Lieder und Gesänge für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Adalbert von Goldschmidt (1848 - 1906)

Word count: 1472

1. Gute Nacht [sung text not yet checked]

Wenn der helle Vollmond leuchtet
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

2. Verschiedene Meinung [sung text not yet checked]

Einst ging ich meinem Mädchen nach
Tief in den Wald, in den Wald hinein,
Und fiel ihr um den Hals, und ach!
Droht sie, ich werde schrein.

Da rief ich trotzig ha! ich will
Den tödten, der uns stört!
Still, lispelt sie, still! Geliebter, still!
Daß ja dich niemand hört.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Wanderers Nachtlied [sung text not yet checked]

Der1 du [von dem Himmel]2 bist,
[Alles Leid]3 und Schmerzen [stillest]4,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit [Erquickung füllest]5,
Ach ich bin des Treibens müde!
[Was soll all der Schmerz und Lust?]6
Süßer Friede,
Komm, ach komm in [meine]7 Brust!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Trekkers nachtlied", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Wanderer's night song", copyright ©
  • ENG English (Edgar Alfred Bowring) , "The wanderer's night-song", appears in The Poems of Goethe, first published 1853
  • ENG English [singable] (Charles Fonteyn Manney) , "O thou who from heaven art", first published 1911
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le chant de nuit du voyageur I", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRL Friulian (Ermes Culos) , "Tu ch'i ti vèns dal paradìs", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • HUN Hungarian (Magyar) (Tamás Rédey) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Canto notturno del viandante II", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Lewis Grenville) , "La cancion nocturna del caminante", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Goethe’s Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Erster Band. Stuttgart und Tübingen, in der J.G. Cotta'schen Buchhandlung. 1827, page 109.

First published in Christliches Magazin Herausgegeben von Joh. Konrad Pfenninger, Dritter Band, 1780, page 243, with the musical setting by Ph. Ch. Kayser.

1 Backer-Grøndahl’s score has a comma after this word (likely a typo)
2 Kirchner: "von den Himmeln"; Hiller: "vom Himmel" (further changes may exist not shown above)
3 Rust: "Kummer, Leid"
4 Schubert: "stillst"
5 Schubert: "Entzückung füllst"
6 Rust: "Bangen Schmerzes, wilder Lust,"; Arnim and J. Marx: "Was soll all der Schmerz, die Lust?"
7 Backer-Grøndahl: "meiner" (likely a typo)

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor] , Peter Rastl [Guest Editor]

4. Mund und Auge  [sung text not yet checked]

Lächeln ist des Mundes Sache,
Amt der Augen ist's, zu weinen;
Aber Aug' und Lippe stehen
Sich zu nah, so will mir scheinen.

Oft, wenn ich meln Liebchen küßte,
Preßend ihre Lippe hold,
Ist uns eine bitt're Thräne
In den süßen Kuß gerollt.

Authorship

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5. Vom Rhein [sung text not yet checked]

Wie mächtig zieht mich's immer wieder,
Du alter Rheinstrom, hin zu Dir! 
Weit schöner als die schönsten Lieder
Zu Deinem Ruhme, scheinst Du mir, 
    In Deiner Berge Kranze, 
    In Deiner Ufer Pracht,
    In Deiner Wogen Glanze
    Bei Tage und bei Nacht! 

Durch manches Land bin ich gezogen
An Schönheit und an Wundern reich,
Sah manchen stolzen Stromes Wogen, 
Doch keinen Dir an Zauber gleich:
    Hoch ragen aus der Runde 
    Viel graue Burgen her,
    Aus Deinem Wellenmunde
    Klingt uralt heilige Mär.

Du weißt von unheilvollen Tagen, 
Von Kämpfen alt- und neuer Zeit,
Von Haß und Zwietracht viel zu sagen,
Doch auch von deutscher Herrlichkeit.
    Es steigt ein Segensbrodem
    Aus Deinen Rebengau'n,
    Du athmest Geisterodem
    Und lehrst Verborg'nes schau'n. 

