O laß mich lauschen, laß mich lispeln, kosen Mit dir, du Geist der Mondscheinnacht! Du hast aus deinen Lilien, deinen Rosen Den Gruß der Liebe mir gebracht. Wie athm' ich auf in deiner Helle, Du Auge das so freundlich lacht! Zum Traum geschöpft aus deiner Strahlenquelle Verklärt sich meine Erdennacht.
Sängerfahrt. Achtzehn Lieder, op. 96
by Franz Paul Lachner (1803 - 1890)
1. Mondscheinnacht
Text Authorship:
- by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Mondscheinnacht", appears in Lyrische Gedichte, in Dichterleben
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Confirmed with Gedichte von Hoffmann von Fallersleben, Volume 1, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1834, p. 239Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
2. Erscheine!
Erscheine noch einmal, erscheine Und fülle meine Seele ganz Mit deines Herzens heil'ger Reine, Mit deines Auges lichtem Glanz! Erscheine noch einmal und werde Was du mir warst auf Erden hier: Der Frühling brachte dich der Erde, Nun bringe du den Frühling mir. Erscheine noch einmal! und wieder Ertönen in des Sängers Brust Die alten, lang verklung'nen Lieder Von seiner Liebe Leid und Lust.
Text Authorship:
- by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), no title, written 1840, appears in Helgolander Lieder, no. 1, first published 1843
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Research team for this page: Harry Joelson , Johann Winkler3. Ihre Gestalt
Mir träumte: traurig schaute der Mond, Und traurig schienen die Sterne; Es trug mich zur Stadt, wo Liebchen wohnt, Viel hundert Meilen ferne. Es hat mich zu ihrem Hause geführt, Ich küßte die Steine der Treppe, Die oft ihr kleiner Fuß berührt Und ihres Kleides Schleppe. Die Nacht war so lang, die Nacht schaut' kalt, Es waren so kalt die Steine; Es lugt' aus dem Fenster die blasse Gestalt, Beleuchtet vom Mondenscheine!
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Die Heimkehr, no. 26
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Manuel Capdevila i Font) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emma Lazarus) , appears in Poems and Ballads of Heinrich Heine, first published 1881
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "J'étais en rêve: la lune avait un regard triste", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun, [1887], page 128.
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Jeroen Scholten , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler4. Der Beichtzettel
Es wollt' ein Mädchen zur Kirche gehn, Und beten und singen und Beichte stehn; Sie hatte sich aufgeschrieben Die Todsünden alle sieben. Und als sie im Beichtstuhl zu knien begann, Die Thrän' ihr herab von den Wangen rann: „Ich will auch bessern mein Leben, Wollt mir doch die Sünde vergeben!” „Eh' ich dir die Sünde vergeben kann, So zeig' mir erst die Sünden an!” Sie konnte den Zettel nicht finden, Wußte nichts von ihren Sünden. Ich aber war's, der den Zettel fand, Was aber drin für Todsünde stand? Das kann ich keinem verkünden, Es sind ja meine Sünden. Die erste war: er liebt mich sehr; Die zweite war: er liebt mich noch mehr -- So ging es fort bis zu sieben, Und immer Lieben und Lieben.
Text Authorship:
- by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Der Beichtzettel", appears in Lyrische Gedichte, in Volksleben, in Frühling und Liebe, no. 16
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Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler5. Warum?
Warum sind denn die Rosen so blaß? O sprich mein Lieb warum? Warum sind denn im grünen Gras Die blauen Veilchen so stumm? Warum singt denn mit so kläglichem Laut, Die Lerche in der Luft? Warum steigt denn aus dem Balsamkraut Hervor ein Leichenduft? Warum scheint denn die Sonn' auf die Au, So kalt und verdrießlich herab? Warum ist denn die Erde so grau, Und öde wie ein Grab? Warum bin ich selbst so krank und so trüb? Mein liebes Liebchen sprich O sprich mein herzallerliebstes Lieb, Warum verließest du mich?
