by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)

Märzenwind
Language: German (Deutsch) 
Kühl war die Märzenluft,
heiss war mein Blut,
Wind kam geflogen
und nahm mir den Hut. 

Über den Gartenzaun
ward er geweht,
dort hat gefunden ihn
Nachbars Margareth. 

Hat ihm die Erde
geblasen vom Rand
und ihm ein Veilchen
gesteckt unter's Band, 

warf ihn herüber mir
ohne ein Wort,
als ich ihr danken woll't,
war sie schon fort. 

Nun muss ich täglich
am Gartenzaun steh'n,
wart' auf den Wind,
doch der Wind will nicht weh'n. 

Gretchen auch schau' ich
durch's Gartenstacket,
aber nicht einmal
den Blondkopf sie dreht. 

Hilft mir der Wind nicht,
so werf' ich hinein
selber den Hut ihr
und steig' hinterdrein! 

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

Text added to the website: 2009-04-28 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:03:13
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