Aus Goethes Faust

Song Cycle by Julius Röntgen (1855 - 1932)

Word count: 2381

Italian (Italiano) translation: Dal Faust di Goethe

1. Prolog im Himmel [sung text checked 1 time]

— Tacet —

2. Lied des Erdgeistes [sung text checked 1 time]

Geist
 In Lebensfluthen, im Thatensturm
 Wall' ich auf und ab,
 Webe hin und her!
 Geburt und Grab,
 Ein [ewiges]1 Meer,
 Ein wechselnd Weben,
 Ein glühend Leben,
 So schaff' ich am sausenden Webstuhl der Zeit,
 Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

[Faust
 Der du die weite Welt unschweifst,
 Geschäftiger Geist, wie nah fühl' ich mich dir!]2

[Geist
 Du gleichst dem Geist, den du begreifst,
 Nicht mir!]3

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  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Radziwill: "ew'ges"
2 omitted by Radziwill, Röngtgen
3 omitted by Röntgen

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3. Osterchöre [sung text checked 1 time]

CHOR DER ENGEL:
 Christ ist erstanden!
 Freude dem Sterblichen,
 Den die verderblichen,
 Schleichenden, erblichen
 Mängel unwanden.

FAUST:
 [Welch tiefes Summen, welch ein heller Ton,
 Zieht mit Gewalt das Glas von meinem Munde?
 Verkündigt ihr dumpfen Glocken schon
 Des Osterfestes erste Feyerstunde?
 Ihr Chöre singt ihr schon den tröstlichen Gesang
 Der einst, um Grabes Nacht, von Engelslippen klang,
 Gewißheit einem neuen Bunde?]1

CHOR DER WEIBER:
 Mit Spezereyen
 Hatten wir ihn gepflegt,
 Wir seine Treuen
 Hatten ihn hingelegt;
 Tücher und Binden
 Reinlich unwanden wir,
 Ach! und wir finden
 Christ nicht mehr hier.

CHOR DER ENGEL:
 [Christ ist erstanden!
 Selig der Liebende,
 Der die Betrübende,
 Heilsam' und übende
 Prüfung bestanden.]2

FAUST:
 [Was sucht ihr, mächtig und gelind,
 Ihr Himmelstöne, mich am Staube?
 Klingt dort umher, wo weiche Menschen sind.
 Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube;
 Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.
 Zu jenen Sphären wag' ich nicht zu streben,
 Woher die holde Nachricht tönt;
 Und doch, an diesen Klang von Jugend auf gewöhnt,
 Ruft er auch jetzt zurück mich in das Leben.
 Sonst stürzte sich der Himmels-Liebe Kuß
 Auf mich herab in ernster Sabathstille;
 Da klang so ahnungsvoll des Glockentones Fülle,
 Und ein Gebet war brünstiger Genuß;
 Ein unbegreiflich holdes Sehnen
 Trieb mich durch Wald und Wiesen hinzugehn,
 Und unter tausend heißen Thränen
 Fühlt' ich mir eine Welt entstehn.
 Dies Lied verkündete der Jugend muntre Spiele,
 Der Frühlingsfeyer freies Glück;
 Erinnrung hält mich nun, mit kindlichem Gefühle,
 Vom letzten, ernsten Schritt zurück.
 O tönet fort ihr süßen Himmelslieder!
 Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!]1

CHOR DER JÜNGER:
 Hat der Begrabene
 Schon sich nach oben,
 Lebend Erhabene,
 Herrlich erhoben;
 Ist er in Werdelust
 Schaffender Freude nah;
 Ach! an der Erde Brust,
 Sind wir zum Leide da.
 Ließ er die Seinen
 Schmachtend uns hier zurück;
 Ach! wir beweinen
 Meister dein Glück!

CHOR DER ENGEL:
 Christ ist erstanden,
 Aus der Verwesung Schoos.
 Reißet von Banden
 [Freudig euch]3 los!
 Thätig ihn preisenden,
 Liebe beweisenden,
 Brüderlich speisenden,
 Predigend reisenden,
 Wonne verheißenden
 Euch ist der Meister nah',
 Euch ist er da!

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Christus verrezen (Koor der engelen uit 'Faust')", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Christ has risen!", copyright © 2004
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Le Christ s'est levé !", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Cristo è risorto!", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Coro di pasqua", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Zwölfter Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1828, pages 44-47; and with Faust. Eine Tragödie von Goethe, Tübingen, in der J.G.Cotta'schen Buchhandlung, 1808, pages 53-56.