So hilf die schwererkämpften Güter 
Uns wahren alter heil'ger Strom! 
Sei unsrer Macht und Ehren Hüter
Und mache frei Dein Volk von Rom,
    Daß man bei Deinem Weine
    Aufjubelnd singen mag: 
    Die Nacht versank im Rheine
    Und hell erglänzt der Tag!

Authorship

Confirmed with Einkehr und Umschau. Neueste Dichtungen von Friedrich Bodenstedt, Fünfte, unveränderte Auflage, Jena, Hermann Costenoble, 1880, pages 19-20.


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6. Wiegenlied  [sung text not yet checked]

Liebchen, laß dich küssen !
Liebchen, gute Nacht;
Wirst nun schlafen müssen,
Hast genug gewacht.
Nun schließ die Äugelein,
Schlaf ein, schlaf ein, schlaf ein.

Hast, dich an mich schmiegend,
Schon genug gespielt,
Wann ich sanft dich wiegend
Auf den Armen hielt.
Schließ zu die Äugelein,
Schlaf ein, schlaf ein, schlaf ein.

Deine Wangengrübchen 
Lächeln immer noch,
Aber schlafen, Liebchen,
Schlafen mußt du doch.
Schließ zu die Äugelein,
Schlaf ein, schlaf ein, schlaf ein.

Schlaf', dem Gram entronnen,
Weil du Kind noch bist ;
Eine Zeit wird kommen,
Wo das anders ist.
Drum schließ die Äugelein,
Schlaf ein, schlaf ein, schlaf ein.

Sonn' und Mond laß scheinen,
Liebchen, schließe du
Immerhin die kleinen
Lieben Fenster zu.
Schließ zu die Äugelein,
Schlaf ein, schlaf ein, schlaf ein.

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7. Chinesisches Wiegenlied [sung text not yet checked]

Knäblein, gute Nacht
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

8. Mädchenlieder

Note: this is a multi-text setting


In meinem Garten die Nelken
mit ihrem Purpurstern
[müssen]1 nun alle verwelken,
   denn du bist fern.

Auf meinem Herde die Flammen
die ich bewacht so gern,
[sanken]2 in Asche zusammen,
   denn du bist fern.

Die Welt ist mir verdorben,
mich grüßt nicht Blume [nicht]3 Stern,
mein Herz ist lange gestorben,
   denn du bist fern.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Linda Godry) , "The carnations in my garden", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , "Im' ghairdinse", copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "Canção", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Blodek: "sie müssen"
2 Blodek: "sie sanken"
3 Blodek: "noch"

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Wohl waren es Tage der Sonne,
Die Bäume blühten im Mai,
Dein Blick sprach Liebeswonne -
Das ist vorbei.

Verblüht sind lange die Bäume,
Der Herbst ist kommen geschwind;
Die Träume, die schönen Träume
Verweht der Wind.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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[Gute Nacht mein Herz]1 und schlummre ein!
In diesen Herbstestagen
Ohne Blumen und Sonnenschein
Was willst du schlagen?

Dein Schmerz ist aus, deine Lust ist todt,
Verweht sind Lenz und Lieder;
Der Liebe Röslein purpurroth
Blüht nimmer wieder.

Singend zog er ins Land hinein,
Der falsche, liebe Knabe -
Und du? - Im stillen Grabe
Schlafe mein Herz, schlaf' ein!

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Goldschmidt's setting begins "Gut Nacht, gut Nacht, mein Herz" ; further changes may exist not shown above. Courvoisier: "Gute Nacht, mein Herz, gute Nacht"; Hecht, Pohlig, Sturm: "Gut' Nacht, mein Herz"; further changes may exist not shown above.

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9. Hans und Grete  [sung text not yet checked]

Sie:
 Guckst du mir denn immer nach,
 Wo du nur mich findest?
 Nimm die Äuglein [doch]1 in acht!
 Daß du nicht erblindest.

Er:
 Gucktest du nicht stets herum,
 Würdest mich nicht sehen;
 Nimm dein Hälschen doch in acht!
 Wirst es noch verdrehen.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Hans und Grete", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Reger: "nur"

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10. Der Schmied [sung text not yet checked]

Ich hör' meinen Schatz,
Den Hammer er schwinget,
Das rauschet, das klinget,
Das dringt in die Weite,
Wie Glockengeläute,
Durch Gassen und Platz.