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 23
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Perquè són les roses tan pàl·lides", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emily Ezust) , "Why are the roses so pale?", copyright ©
- ENG English (John Todhunter) , appears in Heine's Book of Songs, first published 1907
- FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 23, first published 1827
- FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Pourquoi les roses sont-elles si pâles?", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
- POR Portuguese (Português) (Axel Bergstedt) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
6. Ein Kinderlied
Schlafe süß in Gottes Schooß, Stürmt auch kalt der Wind; Gott beschirmt ja Klein und Groß, Schlafe süß mein Kind! Ohne Sorgen schlaf in Ruh'! Lächle froh im Traum! Gottes Liebe deckt dich zu, Träum vom Weihnachtsbaum! Träume von den Röslein klar, Von den Lilien rein! Spiele mit der Engel Schaar! Träum vom Jesulein. Was zu dir das Kindlein spricht, Nimm' es wohl in Acht! Sag mir's ja, vergiss es nicht, Bist du aufgewacht.
Text Authorship:
- by Guido Moritz Görres (1805 - 1852), "Wiegenlied"
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Research team for this page: Melanie Trumbull , Johann Winkler7. Die Grabrose
Du Grabesrose wurzelst wohl in ihres Herzens Schoß, und ihres ew'gen Schlafes Hauch zog deine Keime groß. Du saugest Glut und Lebenskraft aus ihres Herzens Blut, sie gab ja Freude stets und Lust und gibt's noch, wenn sie ruht. Dein Lächeln und dein Duften stahlst und schlürftest du aus ihr, den roten Kelch, den formtest du aus ihren Wangen dir. Die Purpurblätter sogest du aus ihrem süßen Mund, drum sind sie auch so rot und lind, so duftig und so rund. Sie gab dir Blätter, Farb' und Duft, gab Glut und Leben dir, woher nahmst du die Dornen wohl? Die kommen nicht von ihr! Willkommen denn, und bleibe mein! Wenn Haß und Nacht mir droht, erinnre mich dein Flammenkelch an Liebe und Morgenrot.
Text Authorship:
- by Anton Alexander, Graf von Auersperg (1806 - 1876), as Anastasius Grün, "Die Grabrose", appears in Blätter der Liebe, in Erste Liebe, in Der Liebe Verlust
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Confirmed with Gedichte von Anastasius Grün, 15. Aufl. Berlin, 1877
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
8. Schneeglöckchen
Es klingt ein lieblich Läuten Die todte Flur entlang Schneeglöckchen weckt die Blumen Und auch den Vogelsang. Es klingt ein lieblich Läuten Durch Fluren weit und breit. Drum schwellt mein Herz ein Drängen Voll Lust zu dieser Zeit. Es klingt ein lieblich Läuten So süß und wundersam, Weil auf die öden Fluren Der Frühling wieder kam! Es klingt ein lieblich Läuten Und Alles blüht und sprüht! Schneeglöckchen hat gewecket Zum Sang auch mein Gemüth.
Text Authorship:
- by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881), "Schneeglöckchen", written 1847, appears in Das Buch der Lieder, in 3. Frühling, first published 1866
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Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler9. Schneeglöckchens Trauergeläute
Schneeglöckchen läutet wieder, Doch nicht, wie's früher klang! Und meine Frühlingslieder Sind nur ein Trauersang! Kling, klang, klung -- Was soll das doch bedeuten, Schneeglöckchens lieblich Läuten? Kling, klang, klung -- Wie süß ist doch Erinnerung! Schneeglöckchens Lenzverkünden Macht traurig mein Gemüth; In Auen, Waldesgründen Für mich kein Frühling blüht! Kling, klang, klung etc. Schneeglöckchen, dein Geläute Tönt trauermild und hehr: Die schönste aller Bräute, Ach, findest du nicht mehr! Kling, klang, klung etc. Schneeglöckchen, dein Getöne Verhallt im Veilchenduft! Die blondgelockte Schöne Kein Lied zurück mehr ruft! Kling, klang, klung etc. Schneeglöckchen, wirst mir grüßen Im Grabe mein Idol! O, flüstre zu der Süßen Ein ewig Lebewohl! Kling, klang, klung etc. Schneeglöckchens süße Weise Den Frühling weckt verschönt, Daß mir's im Herzen leise Gar wunderlieblich tönt. Kling, klang, klung etc. Schneeglöckchen, wirst auch sagen Dem Lenz im süßen Lied: Er soll mich nicht beklagen, wenn ich auch bald schon schied. Kling, klang, klung -- as soll das doch bedeuten, Schneeglöckchens lieblich Läuten? Kling, klang, klung -- Wie süß ist doch Erinnerung!