1 omitted by Kreutzer, Radziwill, and Röntgen.
2 Kreutzer repeats the first "Christ ist erstanden" instead of this stanza.
3 Röntgen: "Euch freudig"

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4. Vor dem Tor

Note: this is a multi-text setting


Ihr guten Herrn, ihr schönen Frauen,
So wohlgetputzt und backenrot,
Belieb' es euch mich anzuschauen
Und seht und [mildert]1 meine Not!
Laßt hier mich nicht vergebens leiern!
Nur der ist froh, der geben mag.
Ein Tag, den alle Menschen feiern,
Er sei für mich ein Erntetag.

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1 Kreutzer: "lindert"

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Soldaten
 Burgen mit hohen
 Mauern und Zinnen,
 Mädchen mit stolzen
 Höhnenden Sinnen
 Möcht' ich gewinnen!
 Kühn ist das Mühen,
 Herrlich der Lohn!

 Und die Trompete
 Lassen wir werben,
 Wie zu der Freude,
 So zum Verderben.
 [Das ist ein Stürmen!]1
 Das ist ein Leben!

 Mädchen und Burgen
 Müssen sich geben.
 Kühn ist das Mühen,
 Herrlich der Lohn!
 Und die Soldaten
 Ziehen davon.

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1 omitted by Radziwill.

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Ein junger Bauer
 Der Schäfer putzte sich zum Tanz
 Mit bunter Jacke, Band und Kranz,
 Schmuck war er angezogen,
 Schon um die Linde war es voll,
 Und alles tanzte schon wie toll.

Chor der Bauern
 Juchhe! Juchhe!
 Juchheisa! Heisa! He!

Bauer
 So ging der Fiedelbogen.

 Er drückte hastig sich heran,
 Da stieß er an ein Mädchen an
 Mit seinem Ellenbogen;
 Die frische Dirne kehrt' sich um
 Und sagte: nun das find' ich dumm!

Chor
 Juchhe! Juchhe!
 Juchheisa! Heisa! He!

Bauer
 Seid nicht so ungezogen!

 Doch hurtig in dem Kreise ging's,
 Sie tanzten rechts, sie tanzten links
 Und all Röcke flogen.
 Sie wurden rot, sie wurden warm
 Und ruhten atmend Arm in Arm.

Chor
 Juchhe! Juchhe!
 Juchheisa! Heisa! He!

Bauer
 Und Hüft' an Ellenbogen.

 Und tu' mir doch nicht so vertraut!
 Wie Mancher hat nicht seine Braut
 Belogen und betrogen!
 Er schmeichelte sie doch bei Seit'
 Und von der Linde scholl es weit!

Chor
 Juchhe! Juchhe!
 Juchheisa! Heisa! He!

Bauer
 Geschrei und Fiedelbogen!

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  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Goethes Poetische Werke vol. V: Die grossen Dramen, ed. by Liselotte Lohrer, Stuttgart, J. G. Cotta'sche Buchhandlung, 1951, pages 189-190.


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5. Fausts Traum [sung text checked 1 time]

[MEPHISTOPHELES:
[...]
 Bereitung braucht es nicht voran,
 Beisammen sind wir, fanget an!]1

GEISTER:
 Schwindet, ihr [dunkeln]2
 Wölbungen droben!
 Reizender schaue
 Freundlich der blaue
 Äther herein!
 Wären die dunkeln
 Wolken zerronnen!
 Sternelein funkeln,
 Mildere Sonnen
 Scheinen darein.
 Himmlischer Söhne
 Geistige Schöne,
 Schwankende Beugung
 Schwebet vorüber.
 Sehnende Neigung
 Folget hinüber;
 Und der Gewänder
 Flatternde Bänder
 Decken die Länder,
 Decken die Laube,
 Wo sich für's Leben,
 Tief in Gedanken,
 Liebende geben.
 Laube bei Laube!
 Sprossende Ranken!
[ Lastende Traube]3
 Stürzt in's Behälter
 Drängender Kelter,
[ Stürzen in Bächen
 Schäumende Weine,
 Rieseln durch reine,
 Edle Gesteine,]3
 Lassen die Höhen
 Hinter sich liegen,
 Breiten zu Seen
 Sich ums Genüge
 Grünender Hügel.
 Und das Geflügel
 Schlürfet sich Wonne,
 Flieget der Sonne,
 Flieget den hellen
 Inseln entgegen,
 Die sich auf Wellen
 Gauklend bewegen;
 Wo wir in Chören
 Jauchzende hören,
 Über den Auen
 Tanzende schauen,
 Die sich im Freien
 Alle zerstreuen.
 Einige klimmen
 Über die Höhen,
 Andere schwimmen
 Über die Seen,
 Andere schweben;
 Alle zum Leben,
 Alle zur Ferne
 Liebender Sterne,
 Seliger Huld.
 