Am schwarzen Kamin,
Da sitzet mein Lieber,
Doch geh' ich vorüber,
Die Bälge dann sausen,
Die Flammen aufbrausen
Und lodern um ihn.

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De smid", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "I hear my sweetheart", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le forgeron", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Ascolto il mio tesoro", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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11. Der Sommerfaden  [sung text not yet checked]

[Da]1 fliegt, als wir im Felde gehn,
ein Sommerfaden über Land,
ein leicht und licht Gespinst der Feen,
und knüpft von mir zu ihr ein Band.

Ich nehm' ihn für ein günstig' Zeichen,
ein Zeichen, wie die Lieb' es braucht.
O Hoffnungen der Hoffnungsreichen,
aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Le fil de la vierge", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 Kniese: "Es"; further changes may exist not noted above.

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12. Bitte [sung text not yet checked]

Ich bitt euch, teure Sänger,
Die ihr so geistlich singt,
Führt diesen Ton nicht länger,
So fromm er euch gelingt!
Will einer merken lassen,
Daß er mit Gott es hält,
So muß er keck erfassen
Die arge, böse Welt.

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13. Problem [sung text not yet checked]

Warum ist alles so rätselhaft?
Hier ist das Wollen, hier ist die Kraft;
Das Wollen will, die Kraft ist bereit,
Und daneben die schöne lange Zeit."
So seht doch hin, wo die gute Welt
Zusammenhält!
Seht hin, wo sie auseinanderfällt!

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  • ENG English (Gary Bachlund) , "Problem", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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14. À une Femme [sung text not yet checked]

[Enfant,]1 si j'étais roi, je donnerais l'empire,
Et mon char, et mon sceptre, et mon peuple à genoux,
Et ma couronne d'or, et mes bains de porphyre,
Et mes flottes, à qui la mer ne peut suffire,
Pour un regard de vous!

Si j'étais Dieu, la terre et l'air avec les ondes,
Les anges, les démons courbés devant ma loi,
Et le profond chaos aux entrailles fécondes,
L'éternité, l'espace et les cieux et les mondes,
Pour un baiser de toi!

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  • CHI Chinese (中文) (Yen-Chiang Che) , "孩子,如果我是國王", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Faith J. Cormier) , "Child, if I were king, I would give the empire", copyright © 2002, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "My child, were I a king"
  • SPA Spanish (Español) (Alberto Bonati) , "Niña, si yo fuera rey, daría el imperio", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission

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1 Goldschmidt's setting begins "Si j'étais roi"; further changes may exist not noted above.
Note: the poem is headed with the following quote:
    C'est une âme charmante. 
                --DIDEROT.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

15. Schilflied [sung text not yet checked]

Drüben [geht]1 die Sonne scheiden,
Und der müde Tag entschlief.
Niederhangen hier die Weiden
In den Teich, so still, so tief.

Und ich muß mein Liebstes meiden:
Quill, o Träne, quill hervor!
Traurig säuseln hier die Weiden,
Und im Winde bebt das Rohr.

[In mein stilles, tiefes Leiden
Strahlst du, Ferne! hell und mild,
Wie durch Binsen hier und Weiden
Strahlt des Abendsternes Bild.]2

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "The sun is sinking over there", copyright ©
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "Yonder there the sun is leaving", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Marteau: "ging"
2 Lang rearranges this stanza like so:
Wie durch Binsen hier und Weiden
Strahlt des Abendsternes Bild.
In mein stilles, tiefes Leiden
Strahlst du, Ferne! hell und mild.

Researcher for this text: Jakob Kellner

16. Warum  [sung text not yet checked]

Warum, wenn mir's am Tag gelang,
[Vertraut mit dir zu]1 kosen,
Träum' ich oft ganze Nächte lang
Von nichts als wilden Rosen?

Und - [schau]2 ich wilde Rosen an,
Wo ich am Tage gehe,
Wie kommt es, [Mädel]3, dass ich dann
Dich nachts im Traume sehe?

