Herbstklänge. Acht Gesänge für 1 mittlere Stimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Carl Banck (1809 - 1889)

Word count: 524

1. Zum Kinderland [sung text not yet checked]

O wüßt ich doch den Weg zurück,
Den lieben Weg zum Kinderland!
O warum sucht' ich nach dem Glück
Und ließ der Mutter Hand?

O wie mich sehnet auszuruhn,
Von keinem Streben aufgeweckt,
Die müden Augen zuzutun,
Von Liebe sanft bedeckt!

Und nichts zu forschen, nichts zu spähn,
Und nur zu träumen leicht und lind;
Der Zeiten Wandel nicht zu sehn,
Zum zweiten Mal ein Kind!

O zeig mir doch den Weg zurück,
Den lieben Weg zum Kinderland!
Vergebens such ich nach dem Glück,
Ringsum ist öder Strand!

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Heimwee II", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright © 2019
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Mal du pays II", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Nostalgia II", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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2. Mahnung [sung text not yet checked]

Glocken hör' ich klingen
 . . . . . . . . . .

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3. Verzogen [sung text not yet checked]

Verzogen, 
Verflogen,
Alle Vögel aus dem Nest!
Nur die Mauern,
Sie dauern,
Überdauern die Gäst'.

Junge Zeiten,
Sie schreiten
Wie Geister vorbei.
Wo ist nun geblieben
Das Lachen, das Lieben?
Blieb keines dir treu?

Von weiten
Da läuten
Die Glocken wie einst.
Alter Träumer, entrinne,
Daß am Fenster die Spinne
Nicht sieht, wie du weinst!

             Sorrent

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4. Nach Freud' Leid [sung text not yet checked]

Aus der Erde quellen Blumen,
Aus der Sonne quillt das Licht,
Aus dem Herzen quillt die Liebe,
Und der Schmerz, der es zerbricht.

Und die Blumen müssen welken,
Und dem Lichte folgt die Nacht,
Und der Liebe folgt das Sehnen,
Das das Herz so düster macht.

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Sounds", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Giulio Cesare Barozzi) , "Suoni (n. 1)", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Klaus Groth's Gesammelte Werke. Vierter Band. Plattdeutsche Erzählungen - Hochdeutsche Gedichte, Kiel und Leipzig, Verlag von Lipsius & Tischer, 1893, page 173.


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5. Gedenken [sung text not yet checked]

Düftet die Lindenblüt´
Schläfernd zur Nacht,
Düftet mir ins Gemüt,
Was mich traurig macht.
Denkst wohl noch, Lindenbaum,
Denkst an den Blumentraum?
Ach, es war eitel Schaum
Und ist verblüht.

Klaget die Nachtigall
Abends ihr Leid,
Kommt´s mit dem Liederschall
Wie aus ferner Zeit.
Denkst du im Nachtgesang,
Wie´s einst zu Herzen drang?
Ach, es war leerer Klang
Und ist schon weit.

Unter dem Lindendach
Sitzt ich allein,
Blicke den Zeiten nach,
Und dem Mondenschein,
Aber die Lindenblüt,
Düftet mir ins Gemüt
Bis mir die Trän erglüht
Ach, es war mein.

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6. Der Jugendkranz [sung text not yet checked]

Ich sah als Knabe Blumen blühn -
Ich weiß nicht mehr, was war es doch?
Ich sah die Sonne drüber glühn -
Mich dünkt, ich seh' es noch.

Es war ein Duft, es war ein Glanz,
Die Seele sog ihn durstend ein.
Ich pflückte sie zu einem Kranz - 
Wo mag er blieben sein?

Ich such' an jedem Blümchen nach
Um jenen Schmelz, um jenes Licht,
Ich forsche jeden Sommertag -
Doch solche find' ich nicht.

Ihr wußtet nimmer, was ich trieb?
Ich suchte meinen alten Kranz.
Er war so frisch, so licht, so lieb -
Es war der Jugendglanz.

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Heimwee III", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Homesickness III", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Mal du pays III", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Nostalgia III", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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7. Dereinst [sung text not yet checked]

Dereinst, dereinst,
[Gedanke]1 mein,
Wirst ruhig sein.

Läßt Liebesglut
Dich still nicht werden,
In kühler Erden,
Da schläfst du gut,
[Dort ohne Lieb']2
und ohne Pein
Wirst ruhig sein.

Was du im Leben
Nicht hast gefunden,
Wenn es entschwunden,
[Wird's dir]3 gegeben,
Dann ohne Wunden
[Und ohne Pein]2
Wirst ruhig sein.

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Based on

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Liefdesverdriet", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David K. Smythe) , "One day, o my mind", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chagrin d'amour", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "Desgosto de amor", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Schumann: "O Gedanke"
2 omitted by Schumann
3 Schumann, Wolf: "Wird dir's

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8. Träumerei [sung text not yet checked]

Ernst ist der Herbst. 
Und wenn die Blätter fallen,
sinkt auch das Herz
zu trübem Weh herab.
Still ist die Flur, 
und nach dem Süden wallen
die Sänger, stumm,
wie nach dem Grab.

Bleich ist der Tag,
und blasse Nebel schleiern
die Sonne wie die Herzen, ein.
Früh kommt die Nacht: 
denn alle Kräfte feiern, 
und tief verschlossen ruht das Sein.

Sanft wird der Mensch.
Er sieht die Sonne sinken,
er ahnt des Lebens
wie des Jahres Schluß.
Feucht wird das Aug',
doch in der Träne Blinken,
entströmt des Herzens
seligster Erguß.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Wim Reedijk) , "In de herfst", copyright © 2003, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "In the autumn", copyright © 2004
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "En automne", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Virginia Knight