Im Freien! Acht Duette für Sopran und Alt

Song Cycle by Catharina Van Rennes (1858 - 1940)

Word count: 905

1. Gleich und gleich [sung text not yet checked]

Ein Blumenglöckchen 
Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;
Da kam ein Bienchen
Und naschte fein: --
Die müssen wohl beide 
Für einander sein.

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Like to like", copyright ©
  • ENG English (Gary Bachlund) , "Two equals", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "L'une pour l'autre", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "L'una per l'altra", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Der Knabe mit dem Wunderhorn [sung text not yet checked]

Ich bin ein lust'ger Geselle,
Wer könnt auf Erden fröhlicher sein!
Mein Rößlein so helle, so helle,
Das trägt mich mit Windesschnelle
In's blühende Leben hinein! --
Trara!
In's [blühende]2 Leben hinein.

Es tönt an meinem Munde
Ein silbernes Horn von süßem Schall,
Es tönt wohl manche Stunde,
Von Fels und Wald in der Runde
Antwortet der Widerhall! --
Trara!
[Antwortet]2 der Widerhall.

Und komm ich zu festlichen Tänzen,
Zu Scherz und Spiel im sonnigen Wald,
Wo schmachtende Augen mir glänzen
Und Blumen den Becher bekränzen,
Da schwing ich vom Roß mich alsbald --
Trara!
Da schwing ich vom Roß mich alsbald.

Süß lockt die Gitarre zum Reigen,
Ich küsse die Mädchen, ich trinke den Wein;
Doch will hinter blühenden Zweigen
Die purpurne Sonne sich neigen,
Da muß geschieden sein --
Trara!
Da muß geschieden sein.

Es zieht mich hinaus in die Ferne;
Ich gebe dem flüchtigen Rosse den Sporn.
Ade! Wohl blieb ich noch gerne,
Doch winken schon andre Sterne,
Und grüssend [vertönet]1 das Horn --
Trara!
Und grüssend [vertönet]1 das Horn.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Lidy van Noordenburg) , copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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1 Lessmann: "ertöne"
2 omitted by Schumann

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3. Die Sterne der Nacht [sung text not yet checked]

Und die [Sonne machte]1 den weiten [Ritt]2
[Um]3 die Welt,
Und die Sternlein sprachen: Wir reisen mit 
[Um]3 die Welt;
Und die Sonne, sie schalt sie: Ihr bleibt zu Haus!
Denn ich brenn' euch die goldnen Äuglein aus
Bei dem feurigen Ritt um die Welt.

Und die Sternlein gingen zum lieben Mond
In der Nacht,
Und sie sprachen: du, der auf Wolken thront 
In der Nacht,
Laß uns [wandeln]4 mit dir, denn dein milder Schein
Er verbrennet uns nimmer die Äugelein.
Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.
 
Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond, 
In der Nacht!
Ihr verstehet, was still in [den]5 Herzen wohnt 
In der Nacht.
Kommt und zündet die himmlischen Lichter an,
Daß ich lustig mitschwärmen und [spielen]6 kann
In den freundlichen Spielen der Nacht.

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  • ENG English [singable] (Gwendolen Gore) , "The star's request"

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1 a later version of the poem titled "Die Sternlein" (1823) has "Sonne, sie machte" (used by Attenhofer, Banck, and Böie, according to the incipits in Hofmeister, and by Ochs); Blumenthal: "Sonne macht"; Blumner: "Sonne, die machte" (Musikalien-catalog von Heinrichshofen's Verlag)
2 Attenhofer: "Weg"; further changes may exist not noted.
3 Ochs: "Durch"
4 Blumenthal: "wandern"
5 Ochs: "dem"
6 Ochs: "singen"

Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

4. Der Schnee kommt eisig geflogen [sung text not yet checked]

Der Schnee kommt eisig geflogen,/ Hat Blumen und Gras verweht
 . . . . . . . . . .

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5. Vöglein, wohin so schnell? [sung text not yet checked]

Vöglein, wohin so schnell?
"Nach Norden, nach Norden!
Dort scheint die Sonne nun so hell,
Dort ist's nun Frühling [geworden]1."
O Vöglein mit den Flügeln bunt,
Und wenn du kommst zum Lindengrund,
Zum Hause meiner Liebe,
Dann sag' ihr daß ich Tag und Nacht
von ihr geträumt an sie gedacht,
und daß ich treu geblieben.
Und die Blumen im Tal,
Grüss' tausend Mal!