[MEPHISTOPHELES:
 Er schläft!  So recht, ihr luft'gen zarten Jungen!
 Ihr habt ihn treulich eingesungen!
 Für dies Konzert bin ich in eurer Schuld...]3

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  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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1 omitted by Radziwill.
2 Radziwill: "dunklen"
3 omitted by Radziwill and Röntgen.

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6. Auerbach's Keller in Leipzig [sung text checked 1 time]

Es war eine Ratt' im Kellernest,
Lebte nur von Fett und Butter,
[Hatte]1 sich ein Ränzlein angemäst't,
Als wie der Doctor Luther.
Die Köchin hatt' ihr Gift gestellt;
Da ward's so eng' ihr in der Welt,
Als [hätte]2 sie Lieb' im Leibe.

Sie fuhr herum, sie fuhr heraus
Und soff aus allen Pfützen,
Zernagt', zerkratzt' das ganze Haus,
[Wollt']3 nichts ihr Wüten nützen;
Sie tät' gar manchen Ängstesprung,
Bald [hatte]1 das arme Tier genung
Als hätt' [es]4 Lieb' im Leibe.

Sie kam [für]5 Angst am hellen Tag
Der Küche zugelaufen,
Fiel an den Herd und zuckt' und lag,
Und tät erbärmlich schnaufen.
Da lachte die [Vergifterinn]6 noch:
Ha! sie pfeift auf dem letzten Loch,
Als [hätte]2 sie Lieb' im Leibe.

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  • ENG English (Laura Prichard) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Gérard Labrunie) , no title, appears in Le Faust de Goethe [an adaptation]
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Cantina di Auerbach a Lipsia", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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1 Busoni, Kreutzer, Radziwill, Wagner: "Hatt' "
2 Busoni, Kreutzer, Radziwill, Wagner: "hätt' "
3 Radziwill: "Wollte"
4 Busoni, Kreutzer, Wagner: "sie"
5 Busoni, Kreutzer, Radziwill, Wagner: "vor"
6 Busoni, Kreutzer, Wagner: "Vergift'rin"

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7. Es war einmal ein König [sung text checked 1 time]

Es war einmal ein König,
Der hatt' einen [großen Floh,]1
Den liebt' er gar nicht wenig,
[Als]2 wie seinen eig'nen Sohn.
Da rief er seinen Schneider,
Der Schneider kam heran;
["Da, miß dem Junker Kleider
Und miß ihm Hosen an!"]3

In Sammet und in Seide
War er [nun]4 angetan,
Hatte Bänder auf dem Kleide,
Hatt' auch ein Kreuz daran,
Und war [sogleich]5 Minister,
Und hatt einen großen Stern.
Da wurden seine Geschwister
Bei Hof auch große Herrn.

Und Herrn und Frau'n am Hofe,
Die waren sehr geplagt,
Die Königin und die Zofe
Gestochen und [genagt,]6
Und durften [sie nicht knicken,]7
Und [weg sie]8 jucken nicht.
Wir [knicken]9 und ersticken
Doch gleich, wenn einer sticht.10

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "There once was a king", copyright ©
  • FRE French (Français) (Angelika Frenzel) , "Chanson de la puce", copyright © 2003, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Canzone della Pulce", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission

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1 Walter: "Skorpion"
2 Walter: "Fast"
3 Walter: "Und maß dem Junker Kleider / Und ein paar Höschen an."
4 Walter: "bald"
5 Walter: "zugleich"
6 Walter: "zernagt"
7 Walter: "doch nicht zwicken"
8 Walter: "auch sich"
9 Walter: "drücken"
10 Here Röntgen has the chorus sing the following (the last two lines come from later in the same scene):
Wir knicken und ersticken
Doch gleich wenn einer sticht.
Uns ist ganz kannibalisch wohl,
Als wie fünfhundert Säuen!

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7. Es war ein König in Thule [sung text checked 1 time]

Es war ein König in Thule
Gar treu bis an [das]1 Grab,
Dem sterbend seine Buhle
Einen goldnen Becher gab.

Es ging ihm nichts darüber,
Er leert' ihn jeden Schmaus;
Die Augen gingen ihm über,
So oft er trank daraus.

Und als er kam zu sterben,
Zählt' er seine Städt' im Reich,
[Gönnt']2 alles [seinem]3 Erben,
Den Becher nicht zugleich.

Er saß beim Königsmahle,
Die Ritter um ihn her,
[Auf hohem]4 Vätersaale,
Dort auf dem Schloß am Meer.

Dort stand der alte Zecher,
Trank letzte Lebensgluth,
Und warf den [heil'gen]5 Becher
Hinunter in die Fluth.

