Angélique

Song Cycle by Richard Farber (b. 1945)

Word count: 515

1. Nun der Gott mir günstig nicket [sung text not yet checked]

Nun der Gott mir günstig nicket,
Soll ich schweigen wie ein Stummer,
Ich, der, als ich unbeglücket,
Soviel sang von meinem Kummer,

Daß mir tausend arme Jungen
Gar verzweifelt nachgedichtet,
Und das Leid, das ich besungen,
Noch viel Schlimmres angerichtet!

O, ihr Nachtigallenchöre,
Die ich trage in der Seele,
Daß man eure Wonne höre,
Jubelt auf mit voller Kehle!

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2. Wie rasch du auch vorüberschrittest [sung text not yet checked]

Wie rasch du auch vorüberschrittest,
Noch einmal schautest du zurück,
Der Mund, wie fragend, kühngeöffnet,
Stürmischer Hochmut in dem Blick.

O, daß ich nie zu fassen suchte
Das weiße flüchtige Gewand!
Die holde Spur der kleinen Füße,
O, daß ich nie sie wiederfand!

Verschwunden ist ja deine Wildheit,
Bist wie die Andern zahm und klar,
Und sanft und unerträglich gütig,
Und ach! nun liebst du mich sogar!

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3. Nimmer glaub ich, junge Schöne [sung text not yet checked]

Nimmer glaub ich, junge Schöne,
Was die spröde Lippe spricht;
Solche große schwarze Augen,
Solche hat die Tugend nicht.

Diese braungestreifte Lüge,
Streif sie ab; ich liebe dich.
Laß dein weißes Herz mich küssen -
Weißes Herz, verstehst du mich?

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4. Ich halte ihr die Augen zu [sung text not yet checked]

Ich halte ihr die Augen zu
Und küss' sie auf den Mund.
Nun läßt sie mich nicht mehr in Ruh'.
Sie fragt mich nach dem Grund.

Von Abends spät bis Morgens fruh,
Sie fragt zu jeder Stund':
Was hältst du mir die Augen zu,
Wenn du mir küßt den Mund?

Ich sag' ihr nicht, weshalb ich's tu',
Weiß selber nicht den Grund --
Ich halte dir die Augen zu
Und küss' sie auf den Mund.

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5. Wenn ich, beseligt von schönen Küssen [sung text not yet checked]

Wenn ich, beseligt von schönen Küssen,
In deinen Armen mich wohl befinde,
Dann mußt du mir nie von Deutschland reden; -
Ich kanns nicht vertragen - es hat seine Gründe.

Ich bitte dich, laß mich mit Deutschland in Frieden!
Du mußt mich nicht plagen mit ewigen Fragen
Nach Heimat, Sippschaft und Lebensverhältnis; -
Es hat seine Gründe - ich kanns nicht vertragen.

Die Eichen sind grün, und blau sind die Augen
Der deutschen Frauen, sie schmachten gelinde
Und seufzen von Liebe, Hoffnung und Glauben; -
Ich kanns nicht vertragen - es hat seine Gründe.

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6. Während ich nach andrer Leute [sung text not yet checked]

Während ich nach andrer Leute,
Andrer Leute Schätze spähe,
Und vor fremden Liebestüren
Schmachtend auf- und nieder gehe:

Treibts vielleicht die andren Leute
Hin und her an andrem Platze,
Und vor meinen eignen Fenstern
Äugeln sie mit meinem Schatze.

Das ist menschlich! Gott im Himmel
Schütze uns auf allen Wegen!
Gott im Himmel geb uns Allen,
Geb uns Allen Glück und Segen!

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7. Ja freilich, du bist mein Ideal [sung text not yet checked]

Ja freilich, du bist mein Ideal,
Habs dir ja oft bekräftigt
Mit Küssen und Eiden sonder Zahl;
Doch heute bin ich beschäftigt.

Komm morgen zwischen zwei und drei,
Dann sollen neue Flammen
Bewähren meine Schwärmerei;
Wir essen nachher zusammen.

Wenn ich Billette bekommen kann,
Bin ich sogar kapabel,
Dich in die Oper zu führen alsdann:
Man gibt Robert-le-Diable.

Es ist ein großes Zauberstück
Voll Teufelslust und Liebe;
Von Meyerbeer ist die Musik,
Der schlechte Text von Scribe.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Oui, bien-sûr, tu es mon idéal", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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8. Schaff mich nicht ab, wenn auch den Durst [sung text not yet checked]

Schaff mich nicht ab, wenn auch den Durst
Gelöscht der holde Trunk;
Behalt mich noch ein Vierteljahr,
Dann hab auch ich genung.

Kannst du nicht mehr Geliebte sein,
Sei Freundin mir sodann;
Hat man die Liebe durchgeliebt,
Fängt man die Freundschaft an.

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