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Little bird, where are you going so quickly?", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Petit oiseau, où vas-tu si vite ?", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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1 Heidingsfeld: "worden"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Jägerliedchen [sung text not yet checked]

Es war ein Jäger wohl keck und kühn,
der wußte ein schönes Röschen blühn,
das hielt er höher als Gut und Gold;
es wurd' ihm im Herzen so licht und hold,
wenn er nur Treuröschen sah,
trala, trala, trala!
wenn er nur Treuröschen sah!

Und wenn der Abend die Flur betaut,
da zog der Jäger zur süßen Braut;
er zog hinauf mit Sing und Sang,
mit Liederton und Hörnerklang,
bis er Treuröschen sah,
trala, trala, trala!
bis er Treuröschen sah!

"Treuröschen, Treuröschen, hörst du das Lied,
wo nur dein Name lebet und blüht?
Vorüber ist das bräutliche Jahr,
bald führ' ich Treuröschen zum Traualtar."
Da spricht Treuröschen: "Ja!"
Trala, trala, trala!

Und wie er vom Pferde gesprungen ist,
so sitzt er bei Liebchen und scherzt und küßt,
und scherzte bis um Mitternacht
in stiller, heitrer Liebespracht,
Treuröschens Herzen so nah,
trala, trala, trala, so nah!

Die Sternlein verblichen, der Morgen graut,
der Jäger kehrt heim von der süßen Braut,
er jaget hinab durch Wald und Flur,
erfolgt einem Hirsch auf flüchtiger Spur,
so schön, wie er keinen noch sah!
Trala, trala, trala!

Und der Hirsch vom hohen Felsenstein
springt blind ins Klippental hinein,
und hinter ihm stürzt ins tiefe Grab
das wütende Pferd mit dem Reiter hinab;
kein Auge ihn wieder sah!
Trala, trala, trala!

Und als der Abend den Tau geweint,
so harrt Treuröschen auf ihren Freund,
und harrt und hofft auf Sing und Sang,
auf Liederton und Hörnerklang:
den Buhlen nicht kommen sah!
Trala, trala, trala!

Und als es kam um Mitternacht, 
Treuröschen noch traurig im Bette wacht,
sie weinte sich die Äuglein rot:
"Was läßt du mich harren in Angst und Not?
Lieb Buhle, bist noch nicht da!"
Trala, trala, trala!

Und auf einmal hört sie Hörnerklang, 
und es flüstert ihr leise wie Geistersang:
"Komm, Liebchen, bist mir angetraut,
das Bett ist bereitet, komm, rosige Braut,
der Buhle ist längst schon da!"
Trala, trala, trala!

Da faßt sie ein Schauer so eisig und kalt,
und sie fühlt sich umarmt von Geistergewalt;
und heimlich durchweht es ihr bebendes Herz
wie Hochzeitslust und Todesschmerz,
und zitternd flüstert sie: "Ja!"
Trala, trala, trala!

Da stockt das Blut in der klopfenden Brust,
da bricht das Herz in Todeslust;
und der Jäger führt heim die rosige Braut,
dort oben ist er ihr angetraut,
Treuröschens Hochzeit ist da!
Trala, trala, trala!

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  • ENG English (John H. Campbell) , "Faithful little Rose", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. Lebewohl mein Lieb! [sung text not yet checked]

Lebe wohl, lebe wohl, mein Lieb!
Muß noch heute scheiden.
Einen Kuß, einen Kuß [mir gib]1!
Muß dich ewig meiden. 

Eine Blüt', eine Blüt' mir brich
Von dem Baum im Garten!
Keine Frucht, keine Frucht für mich!
Darf sie nicht erwarten.

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Farewell", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Adieu", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Karg-Elert: "für mich"

Researcher for this text: John Versmoren

8. Im Wald [sung text not yet checked]

Im Wald, im hellen Sonnenschein,
Wenn alle Knospen springen,
[Dann]1 mag ich gerne mittendrein
Eins singen.

Wie mir zu Mut in Leid und Lust,
Im Wachen und im Träumen,
Das stimm ich an aus voller Brust
Den Bäumen.

Und sie verstehen mich gar fein,
Die Blätter alle lauschen
Und fall'n am rechten Orte ein,
Mit Rauschen.

Und weiter [wandelt]2 Schall und Hall,
In Wipfeln, Fels und Büschen.
Hell schmettert auch Frau Nachtigall
Dazwischen.

Da fühlt die Brust am eignen Klang,
Sie darf sich was erkühnen,
O frische [Luft!]3 Gesang! Gesang
Im Grünen.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Joel Ayau) , "In the forest, in bright sunshine", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Henri Dupraz) , "Dans la forêt", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 Kjerulf: "Da"
2 Raff: "wandert"
3 Kjerulf, Raff (and probably everybody else): "Lust" (may be "Lust" in the original, but many reliable sources for the original poem give "Luft")

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]