Sechs Lieder

Song Cycle by Eduard Lassen (1830 - 1904)

Word count: 0

1. Das alte Lied [sung text checked 1 time]

[ ... ]
Ei! kennt ihr noch das alte Lied, Das einst so wild die Brust durchglüht, Ihr Saiten dumpf und trübe? Die Engel, die nennen es Himmelsfreud, Die Teufel, die nennen es Höllenleid, Die Menschen, die nennen es: Liebe!
[ ... ]

Authorship

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Der Fichtenbaum [sung text not yet checked]

Ein [Fichtenbaum]1 steht einsam
Im Norden auf kahler Höh';
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme,
Die fern im Morgenland,
Einsam und [schweigend]2 trauert
Auf brennender Felsenwand.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "A spruce-tree stands alone", copyright ©
  • ENG English [singable] (Bertram Kottmann) , "A fir-tree standing lonesome", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Edgar Alfred Bowring) , appears in The Poems of Heine Complete, first published 1861
  • ENG English (Emma Lazarus) , "Song", appears in Poems and Ballads of Heinrich Heine, first published 1881
  • ENG English [singable] (Arthur Westbrook) , "In northern land a pine-tree"
  • ESP Esperanto (Ludwik Lejzer Zamenhof) , "En nord' unu pino"
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 33, first published 1827
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Sta un abete solitario", copyright © 2004, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 137.

1 Biegeleben: "Tannenbaum"; further changes may exist not shown above.
2 Marx: "schweigsam"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

3. Im Wald [sung text not yet checked]

Wandl' ich [in dem]1 Wald des Abends,
In dem träumerischen Wald,
Immer wandelt mir zur Seite
Deine zärtliche Gestalt.
 
Ist es nicht dein weißer Schleier?
Nicht dein sanftes Angesicht?
Oder ist es nur der Mondschein,
Der durch Tannendunkel bricht?
 
Sind es meine eignen Tränen
Die ich leise rinnen hör'?
Oder gehst du, Liebste, [wirklich]2
Weinend neben mir einher?

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1 Lassen: "den" (further changes may exist not noted above); Zemlinsky: "im"
2 Zemlinsky: "weinend"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Childe Harold [sung text not yet checked]

Eine starke, schwarze Barke
segelt trauervoll dahin.
Die vermummten und verstummten
Leichenhüter sitzen drin.

Toter Dichter, stille liegt er,
mit entblößtem Angesicht;
seine blauen Augen schauen
immer noch zum Himmelslicht.

Aus der Tiefe klingts, als riefe
eine kranke Nixenbraut,
und die Wellen, sie zerschellen
an dem Kahn, wie Klagelaut.

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Mirza Schaffy [sung text not yet checked]

Ich dachte dein in [tiefer]1 Nacht;
Da leuchtete mit heller Macht,
Mit plötzlicher, die Finsterniß,
Und wurde klar, wie Morgenpracht.

Zu jener Stunde hat gewiß,
Dein Auge, Liebchen, auch gewacht,
Zu jener Stunde hat gewiß,
In Liebe mein dein Herz gedacht.

Authorship

Based on

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Note: in Deutsche Lyriker seit 1850. Mit literarhistorischer Einleitung und biographisch-kritischen Notizen von Dr. Emil Kneschke. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, Leipzig: Albert Fritsch, 1868, p. 248, this poem is titled "Liebesbegegnung" and incorrectly attributed to Christian Höppl (1826 - ?).

1 Heuberger: "stiller"; further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Die Spinnerin [sung text not yet checked]

Schnurre, schnurre, meine Spindel,
Dreh' dich ohne Rast und Ruh'!
Totenhemd und Kinderwindel
Und das Brautbett rüstest du.

Goldner Faden, kann nicht sagen,
Welch ein Schicksal dir bestimmt,
Ob mit Freuden, ob mit Klagen
Das Gespinst ein Ende nimmt.

Anders wird's, als wir's begonnen,
Anders kommt's als wir gehofft;
Was zur Hochzeit war gesponnen,
Ward zum Leichentuch schon oft.

Schnurre, Spindel, schnurre leise,
Rund ist wie dein Rad [das]1 Glück;
Gehst du selig auf die Reise,
Kehrst du weinend wohl zurück.

In die Wolken geht die Sonne,
Schnell verweht im Wind ein Wort;
Wie der Faden rollt die Wonne
Rollen Lieb' und Treue fort.

Schnurre, Spindel, schnurr' im Kreise,
Dreh' dich ohne Rast und Ruh' -
Und ihr Tränen, fließet leise,
Fließet unaufhaltsam zu!

Authorship

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1 Courvoisier: "dein"

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