Neuer Frühling: Liederkreis von zwölf Gesängen von Heinrich Heine

[incomplete]

Song Cycle by Ferdinand von Hiller (1811 - 1885)

Word count: 515

1. Frühlingswesen [sung text not yet checked]

In dem Walde sprießt und grünt es
Fast jüngfräulich lustbeklommen;
Doch die Sonne lacht herunter:
Junger Frühling, sei willkommen!

Nachtigall! auch dich schon hör' ich,
Wie du flötest seligtrübe
Schluchzend langgezogne Töne,
Und dein Lied ist lauter Liebe!

Authorship

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  • ENG English (John W. Grubbs) , "Spring song", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Valter Juva) , "Metsä vihannoi ja silmuu"
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Dans la forêt tout pousse et verdit", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: John W. Grubbs

2. Sehnsucht [sung text not yet checked]

Ich lieb' eine Blume, doch weiß ich nicht welche;
Das macht mir Schmerz.
Ich schau' in alle Blumenkelche
Und such' ein Herz.

Es duften die Blumen im Abendscheine,
Die Nachtigall schlägt.
Ich such' ein Herz, so schön wie das meine,
So schön bewegt.

Die Nachtigall schlägt, und ich verstehe
Den süßen Gesang:
Uns beiden ist so bang' und wehe,
So weh und bang.

Authorship

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  • ENG English (John H. Campbell) , "I love a flower", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "J'aime une fleur, mais ne sais point laquelle", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Ted Perry

4. Gefangen [sung text not yet checked]

Es drängt die Not, es läuten die Glocken,
Und ach! ich hab den Kopf verloren!
Der Frühling und zwei schöne Augen,
Sie haben sich wider mein Herz verschworen.

Der Frühling und zwei schöne Augen
Verlocken mein Herz in neue Betörung!
Ich glaube, die Rosen und Nachtigallen
Sind tief verwickelt in dieser Verschwörung.

Authorship

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Il y a grande urgence, les cloches sonnent", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Mond und Lilie [sung text not yet checked]

  Die schlanke Wasserlilie
Schaut träumend empor aus dem See;
Da grüßt der Mond herunter
Mit lichtem Liebesweh.

  Verschämt senkt sie [das]1 Köpfchen
Wieder [hinab]2 zu den Welln --
Da sieht sie zu ihren Füßen
Den armen [blassen]3 Geselln.

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "L'esvelt nenúfar", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Lawrence Snyder) , "The slender waterlily", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Quand l'élégante fleur de nénuphar", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Lo snello giglio d'acqua", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun, [1887], page 244

1 Pfitzner: "ihr"
2 Pfitzner: "zurück"
3 omitted by Pfitzner

Research team for this text: Lawrence Snyder , Sharon Krebs [Guest Editor]

7. Höchstes Glück [sung text checked 1 time]

Wie die Nelken duftig atmen!
Wie die Sterne, ein Gewimmel
Goldner Bienen, ängstlich schimmern
An dem veilchenblauen Himmel!

Aus dem Dunkel der Kastanien
Glänzt das Landhaus, weiß und lüstern,
Und ich hör die Glastür klirren
Und die liebe Stimme flüstern.

Holdes Zittern, süßes Beben,
Furchtsam zärtliches Umschlingen -
Und die jungen Rosen lauschen,
Und die Nachtigallen singen.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

8. Altes Lied [sung text not yet checked]

Es war ein alter König,
sein Herz war schwer, sein [Haupt]1 war grau;
der arme alte König,
er nahm eine junge Frau.

Es war ein [schöner]2 Page,
blond war sein Haupt, leicht war sein Sinn;
er trug die seid'ne Schleppe
der jungen Königin.

Kennst du das alte Liedchen?
Es klingt so süß, es klingt so trüb!
Sie mußten beide sterben,
sie hatten sich viel zu lieb.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "There was an old king", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Il était un vieux roi", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 Diepenbrock: "Haar"
2 Zemlinsky: "junger"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

9. Vergangen [sung text not yet checked]

In meiner Erinnrung erblühen
Die Bilder, die längst verwittert -
Was ist in deiner Stimme,
Das mich so tief erschüttert?

Sag nicht, daß du mich liebst!
Ich weiß, das Schönste auf Erden,
Der Frühling und die Liebe,
Es muß zuschanden werden.

Sag nicht, daß du mich liebst!
Und küsse nur und schweige,
Und lächle, wenn ich dir morgen
Die welken Rosen zeige.

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  • ENG English (Michael P. Rosewall) , "In my memory", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

11. Sterne mit den gold'nen Füßchen [sung text not yet checked]

   Sterne mit den goldnen Füßchen,
Wandeln droben bang und sacht,
Daß sie nicht die Erde wecken
Die da schläft im Schoß der Nacht.
 
   Horchend stehn die stummen Wälder,
Jedes Blatt ein grünes Ohr!
Und der Berg, wie träumend streckt er
Seinen Schattenarm hervor.
 
   Doch was rief [dort]1? In mein Herze
Dringt der Töne Widerhall.
War es der Geliebten Stimme,
Oder [nur]2 die Nachtigall?

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  • ENG English [singable] (John Sullivan Dwight) , "Stars with little golden feetlet"
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Stelle dalle zampette d'oro", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun., [no year], page 251

1 Franz, Wolf: "es"
2 Franz, Wolf: "war's"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

12. In die Ferne [sung text not yet checked]

   Schon wieder bin ich [fortgerissen]1
Vom Herzen, das ich innig liebe,
Schon wieder bin ich fortgerissen --
O wüßtest du, wie gern ich bliebe!
 
   Der Wagen rollt, es dröhnt die Brücke,
Der Fluß darunter fließt so trübe;
Ich scheide wieder von dem Glücke.
Vom Herzen, das ich innig liebe.
 
   Am Himmel jagen hin die Sterne,
Als flöhen sie vor meinem [Schmerze]2 --
Leb wohl, Geliebte! In der Ferne.
Wo ich auch bin, blüht dir mein Herze.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philiipp Reclam jun, [1887], page 252.

1 Kulenkamp: "hingerissen"; further changes may exist not noted above.
2 Lang: "Schmerz"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]