Sechs volksthümliche Lieder für vier Männerstimmen

Song Cycle by Gustav Schmidt (1816 - 1882)

Word count: 501

1. Morgenständchen [sung text not yet checked]

Drei Tage schon im Bette
Liegt Nina frisch und roth.
Erweckt sie um die Wette,
Sie schläft sich sonst zu Tod.
  Mit Pauken- und Cymbel- und Zitherklang 
  Erweckt mir doch Ninetta,
  O helft mir aus der Noth! 
  Ninetta, Ninetta!
  Sie schläft sich sonst zu Tod.

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Beneath the title: (Musik von Pergolese)

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Rosine [sung text not yet checked]

Als ich die Rosina schaute,
Brannte mir das Herz vor Freuden,
Und ich muß es eben leiden, 
Immer steht ihr Bild vor mir.
Sprecht mir nicht von Marietta,
Von Teresa, Carolina, 
Denn ein Liebchen wie Rosina 
Find' ich weder dort noch hier.

Als Soldat bin ich gewesen
Bis zum fernsten Engellande,
Und zu Wasser wie zu Lande 
Hatt' ich in der Liebe Glück.
Bin nach Frankreich auch gekommen,
Und da fand ich viele Frauen,
Alle niedlich anzuschauen,
Doch zum Lieben nicht geschickt.

Ich erhielt ein kleines Briefchen
Vom Kurierschiff der Marine,
In Verzweiflung sei Rosine,
Denn zu lange blieb' ich aus. 
Auf ein baldig Wiedersehen! 
Sagte sie mit Mund und Händen.
Komm, Rosina's Gram zu enden,
Liebster, kehre bald nach Haus!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Benedeit [sung text not yet checked]

Benedeit die sel'ge Mutter,
Die so lieblich dich geboren,
So an Schönheit auserkoren --
Meine Sehnsucht fliegt dir zu!
Du so lieblich von [Geberden]1,
Du die Holdeste [der]2 Erden,
Du mein Kleinod, meine Wonne,
Süße, benedeit bist du!
 
Wenn ich aus der Ferne schmachte
Und betrachte deine Schöne,
Siehe wie ich beb' und stöhne,
Daß ich kaum es bergen kann!
Und in meiner Brust gewaltsam
Fühl' ich Flammen sich empören,
Die den Frieden mir zerstören,
Ach, der Wahnsinn faßt mich an!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Donna (Bareket) Breitzer) , "Blessed be the happy mother", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Italienisches Liederbuch von Paul Heyse, Berlin: Verlag von Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), 1860, page 225

1 usually spelled "Gebärden", as is the case in most musical scores
2 Sommer: "auf"

Research team for this text: Alberto Pedrotti , Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Abschied [sung text not yet checked]

Bald stößt vom Lande 
Das Schiff geschwinde,
Grausame Winde 
Reißen mich fort.
  Fahrwohl, Amanda,  
  Wir müssen scheiden!
  Gott wird uns Beiden 
  [Ja gnädig]1 sein. 
  Weine nicht [Holde]2,
  [Weine nicht, nein!]3
  Kehr' ich nach Hause,
  Werd' ich dich frei'n.

[Mich ruft der Schiffsherr]4,
An Bord zu gehen,
Dich noch zu sehen, 
Stell' ich mich taub.
  Fahrwohl, Amanda, etc.

Nach Ost und Westen
Schweif' ich ins Weite,
Und treff' ich Leute,
Schreib' ich an dich.
    Fahrwohl, Amanda, etc.

Authorship

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Confirmed with Italienisches Liederbuch von Paul Heyse, Berlin, Verlag von Wilhelm Herz, 1860, pages 193-194.

1 Bruch: "Gnädig"
2 Bruch: "o Holde"
3 omitted by Bruch.
4 Bruch: "Schon ruft der Schiffsherr"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Margherita [sung text not yet checked]

Jüngst fuhr ich von Sorrento
Gen Scutari, zu fischen.
Es schlief der Wind inzwischen,
Doch Amor hielt sich wach.
Da hört' ich vom Gestade
Ein einsam Mägdlein singen,
Als wollt' ihr Herz zerspringen,
Weil Lieb' und Treue brach.
 
Mit ahnungsvollem Herzen
Stieg' ich ans Land geschwinde,
Wo ich ein Englein finde,
Das weinet immerzu.
Doch als mit nassen Wangen
Sich zu mir kehrt das Mädchen,
Da ruf' ich : O mein Gretchen,
Mein erster Schatz bist du!
 
Und riß dich einst dein Vater
Mir grausam von der Seite,
Dein Fischer zog ins Weite,
Die Lieb' ist nicht geflohn.
Von Holland nach Sorrento
Hat sie mich hergetrieben;
Gieb für sein treues Lieben
Dem Fischer nun den Lohn!

Authorship

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Confirmed with Paul Heyse, Italienisches Liederbuch, Berlin: Verlag von Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), 1860, pages 198-199


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Carmosenella [sung text not yet checked]

Ach, wie schön ist Carmosenella,
Wenn sie tanzt die Tarantella.

Seht, wie kann sie die Füßchen schwingen,
Wie wenn Heimchen im Grase springen;
Ach, wie schön ist Carmosenella,
Wenn sie tanzt die Tarantella.
Mag's auch andre Schönen geben,
Carmos'nella stelle daneben.
Und besiehst du bei Licht die Engel,
Find'st du Mängel über Mängel;
Ach, wie schön ist Carmosenella,
Wenn sie tanzt die Tarantella.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]