Zehn deutsche und slavische Volkspoesien für 2 Frauenstimmen mit Pianoforte

Song Cycle by Alexander Winterberger (1834 - 1914)

Word count: 0

1. Freigebigkeit [sung text not yet checked]

Fließt das Wasser gegen's Wasser,
Und es bläst der Wind hinein --
Liebchen mit den blauen Augen 
Schaut heraus zum Fensterlein.

Schau nicht so heraus zum Fenster, 
Komm du lieber vor die Thür, 
Giebst du mir zwei holde Küßchen,
Sieben geb' ich dir dafür.

Authorship

Based on

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Ich hört' ein Sichlein rauschen [sung text not yet checked]

Ich [hört]1 ein Sichlein rauschen,
Wohl rauschen durch das Korn,
Ich hört [ein Mägdlein]2 klagen,
Sie hätt ihr Lieb verlorn.
 
Laß rauschen. Lieb, laß rauschen,
Ich acht [nicht]3, wie es geh,
[Ich tät mein Lieb vertauschen]4
In [Veilchen und im Klee.]5
 
[Du hast ein Mägdlein worben
In Veilchen und im Klee,]6
So steh ich hier alleine,
Tut meinem Herzen weh.
 
Ich hör ein Hirschlein rauschen
Wohl rauschen durch den Wald,
Ich hör mein Lieb sich klagen,
Die Lieb verrauscht so bald.
 
Laß rauschen. Lieb, laß rauschen,
Ich weiß nicht, wie mir wird,
Die Bächlein immer rauschen,
Und keines sich verirrt.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) (Lidy van Noordenburg) , "Ik hoord' een beekje ruisen", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Laisse bruire, amour, laisse bruire", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
Part of this text is used in Mengelberg's Erinnerung beim Wein.
1 Brahms: "hörte"; Eggers: "hör"
2 Heinemann: "eine feine Magd"
3 Heinemann: "nit"
4 Heinemann: "Ich hab mir ein'n Buhlen erworben"
5 Brahms: "Veiel und grünem Klee" ; Heinemann: "Veil und grünem Klee"
6 Brahms: "Hast du ein Buhlen erworben / In Veiel und grünem Klee" ; Heinemann: "Hast du ein Buhl'n erworben / In Veil und grünem Klee

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Abschied [sung text not yet checked]

Ach mich hält der Gram gefangen,
Meinem Herzen ist so weh,
Denn ich soll von hinnen ziehen
Über jenes Berges Höh.

Was einst mein war, ist verloren,
Alle, alle Hoffnung flieht;
Ja, ich fürchte, daß, o Mädchen,
Dich mein Aug' nicht [wieder sieht]1.

Dunkel wird mein Weg sich dehnen,
Wenn ich scheiden muß von hier:
Steh' ich dann auf jenem Berge,
Seufz' ich [ein Mal]1 noch nach dir.

Authorship

Based on

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Afscheid", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Farewell", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Adieux", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Commiato", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Alvaro De la Cruz) , "Despedida", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 often modernized to "wiedersieht"
2 often modernized to "einmal"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Nichts [sung text not yet checked]

Was wohl sagen meine Leute, 
Daß so schön ist, die ich freite? 
          Nichts.

Was wohl sagen meine Leute,
Daß wir schön sind alle Beide? 
          Nichts.

Was wohl schenken uns die Meinen,
Bis vor ihnen wir erscheinen?
          Nichts.

Sind bei Vielen etngekehret; 
Haben sie uns was bescheret?
          Nichts.

Und was sinden wir zu Hause, 
In der kleinen engen Klause? 
          Nichts.

In dem Keller, in der Stube, 
In der Kammer, in der Truhe?
          Nichts.

Doch was fehlt zu unsrer Freude,
Da wir schön sind alle Beide?
          Nichts. 

Mäuse werden uns nicht plagen, 
Finden ja bei uns zum Nagen 
          Nichts. 

Diebe werden uns nicht quälen, 
Finden ja bei uns zum Stehlen
          Nichts. 

Woll'n ein fröhlich Leben führen,
Denn was können wir verlieren?
          Nichts. 

Authorship

Based on

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Die Boten der Liebe [sung text not yet checked]

Wie viel schon der Boten 
Flogen die Pfade
Vom [Wäldchen]1 herunter, 
Boten der Treu;
Trugen mir Briefchen 
Dort aus der Ferne,
Trugen mir Briefchen 
Vom Liebsten herbei?

