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by Walther von der Vogelweide (1170? - 1228?)
Translation by Karl Pannier (1854 - 1931)

Under der linden
Language: Mittelhochdeutsch 
Our translations:  ENG
Under der linden
an der heide
dâ unser zweier bette was
dâ muget ir vinden
schône beide
gebrochen bluomen unde gras
vor dem walde in einem tal!
Tandaradei
schône sanc diu nahtegal.

Ich kam gegangen
zuo der ouwe
dô was mîn friedel komen ê.
Dâ wart ich empfangen
hêre frouwe,
daz ich bin sælic iemer mê!
Kust er mich? Wol tûsentstunt!
tandaradei
seht wie rôt mir ist der munt!

Dô hete er gemachet
alsô rîche
von bluomen eine bettestat;
des wirt noch gelachet
inneclîche
kumt iemen an daz selbe pfat.
Bî den rôsen er wol mac -
tandaradei
merken wâ mirz houbet lac!

Daz er bî mir læge
wesse ez iemen
nu enwelle got so schamte ich mich,
wes er mit mir pflæge
niemer niemen
bevinde daz wan er und ich.
Und ein kleinez vogellîn -
tandaradei
daz mac wol getriuwe sîn!

Available sung texts: (what is this?)

•   F. Martin 

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Text Authorship:

  • by Walther von der Vogelweide (1170? - 1228?), "Under der linden" [author's text checked 1 time against a primary source]

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2007-11-24
Line count: 36
Word count: 147

Unter der Linden
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)  after the Mittelhochdeutsch 
Our translations:  ENG ITA
Unter der Linden, 
bei der Heide,
Da unser beider Bette was, 
Da könnet ihr finden, 
wie wir beide
Die Blumen brachen und das Gras.
Vor dem Wald in einem Tal!
Tandaradei 
Sang so süß die Nachtigall. 

Kam da gegangen 
hin zur Aue 
Und mein Liebster war schon da. 
Da ward ich empfangen, 
hehre Fraue,
O welches Glück, daß ich ihn sah! 
Ob er mich küßte? So manche Stund!
Tandaradei 
Seht, wie rot mir ist der Mund! 

Da hat er gemachet 
schnell bei Scherzen
von Blumen reich die Ruhestatt; 
Ja, mancher noch lachet 
von ganzem Herzen,
Wenn er kommt denselben Pfad.
An den Rosen er wohl mag --
Tandaradei 
Merken, wo das Haupt mir lag.

Wüßte das einer, 
daß geblieben
Er bei mir, ich schämte mich. 
O wollte doch keiner, 
was wir trieben
Erfahren je, nur er und ich.
Und ein kleines Vögelein --
Tandaradei 
Das wird wohl verschwiegen sein!

Available sung texts:   ← What is this?

•   E. Humperdinck •   H. Pfitzner 

About the headline (FAQ)

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Confirmed with Walthers von der Vogelweide Sämmtliche Gedichte. Aus dem Mittelhochdeutschen übertragen von Karl Pannier, Leipzig, Reclam, 1876, p. 25.


Text Authorship:

  • by Karl Pannier (1854 - 1931), "Unter der Linden" [author's text checked 1 time against a primary source]

Based on:

  • a text in Mittelhochdeutsch by Walther von der Vogelweide (1170? - 1228?), "Under der linden"
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Research team for this page: John Versmoren , Rudi Spring

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 36
Word count: 151

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