Text Authorship:
- by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881), "Schneeglöckchens Trauergeläute"
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Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler10. Die Wasserrose
Die stille Wasserrose Steigt aus dem blauen See, Die feuchten Blätter zittern, Der Kelch ist weiß wie Schnee. Da gießt der Mond vom Himmel All' seinen gold'nen Schein, Gießt alle seine Strahlen In ihren Schooß hinein. Im Wasser um die Blume Kreiset ein weißer Schwan, Er singt so süß, so leise Und schaut die Blume an. Er singt so süß, so leise Und will im Singen vergehn -- O Blume, weiße Blume, Kannst du das Lied verstehn?
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), no title, appears in Jugendgedichte, in 1. Erstes Buch, in Lieder als Intermezzo, no. 9
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) (Wijtse Rodenburg) , "De stille waterlelie", copyright © 2003, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (David Kenneth Smith) , "The quiet lotus-blossom/water-rose", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "La fleur de lotus immobile", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
- SPA Spanish (Español) (Elisa Rapado) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
11. Um Mitternacht
Die Mitternacht war kalt und stumm; Ich irrte klagend im Wald herum. Ich habe die Bäume aus dem Schlaf gerüttelt; Sie haben mitleidig die Köpfe geschüttelt.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 61
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- CHI Chinese (中文) [singable] (Dr Huaixing Wang) , copyright © 2024, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 61, first published 1827
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
12. Morgenwanderung
Wer recht in Freuden wandern will, Der geh' der Sonn' entgegen; Da ist der Wald so kirchenstill, Kein Lüftchen mag sich regen. Noch sind nicht die Lerchen wach, Nur im hohen Gras der Bach Singt leise den Morgensegen. Die ganze Welt ist wie ein Buch, Darin uns aufgeschrieben In bunten Zeilen manch' ein Spruch, Wie Gott uns treu geblieben. Wald und Blumen, nah' und fern, Und der helle Morgenstern Sind Zeugen von seinem Lieben. Da zieht die Andacht wie ein Hauch Durch alle Sinnen leise, Da pocht an's Herz die Liebe auch In ihrer stillen Weise. Pocht und pocht, bis sich's erschließt, Und die Lippe überfließt Von lautem, jubelndem Preise. Und plötzlich läßt die Nachtigall Im Busch ihr Lied erklingen, In Berg und Tal erwacht der Schall Und will sich aufwärts schwingen, Und der Morgenröte Schein Stimmt in lichter Gluth mit ein: Laßt uns dem Herrn lobsingen.
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Morgenwanderung", appears in Jugendgedichte, in 3. Drittes Buch, in Athen
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2023, (re)printed on this website with kind permission
Note: in Reinthaler's setting, in stanza 3 (the second stanza of the sung text), line 7, word 1 ("Von") is "Zu" in some voices.
Research team for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler13. Dein Blick
Dein Aug' ist wie die Quelle klar, bis auf den tiefsten Grund so rein; drin ruht der Himmel wunderbar mit seiner ganzen Engelschar, mit aller seiner Sterne Schein. D'rum, fällt ein einz'ger Sonnenblick aus deinem Aug' auf mich, o Lust, dann fühlt mein Herz der Sel'gen Glück; o wend' es nie von mir zurück, sonst wird es Nacht in meiner Brust.
Text Authorship:
- by Ludwig Koch (1806 - 1888)
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Researcher for this page: Johann Winkler14. Der Tag des Weltgerichts
Wenn der Erde Gründe beben, und in Totengrüften Leben und im Staube Jugendstärke wallt, wenn des Auferweckers Stimme schallt: Gott! erbarme dich unser! Wenn mit donnerndem Getümmel, o Allmächt'ger, deine Himmel und des Erdballs Reiche schnell vergeh'n, und wir wankend auf den Trümmern steh'n: Gott! erbarme dich unser! Wenn auf deinem Wolkenwagen, von Zehntausenden getragen, Weltenrichter, du herniederfährst und den Übeltätern Rache schwörst: Gott! erbarme dich unser! Wenn mit Zittern und Entzücken alle Völker nach dir blicken und dein flammend Richterangesicht Fluch und Lohn in ihre Seele spricht: Gott! erbarme dich unser! Wenn auch ich dann vor dir stehe, und mein Aug' zu deiner Höhe bebend nur emporzuschauen wagt, wenn in mir die ganze Menschheit zagt: Gott! erbarm dich meiner!
