Morgenstern-Liederbuch

Song Cycle by Wilfried Hiller

Word count: 1760

?. Das ästhetische Wiesel [sung text not yet checked]

Ein Wiesel
saß auf einem Kiesel
inmitten Bachgeriesel.

Wißt ihr,
weshalb?

Das Mondkalb
verriet es mir
im stillen:

Das raffinier -
te Tier
tats um des Reimes willen.

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  • DUT Dutch (Nederlands) (Nicolaas (Koos) Jaspers) , "De esthetische wezel", copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Gary Bachlund) , "The aesthetic Weasel", copyright © 2001, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La belette esthète", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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?. Winternacht [sung text not yet checked]

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum . . .
Und es war einmal eine Flocke,
die fiel dazu wie im Traum . . .

Die fiel dazu wie im Traum . . .
Die sank so leis hernieder,
wie ein Stück Engleingefieder
aus dem silbernen Sternenraum.

Es war einmal eine Glocke,
die machte baum, baum . . .
Und dazu fiel eine Flocke,
so leis als wie ein Traum . . .

So leis als wie ein Traum . . .
Und als vieltausend gefallen leis,
da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.

Da war die ganze Erde weiß,
als wie von Engleinflaum.

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?. Kanon [sung text not yet checked]

Kinder, Tiere, Pflanzen -
da ist die Welt noch im Ganzen.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Canon", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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?. Spruch vor Tisch [sung text not yet checked]

Erde, die uns dies gebracht,
Sonne, die es reif gemacht:
Liebe Sonne, liebe Erde,
Euer nie vergessen werde!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "To be said before meals", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Formule d'avant repas", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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?. Herr Winter geh hinter [sung text not yet checked]

Herr Winter
geh hinter,
der Frühling kommt bald!
Das Eis ist geschwommen,
die Blümlein sind kommen
und grün wird der Wald.

Herr Winter
geh hinter,
dein Reich ist vorbei.
Die Vögelein alle,
mit jubelndem Schalle,
verkünden den Mai.

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?. Die Weidenkätzchen [sung text not yet checked]

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

"Wollen's gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum;
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum."

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten,
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

"Musst dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen lässt."

Kätzchen, ihr, der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt! 

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Les chatons", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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?. Der Fuchs und die Hühner [sung text not yet checked]

Es lockt der Fuchs die Hühner,
die werden immer kühner;
er lockt sie mit der Flöte,
dass er sie alle töte.
O Hühner, lasst die Neugier sein
und fallt auf keinen Fuchs herein. 

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?. Hasen-Landler [sung text not yet checked]

Die di didl dum dei,
wir tanzen mit unsern Hasen,
umgefasst, zwei und zwei,
auf schönem grünem Rasen. Di di didl dum dei,
wir tanzen auf grünem Rasen,
links und rechts sitzen zwei
und blasen, blasen, blasen. Di di didl dum dei,
wir tanzen mit unsern Hasen,
umgefasst zwei und zwei,
auf schönem grünem Rasen. 

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?. Herr Löffel und Frau Gabel [sung text not yet checked]

Herr Löffel und Frau Gabel,
die stritten sich einmal.
Der Löffel sprach zur Gabel:
"Frau Gabel, halt den Schnabel,
du bist ja bloß aus Stahl!"

Frau Gabel sprach: "Herr Löffel,
Ihr seid ein großer Töffel
mit Eurem Gesicht aus Zinn,
und wenn ich Euch zerkratze
mit meiner Katzentatze,
so ist Eure Schönheit hin!"

Das Messer lag daneben
und lachte: Gut gegeben!
Der Löffel aber fand:
mit Herrn und Fraun aus Eisen
ist nicht gut Kirschen speisen,
und küsste Frau Gabel galant -
die Hand. 

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?. Der Specht [sung text not yet checked]

Wie ward dir, kleiner Specht, so große Kraft!
Von deinem Klopfen tönt der ganze Schaft
der hohen Kiefer. Wär' auch mir vergönnt,
dass ich den Menschen so durchklingen könnt'!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "The woodpecker", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le pic", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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?. Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst [sung text not yet checked]

Soll i aus meim Hause raus?
Soll i aus meim Hause nit raus?
Einen Schritt raus?
Lieber nit raus?
Hausenitraus -
Hauseraus
Hauseritraus
Hausenaus
Rauserauserauserause ......


(Die Hausschnecke verfängt sich in ihren eignen Gedanken oder
vielmehr diese gehen mit ihr dermaßen durch, dass sie die 
weitere Entscheidung der Frage lächelnd verschieben muss.)

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Monologue d'un escargot casanier", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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?. Windgespräch [sung text not yet checked]

"Hast nie die Welt gesehn?
Hammerfest - Wien - Athen?"

