[Fünf] Lieder und Gesänge von Kerner, Heine, Strachwitz, Shakespeare

Song Cycle by Robert Schumann (1810 - 1856)

Word count: 492

1. Sängers Trost [sung text checked 1 time]

Weint auch einst [kein Liebchen]1
Tränen auf mein Grab,
Träufeln doch die Blumen
Milden Tau hinab;

Weilt an ihm kein Wandrer
Im [Vorüberziehn]2,
Blickt auf seiner Reise
Doch der Mond [auf ihn]3.

Denkt auf diesen Fluren
Bald kein Erdner mein,
Denkt doch mein die Aue
Und der stille Hain.

Blumen, Hain und Aue,
Stern und Mondenlicht,
Die ich sang, vergessen
Ihres Sängers nicht.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Troost voor de zanger", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) (Harald Krebs) , "Singer's [Poet's] comfort", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "Minstrel's Consolation"
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Consolation du barde", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Bohm: "ein Lieber"; further changes may exist not noted above.
2 Ashton, Dessauer, Fibich, Frisch, Platz, Schumann, Voegely-Nünlist: "Vorüberlauf"
3 Ashton, Baldamus, Dessauer, Fibich, Platz, Schumann, Voegely-Nünlist: "darauf"; Zumsteeg: "nach ihm"; Frisch and Schneider: "dahin"

Researcher for this text: Ted Perry

2. Dein Angesicht [sung text checked 1 time]

Dein Angesicht so lieb und schön,
Das hab' ich jüngst im Traum gesehn,
Es ist so mild und engelgleich,
Und doch so bleich, so [schmerzenbleich]1.

Und nur die Lippen, die sind rot;
Bald aber küßt sie bleich der Tod.
Erlöschen wird das Himmelslicht,
Das aus den frommen Augen bricht.

Authorship

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Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 114.

1 Schumann: "schmerzenreich" (full of pain)

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

3. Es leuchtet meine Liebe [sung text checked 1 time]

Es leuchtet meine Liebe,
In ihrer dunkeln Pracht,
Wie'n Märchen traurig und trübe,
Erzählt in der Sommernacht.

"Im Zaubergarten wallen
Zwei Buhlen, stumm und allein;
Es singen die Nachtigallen,
Es flimmert der Mondenschein.

"Die Jungfrau steht still wie ein Bildnis,
Der Ritter vor ihr kniet.
Da kommt der Riese der Wildnis,
Die bange Jungfrau flieht.

"Der Ritter sinkt blutend zur Erde,
Es stolpert der Riese nach Haus -"
Wenn ich begraben werde,
Dann ist das Märchen aus.

Authorship

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Mijn liefde straalt heel wonder", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "My love gleams", copyright ©
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 46, first published 1827
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 151.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Pierre Mathé [Guest Editor]

4. Mein altes Roß [sung text checked 1 time]

Mein altes Roß, 
  Mein Spielgenoß,
Was siehst du mich wiehernd an?
  Deine Sehne, wie lahm!
  Mein Mut, wie zahm!
Wir reiten nicht mehr [hindan]1!

Du schüttelst dein Haupt,
  Deine Nüster schnaubt!
Ich glaube, du träumst, Kamerad:
  Wir fliegen zusamm' 
  Über'm Bergeskamm
Den alten geliebten Pfad!

Ein knarrendes Tor,
  Du scharrst davor,
Deine schäumende Stange tropft!
  Ein rauschend Gewand,
  Eine weiße Hand,
Die den funkelnden Hals dir klopft!

Es stäubt der Kies,
  Schlaf süß, schlaf süß;
Und hinaus in die blauende Nacht!
  Auf tauigem Rain 
  Im Mondenschein, 
Dahin mit Macht, mit Macht!

Verhängt den Zaum,
  Im Herzen ein Traum,
Auf der Lippe den letzten Kuß;
  Dumpf hallender Huf
  Und Wachtelruf,
Und fern ein rauschender Fluß!

Einen letzten Blick zurück,
  Zurück, zurück
Auf der Liebsten schlafendes Haus!
  Mein Kamerad, 
  Wie schad', wie schad',
Daß alles, alles ist aus!

Mein Kamerad, 
  Den geliebten Pfad,
Den hat verweht der Schee!
  Und das Tor verbaut
  Und verloren die Braut,
Und mein Herz so weh, so weh!

Authorship

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Mijn oude paard, mijn kameraad", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 often modernized to "hin dann"

Research team for this text: Margo Briessinck , Lau Kanen [Guest Editor]

5. Schlußlied des Narren [sung text checked 1 time]

Und als ich ein winzig Bübchen war,
  Hop heisa, bei Regen und Wind!
Da machten [zwei nur]1 eben ein Paar,
  Denn der Regen, der regnet jeglichen Tag.

[ ... ]
Und als ich ach! ein Weib tat frei'n, Hop heisa, bei Regen und Wind! Da wollte mir Müßig gehn nicht gedeihn, Denn der Regen, der regnet jeglichen Tag.
[ ... ]
Die Welt [schon steht]2 eine hübsche Weil', Hop heisa, bei Regen und Wind! Doch das Stück ist nun aus, und ich wünsch' euch viel Heil; [Wir streben euch zu gefallen jeglichen Tag.]3

Authorship

Based on

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Slotlied van de nar (Toen ik nog 'n heel klein knaapje was)", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Canzone finale del matto", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

1 Schumann: "zweie nun"
2 Petersen, Schumann: "steht schon"
3 Petersen: "Und daß es euch künftig so gefallen mag!"; Schumann: "Und daß es euch künftig gefalle!"

Researcher for this text: Margo Briessinck