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Im Frühling. Acht Lenzlieder für Sopran

Song Cycle

1. Lasst mich ruhen, lasst mich träumen [sung text not yet checked]

Laßt mich ruhen, laßt mich träumen,
Wo die Abendwinde linde
Säuseln in den Blütenbäumen,
Wo der Nachtigallen 
Lieder wieder 
In der Zweige Dämmrung schallen!

Wie des Mondes Silberhelle
Auf des Baches dunkler Welle,
Spielt in dieser lichten Stunde
Auf des [Weges]1 dunklem Grunde
Der vergangnen Tage 
Freud' und Klage.
Der Erinnrung Lust und Schmerzen
Flimmern auf in meinem Herzen -

Laßt mich ruhen, laßt mich träumen
Bei der Nachtigallen Sange
Unter vollen Blütenbäumen
Lange -- lange!

Authorship:

Set by by Adolf Jensen (1837 - 1879), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Charles Fonteyn Manney) , "Let me linger", first published 1911
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke; Erster Band : Lyrische Gedichte: Dichterleben, Liebesleben, Berlin, F. Fontane, 1890, p. 77

1 Liszt: "Lebens"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Wunderschöne Frühlingszeit [sung text not yet checked]

Wenn der Frühling auf die Berge steigt
 Und im Sonnenstrahl der Schnee zerfließt,
Wenn das erste Grün am Baum sich zeigt,
 Und im Gras das erste Blümlein sprießt --
   Wenn vorbei im Thal
   Nun mit einem Mal
 Alle [Regenzeit]1 und Winterqual,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

Wenn am Gletscher heiß die Sonne leckt,
 Wenn die Quelle von den Bergen springt,
Alles rings mit jungem Grün sich deckt
 Und das [Lustgetön]2 der Wälder klingt--
   Lüfte lind und lau
   Würzt die grüne Au,
 Und der Himmel lacht so rein und blau,
   Schallt es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

War's nicht auch zur jungen Frühlingszeit,
 Als Dein Herz sich meinem Herz erschloß?
Als von Dir, du wundersüße Maid,
 Ich den ersten langen Kuß genoß!
   Durch den Hain entlang,
   Heller Lustgesang,
 Und die Quelle von den Bergen sprang--
   Scholl es von den Höh'n
   Bis zum Thale weit:
   O, wie wunderschön
   Ist die Frühlingszeit!

Authorship:

Based on:

Set by by (Karl Gottfried) Wilhelm Taubert (1811 - 1891), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Natalie Macfarren) , "Flow'ry May"
  • FRE French (Français) [singable] (François Nicollin)
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Quando la primavera arriva sui monti", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Mandyczewski: "Regenszeit"
2 Mandyczewski: "Luftgetön" (typo in the score?)

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Im Walde lockt der wilde Tauber [sung text not yet checked]

Im Walde lockt der wilde Tauber,
Am stillen See der Weißdorn blüht,
Da kommt der alte Frühlingszauber
Gewaltig über mein Gemüt.

Mir ist, als sollt' ich Flügel dehnen
Ins klarvertiefte Blau dahin;
Mein Auge schwillt von heißen Tränen,
Und doch in Freuden steht mein Sinn.

Geheimnisvolle Glut ergreift mich
Bei tiefer Nacht oft wunderbar,
Und wie mit süßer Ahnung streift mich
Im Traum ein flatternd Lockenhaar.

Und morgens dann in roter Frühe
Erwacht mein Herz so reich und froh,
Als wüßt' es, daß sein Glück schon blühe,
Und müßte nur noch raten, wo?

Authorship:

Set by by Karl Heinrich Carsten Reinecke (1824 - 1910), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Den Maien preiset alle Welt [sung text not yet checked]

  Den Maien preiset alle Welt,
Wir halten's mit dem Merzen!
Ja, grüße dich Gott in Wald und Feld,
Du fröhlicher Merz, von Herzen!
  Ei, mußt du auch mit scharfem Hauch
Den Winter noch verjagen,
Bald wagt's zu grünen am Bach der Strauch,
Und der Vogel im Hain zu schlagen!

  Und bald, und bald, da ziehn durch's Thal
Die ersten Frühlingslüfte,
Da senden die Veilchen dem Sonnenstrahl
Verstohlen ihre Düfte;
  Da lacht uns an so hold, so hold
Die Au im grünen Kleide:
O erstes Grün im Abendgold,
Du köstlichstes Geschmeide!

  Ja, Merz! mit deinem Hoffnungstraum,
Mit deinem heitern Glauben,
Fürwahr, der Mai ist trauter kaum
Mit seinen duftigen Lauben!
  Ja, Merz! mit deinen Knospen zart,
Wer still wie du mag warten,
Dem blühen, eh' es Frühling ward,
Schon alle Blumen im Garten!

