Lieder und Gesänge für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte. I. Reihe, Heft II

by Louis Samson

Word count: 388

1. Wahl von Pajer [sung text not yet checked]

Liebst Du mich nicht, Mädchen, dann will 
        Sterben ich,
Und ich weiß, die Englein werden 
        Lieben mich.

Doch ich kann, ich will nicht sterben,
        Liebchen mein;
Ohne Dich wird auch der Himmel
        Leer mir sein!

Authorship

Based on

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Ein Traum [sung text not yet checked]

Mir träumte einst ein schöner Traum:
Mich liebte eine blonde Maid;
Es war am grünen Waldesraum,
Es war zur warmen Frühlingszeit:

Die Knospe sprang, der Waldbach schwoll,
Fern aus dem Dorfe scholl Geläut - 
Wir waren ganzer Wonne voll,
Versunken ganz in Seligkeit.

Und schöner noch als einst [im]1 Traum
Begab es sich in Wirklichkeit --
Es war am grünen Waldesraum,
Es war zur warmen Frühlingszeit:

Der Waldbach schwoll, die Knospe sprang,
Geläut erscholl vom Dorfe her --
Ich hielt dich fest, ich hielt dich lang --
Und lasse dich nun nimmermehr!

[O, frühlingsgrüner]2 Waldesraum!
Du lebst in mir durch alle Zeit --
Dort ward die Wirklichkeit zum Traum,
Dort ward der Traum zur Wirklichkeit!

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Peter Low) , "I once had a beautiful dream", copyright © 2002, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Un rêve", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Juan Henríquez Concepción) , "Un sueño", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Friedrich Bodenstedt’s Gesammelte Schriften, Gesammt-Ausgabe in zwölf Bänden, Neunter Band, Berlin: Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. v. Decker), 1867, page 203

1 Grieg: "der"
2 Moeller: "O! Frühlings grüner"
Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Bauernregel [sung text not yet checked]

Im Sommer such ein Liebchen dir
in Garten und Gefild!
Da sind die Tage lang genug,
da sind die Nächte mild.

Im Winter muß der süße Bund
schon fest geschlossen sein,
so darfst nicht lange stehn im Schnee
bei kaltem Mondenschein.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "Rustic rule", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Précepte paysan", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Im Traum sah ich die Geliebte [sung text not yet checked]

Im Traum sah ich die Geliebte
Ein banges, bekümmertes Weib,
Verwelkt und abgefallen
Der sonst so blühende Leib. 
 
Ein Kind trug sie auf dem Arme,
Ein andres führt sie an der Hand,
Und sichtbar ist Armut und Trübsal
Am Gang und Blick und Gewand. 
 
Sie schwankte über den Marktplatz,
Und da begegnet sie mir
Und sieht mich an, und ruhig
Und schmerzlich sag ich zu ihr: 
 
Komm mit nach meinem Hause,
Denn du bist blaß und krank;
Ich will durch Fleiß und Arbeit
Dir schaffen Speis' und Trank. 
 
Ich will auch pflegen und warten
Die Kinder, die bei dir sind,
Vor allem aber dich selber,
Du armes, unglückliches Kind. 
 
Ich will dir nie erzählen,
Daß ich dich geliebet hab',
Und wenn du stirbst, so will ich
[Weinen]1 auf deinem Grab.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

View original text (without footnotes)
1 Loewe: "Nur weinen"

Researcher for this text: John Versmoren

5. Das macht das dunkelgrüne Laub [sung text not yet checked]

Das macht das dunkelgrüne Laub,
Daß der Wald so schattig ist;
Das macht die schöne Maienzeit
Daß so roth das Röslein ist.

Mein's Schatzes Lieb' war das Röslein roth,
Das blüht am Waldesrain,
Und das grüne Laub, und das grüne Laub,
Als wie die Gedanken mein.

Nun ging die schöne Maienzeit,
Und die schöne Liebe zur Ruh',
Nun fällt auch das Laub, auch das Laub herab,
Und decket das Röslein zu.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The dark green foliage is the cause", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Gedichte von Otto Roquette. Des Liederbuches zweite, durchaus veränderte und vermehrte Auflage, Stuttgart, J. G. Cotta'scher Verlag, 1859, page 54.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]