Fünf Terzette a cappella für Sopran, Alt und Tenor

by Fanny Mendelssohn-Hensel (1805 - 1847)

Word count: 275

1. Wiedersehen [sung text checked 1 time]

Wir trugen unverdrossen,
Was uns die Trennung Liebes nahm.
Die Zeit ist nun verflossen,
Der Trennung Zeit, der Ferne Gram.
Und deine Hand und deine
Hält ewig nun die meine.

Und wir gedenken heiter
Vergang'ner gut' und böser Zeit,
Und denken freudig weiter,
Und keine Zukunft tut uns leid.
Gar schön ist's uns gegeben,
Gar wundersüßes Leben.

Authorship

Researcher for this text: Johann Winkler

2. Wie Feld und Au [sung text not yet checked]

Wie Feld und Au
So blinkend im Thau!
Wie Perlen-schwer
Die Pflanzen umher!
[Wie durch den Hain
Die Lüfte so rein!]1
Wie laut, im hellen Sonnenstrahl,
Die süßen Vöglein allzumahl!

Ach! aber da,
Wo Liebchen ich sah,
Im Kämmerlein,
So nieder und klein,
So rings bedeckt,
Der Sonne versteckt --
Wo blieb die Erde weit und breit
Mit aller ihrer Herrlichkeit?

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Zomerlied", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Guess) , "Summer song", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "En été", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Geschichte der deutschen Literatur mit ausgewählten Stücken aus den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller von Heinrich Kurz, Zweiter Band, Fünfte Auflage, Leipzig, Druck und Verlag von B. G. Teubner, pages 544-545.

Modernized spelling would change "Thau" to "Tau" and "allzumahl" to "allzumal"

Note: Goethe mistakenly included this poem in his works in 1815. Several composers therefore attributed it erroneously to him (including Wolf and Franz). Referenced in Max Friedlaender's Das deutsche Lied im 18. Jahrhundert, Stuttgart: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, 1902, reprint: Hildesheim: Georg Olms Verlagsbuchhandlung, 1962.

1 Franz, Nägeli, Felix Mendelssohn: "Wie durch's Gebüsch / Die Winde so frisch!"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Emilia Maxim

3. Abschied [sung text not yet checked]

Es treibt [dich]1 fort von Ort zu Ort,
Du weißt nicht mal warum;
Im Winde klingt ein sanftes Wort,
Schaust dich verwundert um.

Die Liebe, die dahinten blieb,
Sie ruft dich sanft zurück:
O komm zurück, ich hab dich lieb,
Du bist mein einz'ges Glück!

Doch weiter, weiter, sonder Rast,
Du darfst nicht stillestehn;
Was du so sehr geliebet hast,
Sollst du nicht wiedersehn.

Authorship

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1 Marschner, Mayer: "mich"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Wandl' ich in dem Wald des Abends [sung text not yet checked]

Wandl' ich [in dem]1 Wald des Abends,
In dem träumerischen Wald,
Immer wandelt mir zur Seite
Deine zärtliche Gestalt.
 
Ist es nicht dein weißer Schleier?
Nicht dein sanftes Angesicht?
Oder ist es nur der Mondschein,
Der durch Tannendunkel bricht?
 
Sind es meine eignen Tränen
Die ich leise rinnen hör'?
Oder gehst du, Liebste, [wirklich]2
Weinend neben mir einher?

Authorship

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1 Lassen: "den" (further changes may exist not noted above); Zemlinsky: "im"
2 Zemlinsky: "weinend"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Winterseufzer [sung text not yet checked]

Der Himmel ist so hell und blau,
O wäre 1 die Erde grün!
Der Wind ist 2 scharf, o wär' er lau!
Es schimmert der Schnee, o wär' es Thau!
O wäre 1 die Erde grün!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Soupirs d'hiver", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Sospiro d'inverno", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gesammelte Werke des Grafen August von Platen, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta'schen Verlag, 1839, page 17.

1 Lang: "wär'"
2 Lang: "weht"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]