Authorship:

Set by by Franz Wilhelm Abt (1819 - 1885), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser. 1842-1874, Basel: Benno Schwabe Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 14-15.


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

5. Es glänzte golden die Sonne [sung text not yet checked]

Es glänzte golden die Sonne 
Noch zitternd am Bergesrand, 
Die Abendwölken glühten
Wie Rosen am goldenen Band.

Und drunten rauschten die Wogen
Das wunderbare Lied
Vom Lenz, der über die Berge
Zu allen Herzen zieht.

Da schaut' ich dir ins Auge  
So tief, so licht, so klar,  
Und wußte, daß in zwei Herzen
Der Frühling gezogen war.

Authorship:

Set by by Friedrich Wilhelm Kücken (1810 - 1882), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold

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Confirmed with Deutsche Lyriker seit 1850, zweite verbesserte und vermehrte Auflage, Leipzig: Albert Fritsch, 1868, page 312.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

6. Wir gingen durch duftende wiesen [sung text checked 1 time]

Wir gingen durch duftenden Wiesen, 
Da haben wir oft uns gebückt, 
Und Blümlein zu unseren Füßen 
Still liebenden Sinnes gepflückt. 

Und weißt du, Herzliebchen, wie balde 
Ein Sträußchen uns schmückte die Brust, 
Und wie dann im dämmernden Walde 
Wir flugs uns'res Glückes bewußt?  

Wir brachen das zagende Schweigen, 
Wie wir es seit Langem gemüßt, 
Und haben in flüsternden Zweigen 
Uns, ach, so herzinnig geküßt. 

Es war eine selige Stunde, 
Und ahnungsüß rauschte der Hain 
Und sangen die Vögel die Kunde:  
"Du mein, ich ewig auch Dein!" 

Authorship:

Set by by Albert Karl Tottmann (1837 - 1917), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold; confirmed with a Breitkopf & Härtel edition

Researcher for this text: Melanie Trumbull

7. Zum Maienfest um Pfingsten [sung text not yet checked]

Zum Maienfest um Pfingsten 
Kein Bursche bleibt zu Haus, 
Es schmückt auch den Geringsten 
Ein Riesen-Blumenstrauß. 

Auf blankgeputzten Pferden, 
In bunter Bänder Pracht  --  
Maikönige zu werden, 
Wird früh sich aufgemacht. 

Das ist ein Wettereiten, 
Ein Jagen toll und dreist, 
Den Preis sich zu erstreiten, 
Der so viel Glück verheißt. 

Und wie im wilden Tanze 
Dann Blum' und Bänder wehn, 
Wenn in dem Mädchenkranze 
Maikönigin zu sehn! 

Das ist ein Fest der Jungen 
Im ewig jungen Mai, 
Gesprungen und gesungen, 
Gefreit wird auch dabei. 

Und, die sich heut' im Scherze 
Nur werden zugesellt, 
Wer weiß, wie bald das Herze 
Sie fest umschlungen hät. 

Dann gibt's ein lustig Pärchen, 
Ein frohes Hochzeitsfest 
Und kaum nach einem Jährchen 
Dann zwitschert es im Nest. 

Das kommt vom Maienfeste, 
Vom wilden Tanz und Ritt, 
Man sagt ja stets:  Das Beste 
Bringt erst die Zukunft mit!  

Authorship:

Set by by Ferdinand von Hiller (1811 - 1885), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold

Confirmed with Gedichte von Karl Stelter, dritte erneuerte Auflage, Elberfeld: Bädeker'sche Buch- und Kunsthandlung, 1880, pages 188 - 189. Appears in Festblätter.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

8. Wo ich zum ersten Mal dich sah [sung text not yet checked]

Wo ich zum ersten Mal Dich sah,
Wie üppig grünt' die Wiese da.
Wo ich zum ersten Mal Dich sprach,
Da blühn die Veilchen unterm Dach.

Wo ich Dich küßt in dunkler Nacht,
Da lodert nun der Rosen Pracht,
Doch wo ich Abschied nahm in Leid,
Da rauscht nun eine Trauerweid'.

Bald jauchzt in Wonne mir das Herz,
Bald sinkt es ein in tiefstem Schmerz.
So blüht und rauscht das ganze Thal
Von unsrer Lieb, von unsrer Qual.

Authorship:

Set by by Karl Heinrich Carsten Reinecke (1824 - 1910), published 1870 [ soprano and piano ], Leipzig, Arnold

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
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