Wie viel schon der [Lüftchen]2
Wehten vom Morgen,
Wehten bis Abends
So schnell ohne Ruh;
Trugen mir Küßchen 
Vom kühligen Wasser,
Trugen mir Küßchen 
Vom Liebsten herzu?

Wie wiegten die [Ährchen]3
Auf grünenden Bergen,
Wie wiegten die [Ährchen]4 
Auf Feldern sich leis;
"Mein goldenes Liebchen,"
Lispelten alle,
"Mein goldenes Liebchen, 
Ich lieb' dich so heiß!"

Authorship

Based on

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De boden der liefde", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Siân Goldthorpe) (Christian Stein) , "The messengers of love", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Les messagers de l'amour", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Giulio Cesare Barozzi) , "I messaggeri dell'amore", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Brahms: "Walde"
2 Brahms: "Lüfte"
3 Brahms: "Halme"
4 Brahms: "Öhren"

Researcher for this text: Siân Goldthorpe

6. Weder Glück noch Stern [sung text not yet checked]

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,    
Es fiel auf die [zarten]1 Blaublümelein:
Sie sind verwelket, [verdorrt]2.

Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb;   
Sie flohen heimlich [von]3 Hause fort,
Es [wußt']4 weder Vater noch Mutter.

Sie sind gewandert hin und her,
Sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
Sie sind [verdorben, gestorben]5.

Authorship

Based on

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (August Matthijs)
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Er viel eens rijp in de lentenacht", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Kenneth Smith) , "There fell a frost on a night of Spring", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Constance Bache)
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Discese la brina...", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Canzone popolare", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Author's note: Dieses ist ein wirkliches Volkslied, welches ich am Rheine gehört --Heine (Translation: This is a real folksong that I heard on the Rhein)

1 Hiller, Mendelssohn: "bunten"
2 Hermann, Hiller, Mendelssohn, Rubinstein, Schumann: "verdorret"
3 Rubinstein: "vom"
4 Hermann, Hiller: "wusst's"
5 Hiller, Mendelssohn, C. Schumann: words reversed.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Garrett Medlock [Guest Editor]

7. Drei Röslein [sung text not yet checked]

Ich legte mich nieder ins grüne Gras,
Und lauert auf meinen Herzliebsten Schatz,
Ich lauert so lange bis mich es verdross,
Da fielen zwei Röselein mir in den Schoss.
Die Röselein, die waren wie Blut so rot,
Jetzt schläft ja mein Schatz oder er ist tot,
Er schläft ja nicht, er schlummert ja nur,
Es blinken seine Äuglein, es lächelt sein Mund,
Da liess ich meine Augen herummer gehen,
Da sah ich mein Schätzlein bei einem andern stehn,
Bei einem andern stehn,
Das hab ich gesehn.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

8. Sehnsucht [sung text not yet checked]

Hinter jenen dichten Wäldern
Weilst du meine Süßgeliebte
Weit ach weit, weit ach weit!
Berstet ihr Felsen,
Ebnet euch Täler,
Daß ich ersehe,
Daß ich erspähe
Meine ferne, süße Maid!

Authorship

Based on

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Hunkering", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Yearning", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Nostalgie", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Desiderio", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

9. Die gebrochene Bank [sung text not yet checked]

Die Bank, drauf ich so oft mit ihm 
Gekoset und gelacht, 
Sie ist gebrochen und war doch fest 
Aus Eschenholz gemacht.

Sie ist entzwei, sie ist entzwei,
Wie unsre Liebe ach! 
Sie ist gebrochen, die holde Bank,
Wie er die Treue brach.

Und so, wie nimmer zusammenwächst,
Ach nimmer, Stück mit Stück:
So kehrt auch niemals, niemals wohl 
Der alten Liebe Glück!

Authorship

Based on

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

10. Die fünf Freier [sung text not yet checked]

Beim Nachbar dort am Bache 
Rauft sich der Gänse Schaar,
Geh Söhnchen, nimm den Säbel, 
Und tödte mir ein paar.

Die Liebste sitzt am Tischchen,
Gleich einer Rosenblüth',
Und spricht zu sich, einst hätten
Sich fünf' um sie bemüht.

Heiß liebte sie der Erste, 
Der Zweite ihm sie nahm,
Es bricht das Herz dem Dritten,
Weil er sie nicht bekam.

Der Vierte schwenkt sein Tüchlein
Beim Tanz hoch über sich,
Der Fünfte unterm Fenster,
Weint bitter, bitterlich.

Authorship

Based on

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]