Er sah ihn stürzen, trinken,
Und sinken tief ins Meer.
Die Augen täten ihm sinken;
Trank nie einen Tropfen mehr.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • CZE Czech (Čeština) (Jan Evangelista Nečas) , "Král v Thule"
  • CZE Czech (Čeština) (Otokar Fischer) , "Král v Thule"
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De koning van Thule", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "There was a King of Thule", copyright ©
  • ENG English [singable] (Arthur Westbrook) , "The King of Thule"
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , "Bhí rí ann fadó in Thule", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Il re in Tule", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "O rei em Thule", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Diego Gonzales) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 187-188; and with Faust. Ein Fragment. in Goethe's Schriften. Siebenter Band. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1790, pages 94-95.

First published in a different version in Volks- und andere Lieder, mit Begleitung des Forte piano, In Musik gesetzt von Siegmund Freyherrn von Seckendorff. Dritte Sammlung. Dessau, 1782, pages 6-9; see below.

1 Liszt: "sein"
2 Zelter: "Lies"
3 Fritze, Liszt, Schubert (Neue Gesamtausgabe): "seinen"
4 Zelter: "In hohen"
5 Goethe (Faust): "heiligen"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor] , Peter Rastl [Guest Editor]

8. Fausts Anrufung an den Erdgeist [sung text checked 1 time]

— Tacet —

9. Zwinger [sung text checked 1 time]

Ach neige,
Du Schmerzenreiche,
Dein [Antlitz gnädig]1 meiner Noth!

Das Schwert im Herzen,
Mit tausend Schmerzen
Blickst auf zu deines Sohnes Tod.

Zum Vater blickst du,
Und Seufzer schickst du
Hinauf um sein' und deine Noth.

Wer fühlet,
Wie wühlet
Der Schmerz mir im Gebein?
Was mein armes Herz hier banget,
Was es zittert, was verlanget,
Weißt nur du, nur du allein!

Wohin ich immer gehe,
Wie weh, wie weh, wie wehe
Wird mir im Busen hier!
Ich bin ach kaum alleine,
Ich wein', ich wein', ich weine,
Das Herz zerbricht in mir.

Die Scherben vor meinem Fenster
Bethaut' ich mit Thränen, ach!
Als ich am frühen Morgen
Dir diese Blumen brach.

Schien hell in meine Kammer
Die Sonne früh herauf,
Saß ich in allem Jammer
In meinem Bett' schon auf.

Hilf! rette mich von Schmach und Tod!
Ach neige,
Du Schmerzenreiche,
Dein Antlitz gnädig meiner Noth!

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Greetje's smeekgebed", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Ah, lean down, you who are full of sorrow", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Ah abaisse, Toi emplie de douleur", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Io ti prego, Dolorosa", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Zwölfter Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1828, pages 189-190; and with Faust. Ein Fragment. in Goethe's Schriften. Siebenter Band. Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1790, pages 161-163.

1 Loewe: "gnädig Antlitz"

Research team for this text: Richard Morris , Peter Rastl [Guest Editor]

10. Was machst du mir  [sung text checked 1 time]

MEPHISTOPHELES (Singt zur Zither)
 Was machst du mir
 Vor Liebchens Tür,
 Kathrinchen, hier
 Bei frühem Tagesblicke?
 Lass, lass es sein!
 Er lässt dich ein
 Als Mädchen ein,
 Als Mädchen nicht zurücke. 

 Nehmt euch in Acht
 Ist es vollbracht,
 Dann gute Nacht,
 Ihr armen, armen Dinger!
 Habt ihr euch lieb,
 Tut keinem Dieb
 Nur nichts zu lieb,
 Als mit dem Ring am Finger.

Authorship

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  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Ma cosa fai", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

11. Walpurgisnacht [sung text checked 1 time]

Gretchen
 Wolkenzug und Nebelflor
 Erhellen sich von oben.
 Luft im Laub und Wind im Rohr,
 Und alles ist zerstoben.

Authorship

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  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Notte di Valpurga", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

12. Chorus mysticus [sung text checked 1 time]

[ ... ]

Chorus mysticus
    Alles Vergängliche
    Ist nur ein Gleichniß;
    Das Unzulängliche
    Hier wird’s Ereigniß;
    Das Unbeschreibliche
    Hier ist es gethan;
    Das Ewig-Weibliche
    Zieht uns hinan.

Authorship

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Confirmed with Johann Wolfgang von Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, Stuttgart, 1832.

Note: Hermann Simon's setting begins "Höchste Herrscherin der Welt!"; the settings by Mojsisovics-Mojsvár and Röntgen begin "Alles Vergängliche", line -8 (or 8 from the end).

1 R. Schumann:
Ich spür' soeben,
 Nebelnd um Felsenhöh',
 Ein Geisterleben.
 Regend sich in der Näh'
 Seliger Knaben,
 Seh' ich bewegte Schar
2 Omitted by H. Simon.
3 Omitted by R. Schumann.
4Schumann: "Glück"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]