"Nein, ich kenne nur dies Tal,
bin nur so ein Lokalwind -
kennst du Kuntzens Tanzsaal?"

"Nein, Kind.
Servus! muss davon!
Köln - Paris - Lissabon." 

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?. Bim, Bam, Bum [sung text not yet checked]

Ein Glockenton fliegt durch die Nacht,
als hätt' er Vogelflügel,
er fliegt in römischer Kirchentracht
wohl über Tal und Hügel.

Er sucht die Glockentönin BIM,
die ihm vorausgeflogen;
d. h. die Sache ist sehr schlimm,
sie hat ihn nämlich betrogen.

"O komm" so ruft er, "komm, dein BAM
erwartet dich voll Schmerzen.
Komm wieder, BIM, geliebtes Lamm,
dein BAM liebt dich von Herzen!"

Doch BIM, dass ihr's nur alle wisst,
hat sich dem BUM ergeben;
der ist zwar auch ein guter Christ,
allein das ist es eben.

Der BAM fliegt weiter durch die Nacht
wohl über Wald und Lichtung.
Doch, ach, er fliegt umsonst! Das macht,
er fliegt in falscher Richtung. 

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Ding, Deng, Dong", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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?. Erstes Traumliedchen [sung text not yet checked]

Träum, Kindlein träum!
Im Garten stehn zwei Bäum'.

Der eine, der trägt Sternlein,
Der andre Mondenhörnlein.

Da kommt der Wind der Nacht gebraust
Und schüttelt die beiden mir rauher Faust.

Das Mondenhörnleinbäumlein steht,
Als wäre gar kein Wind, der weht.

Das Sternenbäumlein, aber, ach,
Dem fallen wei Sternlein in den Bach.

Da kommen zwei Fischlein munter
Und schlucken die Sternlein hinunter.

Und hätte es nicht sterngeschnuppt,
So wären sie nicht so schön geschuppt.

Träum, Kindlein träum, 
Im Garten stehn zwei Bäum...

Der eine, der trägt Sternlein,
Der andre Mondenhörnlein.

Träum, Kindlein träum...

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?. Der Apfelschimmel [sung text not yet checked]

Eine Geschichte, von der man nicht weiß,
   ob man sie Paul Schnurrbart zuschreiben darf oder nicht.

Es war einmal ein Schimmel, der war so weiß,
    dass man ihn gar nicht sah.

Eines Tages stand dieser Schimmel an einem Apfelbaum
    und rieb sich den Hals an seinem Stamm.

Der Apfelbaum wurde fast verrückt; denn er sah niemanden,
    der sich an ihm rieb, und fühlte doch, dass es so war.

Und er begann seinen Verstand zu verlieren und seine Apfel dazu.
    Der Schimmel aber erschrak so sehr über die plötzlich herabregnenden Apfel,
    dass er eine Hautkrankheit bekam, welche die Äpfel nachahmte.

Seit dieser Zeit gibt es Apfelschimmel.

Seit wann es aber die wunderbaren Spiele der Natur,
    ja diese Natur selbst, gibt - das weiß wohl niemand zu sagen.

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?. Goldfuchs, Schürz' und Flasche [sung text not yet checked]

Auf der Waldwies' hausten heut
sonderbare Brüder,
sangen, sprangen um die Wett'
zu eines Alten Fiedel, -

Goldfuchs, rund wie ein Bankier,
Schürze, zart und weiß wie Schnee,
Flasche, grau wie Asche.

Sang der Goldfuchs:
Alles dreht
sich um mich
früh und spät,
rum didl dum,
rum didl dauz,
bum bum bum,
bauz!

Sang die Schürze:
Alles dreht
sich um mich
früh und spät,
rum didl dum,
rum didl dauz,
bum bum bum,
bauz!

Sang die Flasche:
Alles dreht
sich um mich
früh und spät,
rum didl dum,
rum didl dauz,
bum bum bum,
bauz!

Warf der Alt' die Fiedel weg,
kriegt' den Fuchs zu fassen,
schickt' ihn wie 'nen Schlitterstein
weit hinaus aufs Wasser,
griff die Schürze, stopfte sie
zwischen Ripp' und Gürtel,
schmiss die leere Flasch' zu Boden,
dass sie gell zerklirrte ...

Wandte sich, das Buschwerk schlug
hinter ihm zusammen,
aber lang noch hört' man ihn
fernher brummen:
Alles dreht
sich um mich
früh und spät,
rum didl dum,
rum didl dauz,
bum bum bum,
bauz!

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?. Liebeslied des Raben Ralf [sung text not yet checked]

  an die Räbin Louise Broxak

Tor! tor! tor!
    broxak!broxak!
kokoloko? klokoko!

Serbo-serbo-
    broxak!broxak!
kolkrekolu! krekloko?