Text Authorship:
- by Christoph Christian Sturm (1740 - 1786), "Der Tag des Weltgerichts"
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ITA Italian (Italiano) (Marco Crosetto) , "Il giorno del giudizio universale", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
15. Frühlingslied
Leise zieht durch mein Gemüth Liebliches Geläute. Klinge, kleines Frühlingslied, Kling' hinaus in's Weite. Zieh hinaus bis an das Haus, Wo die Veilchen sprießen. Wenn du eine Rose schaust, Sag' ich lass' sie grüßen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Neuer Frühling, no. 6
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- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
- CAT Catalan (Català) (Manuel Capdevila i Font) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- CAT Catalan (Català) (Manuel Capdevila i Font) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- CHI Chinese (中文) [singable] (Dr Huaixing Wang) , copyright © 2024, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Groet", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Marty Lucas) , "Sweet chimes are softly filling my soul", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Un charmant carillon", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
- GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
- GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
- ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Saluto", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
- POL Polish (Polski) (Aleksander Kraushar) , "Cicho płynie", Warsaw, Gebethner i Wolff, first published 1880
Note: modern German would change the spelling "Gemüth" to "Gemüt"
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler16. Aus Amaranths stille Lieder
Es muß was Wunderbares sein Um's Lieben zweier Seelen! Sich schließen ganz einander ein, Sich nie ein Wort verhehlen! Und Freud' und Leid, und Glück und Noth So mit einander tragen! Vom ersten Kuß bis in den Tod Sich nur von Liebe sagen!
Text Authorship:
- by Oscar von Redwitz-Schmölz (1823 - 1891), no title, appears in Amaranth, in Amaranths stille Lieder
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Emily Ezust) , "It must be a wonderful thing", copyright ©
- ENG English [singable] (Charles Fonteyn Manney) , "A wondrous rapture must it be", first published 1911
- FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Ce doit être une chose merveilleuse", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- JPN Japanese (日本語) (Naoyuki Okada) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- RUS Russian (Русский) (Anonymous/Unidentified Artist)
17. Schmetterling
Ein Wetterfähnlein ist mein Sinn, Er schwankt und wankt im Lieben, Er dreht sich her und dreht sich hin, Von jedem Wind getrieben. Ich weiß nicht, ist's mit mir allein, Mag's andern auch so gehen? An jedem Fenster groß und klein Muß ich was Holdes sehen. Heut klopf' ich bei der Blonden an Und morgen bei der Braunen, Und übermorgen muß ich dann Der Schwarzen Reiz bestaunen. Nur kann ich nimmer allzulang Bei einer mich verweilen; Macht mich ein dunkles Auge krank, Ein blaues muß mich heilen. Und leicht gewogen hier am Ort Sind mir die ros'gen Schönen, Denn jede hört ein Liebeswort Zur Zither gern ertönen, Und jede schwärmt auf ihre Art Beim sanften Glanz der Sterne, Und machst du's nur ein wenig zart, So küßt auch jede gerne. So fliehn mir denn in leiser Spur Dahin die schnellen Stunden; Ich seufze nicht, ich singe nur Und weiß von keinen Wunden; Bald bin ich dort, bald bin ich hier, An Scherz und Spiel mich labend, Und jeder Tag bringt Lieder mir Und Küsse jeder Abend.
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Schmetterling", appears in Jugendgedichte, in 1. Erstes Buch, in Lübeck und Bonn
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]18. Die Blume der Ergebung
Ich bin die Blum' im Garten, Und muß in Stille warten, Wann und in welcher Weise Du trittst in meine Kreise. Kommst du, ein Strahl der Sonne, So werd' ich deiner Wonne Den Busen still entfalten Und deinen Blick behalten. Kommst du als Tau und Regen, So werd' ich deinen Segen In Liebesschalen fassen, Ihn nicht versiegen lassen. Und fährest du gelinde Hin über mich im Winde, So werd' ich dir mich neigen, Sprechend: Ich bin dein eigen. Ich bin die Blum' im Garten, Und muß in Stille warten, Wann und in welcher Weise Du trittst in meine Kreise.
Text Authorship:
- by Friedrich Rückert (1788 - 1866), "Die Blume der Ergebung"
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De bloem der overgave", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Sharon Krebs) (Harald Krebs) , "The flower of submission", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
Note: the first stanza is indeed repeated at the end in the original.
Research team for this page: Ted Perry , Johann Winkler