by Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)

Und die Sonne machte den weiten Ritt
Language: German (Deutsch) 
Und die [Sonne machte]1 den weiten [Ritt]2
[Um]3 die Welt,
Und die Sternlein sprachen: Wir reisen mit 
[Um]3 die Welt;
Und die Sonne, sie schalt sie: Ihr bleibt zu Haus!
Denn ich brenn' euch die goldnen Äuglein aus
Bei dem feurigen Ritt um die Welt.

Und die Sternlein gingen zum lieben Mond
In der Nacht,
Und sie sprachen: du, der auf Wolken thront 
In der Nacht,
Laß uns [wandeln]4 mit dir, denn dein milder Schein
Er verbrennet uns nimmer die Äugelein.
Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.
 
Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond, 
In der Nacht!
Ihr verstehet, was still in [den]5 Herzen wohnt 
In der Nacht.
Kommt und zündet die himmlischen Lichter an,
Daß ich lustig mitschwärmen und [spielen]6 kann
In den freundlichen Spielen der Nacht.

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1 a later version of the poem titled "Die Sternlein" (1823) has "Sonne, sie machte" (used by Attenhofer, Banck, and Böie, according to the incipits in Hofmeister, and by Ochs); Blumenthal: "Sonne macht"; Blumner: "Sonne, die machte" (Musikalien-catalog von Heinrichshofen's Verlag)
2 Attenhofer: "Weg"; further changes may exist not noted.
3 Ochs: "Durch"
4 Blumenthal: "wandern"
5 Ochs: "dem"
6 Ochs: "singen"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Gwendolen Gore) , "The star's request"


Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

Text added to the website: 2008-06-11 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:04
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