir scheint,
Wir seien eins geworden, sie und ich.
Da sie nun welken, von der Zeit bezwungen.
Und traurig hingehn, mich alleine lassend.
Füllt sich mein Herz mit namenlosem Jammer,
Und schluchzend nehm ich Abschied, fassungslos.

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