Kar! Kar! Kar!
    broxak!broxak!
Kalakaka! Kralkaka!

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?. Vom Trinken [sung text not yet checked]

Sieh zu! Sieh zu!
Wie trinkt das Pferd?
Wie trinkt die Kuh?

Sie gießen das Wasser nicht in den Schlund
wie du.
Sie nehmen es erst ganz sachte,
ganz sachte,
sie nehmen es erst ganz sachte,
ganz vorn, ganz vorn in den Mund.
Da wird das kalte Wasser warm
und schadet nicht dem Kragen
und schadet nicht dem Magen
und schadet nicht dem Darm.
Siehst du? 

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?. Das kürzeste Lied der Welt [sung text not yet checked]

So klein der Winkel,
so groß der Dünkel.

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?. Waldmärchen [sung text not yet checked]

Es lebt ein Ries' im Wald,
der hat ein Ohr so groß,
wenn da ein Donner schallt,
ist's ihm ein Jucken bloß.

Er macht so mit der Hand,
als wie nach einer Hummel -
sein eigenes Gebrummel
erschreckt das ganze Land.

Und kommt die Regenzeit,
dann schläft er, und es wird
aus seinem Ohr ein Teich,
und dort sitzt dann der Hirt

und tränkt dran seine Schaf;
doch manchmal dreht, o Graus,
der Ries' sich um im Schlaf -
und dann ist alles aus.

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?. Die drei Spatzen [sung text not yet checked]

In einem leeren Haselstrauch
Da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
Und mitten drin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
Und obendrüber da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen dicht an dicht.
So warm wie der Hans hats niemand nicht.

Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

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  • ENG English (Emily Ezust) , "The three sparrows", copyright © 2017
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Les trois moineaux", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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?. Das Weihnachtsbäumlein [sung text not yet checked]

Es war einmal ein Tännelein,
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsfest so grün,
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stand's im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.
Die grünen Nadeln war'n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm -
hei! tat's da sprühn und funkeln!
Und flammte heim- und himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz. 

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?. Seufzer-Walzer [sung text not yet checked]

Ein Seufzer lief Schlittschuh auf nächtlichem Eis
  und träumte von Liebe und Freude.
Es war an dem Stadtwall und Schneeweiß
  glänzten die Stadtwallgebäude

Der Seufzer dacht' an ein Maidelein
  und blieb erglühend stehen.
Da schmolz die Eisbahn unter ihm --
  und er sank -- und ward nimmer gesehen!

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  • ENG English (Gary Bachlund) , "The sigh", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le soupir", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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?. Zweites Traumliedchen [sung text not yet checked]

Träum, Kindlein träum!
Im Garten stehn zwei Bäum'.

Der eine, der trägt Sternlein,
Der andre Mondenhörnlein.

Da kommt der Wind der Nacht gebraust
Und schüttelt die beiden mir rauher Faust.

Das Mondenhörnleinbäumlein steht,
Als wäre gar kein Wind, der weht.

Das Sternenbäumlein, aber, ach,
Dem fallen wei Sternlein in den Bach.

Da kommen zwei Fischlein munter
Und schlucken die Sternlein hinunter.

Und hätte es nicht sterngeschnuppt,
So wären sie nicht so schön geschuppt.

Träum, Kindlein träum, 
Im Garten stehn zwei Bäum...

Der eine, der trägt Sternlein,
Der andre Mondenhörnlein.

Träum, Kindlein träum...

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?. Nächtliche Schlittenfahrt [sung text not yet checked]

Die Uhr schlägt zwölfe.
Im Walde stehn zwei Wölfe.

Zwei Wölfe stehn im Wald.
Eine Schlittenpeitsche knallt.

Ein Schlitten kommt gefahren.
Die zwei Wölfe sträuben die Haare.

Fahr zu, Fuhrmann, fahr zu!
Sonst werden dir die Wölfe was tun!

Der Fuhrmann lässt die Zügel.
Das Pferd rast über den Hügel.

Den Hügel hinauf, den Hügel hinunter -
Dahinter die Wölfe mit roten Zungen -

Jetzt fährt er über den See:
Das Eis liegt tief im Schnee.

Das Eis kracht unter den Kufen.
Jetzt sind sie am andern Ufer.

Schon kann man das Forsthaus sehn.
Die zwei Wölfe bleiben stehn.

Der Förster winkt mit der Laterne.
Überm Wald stehn hunderttausend Sterne.

Der Förster klopft den Rappen -:
Nun kriegst du auch noch ein Schaff Hafer!

Ein Schaff gelben Hafer, und Dir,
Herr Fuhrmann, einen Krug Bier!

Der Fuhrmann sitzt in der Halle.
Das Rösslein stampft im Stalle.

Dort steht eine Kuh mit ihrem Kalb.
Die Uhr schlägt zweieinhalb. 

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