Authorship

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1 Meyer-Helmund: "Mit dir, mein Lieb, zu"
2 Meyer-Helmund: "blick'"
3 Meyer-Helmund: "Mädchen"

Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

17. Armes Blümchen liebt die Sonne [sung text not yet checked]

Armes Blümchen liebt die Sonne
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

18. Saltarello [sung text not yet checked]

"Pietro! Bruder! komm zum Schlosse,
Durch die Fenster laß uns gucken,
Schon ist's dunkel, keiner sieht uns,
Wenn wir hinterm Ölbaum ducken.
Zu dem alten Don Vincenzo
Sind schon wieder Fremde kommen,
Geben ein Festino heute,
Deutsche sind's, wie ich vernommen." -
  Klinge, Mandoline, klinge!
  Raßle, raßle, Tamburin!

"So, hier kann man Alles sehen
Ohne daß sie uns erkennen,
Bravo, bravo Don Vincenzo!
Läßt sich Herr Marchese nennen:
Und doch macht der alte Geizhals
Stets den Wirth für fremde Maler.
Pietro, schau den steifen Kratzfuß!
Nun das bringt ihm manchen Thaler." --
  Klinge, Mandoline, klinge!
  Raßle, raßle, Tamburin!

"Sieh nur dort rings an den Wänden
Die gemalten Kardinäle!
Nie betrat ich armes Mädchen
Diese hübschen, bunten Säle. --
Schau'! die Fremden! Schöne Männer
Sind's mit ihren langen Barten;
Wünschte wohl, daß nur ein Zehntheil
Ihrer Scudi uns gehörten!" --
  Klinge, Mandoline, klinge,
  Raßle, raßle, Tamburin!

"Sieh, schon wimmelt's dort im Zimmer,
Viel der Unsern sind gekommen, --
Wie, Rosina und Carmella
Haben auch es angenommen?
Mit den Fremden dort zu tanzen!
Diese ehwergess'nen Dirnen!
Mir dürft' keiner damit kommen,
Und wie wird der Pater zürnen!" --
  Klinge, Mandoline, klinge,
  Raßle, raßle, Tamburin!

"Pietro, was? auch deine Nina?
Wahrlich! dort im rothen Mieder!
Siehst du wohl, der blonde Fremdling
Setzt sich ihr zur Seite nieder.
O wie albern, wie gezieret
Mit dem Tamburin sie klappert,
Und der schöne Mann dazwischen
Ihr in's Ohr so traulich plappert!" --
  Klinge, Mandoline, klinge,
  Raßle, raßle, Tamburin!

"Auf nun springen sie zum Tanze;
Bravo, bravo! das gefällt mir!
Wenn ich dies Geziere sehe
Alle Freude wird vergällt mir!
Wie sie mit den Beinchen trippelt,
Rechts und links ihr Schürzchen schwinget!
Nein ich kann's nicht länger ansehn,
Mir das Blut zur Wange dringet!" --
  Klinge, Mandoline, klinge,
  Raßle, raßle, Tamburin!

"Pietro, schau! nun kniet sie nieder
Und der fremde Mann umschwirrt sie. --
Sahst du seine kühnen Blicke?
Wie ein Turteltäubchen girrt sie. -- 
Was, ein Kuß? -- Du armer Pietro! 
Doch, -- wo bist du denn geblieben? --
Bruder! -- Bruder! -- -- -- O Madonna! 
Eifersucht hat ihn vertrieben!" -- 
  Klinge, Mandoline, klinge,
  Raßle, raßle, Tamburin! 

"Ha, dort seh' ich ihn im Zimmer,
Heimlich schleicht er um die Ecke,
Beißt sich grimmig in die Knöchel,
Niemand sieht ihn im Verstecke. -- --
Hilf Madonna! Reine! Süße! 
O, wie bang' ist mir zu Muthe. --
Pietro, halt! Bei allen Heil'gen!! -- --
Ha der Fremdling liegt im Blute!" --
  Schweige, Mandoline, schweige,
  Schweige, schweige Tamburin!

Authorship

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19. Der schwere Abend [sung text not yet checked]

Die [dunklen]1 Wolken hingen
Herab so bang und schwer,
Wir beide traurig gingen
Im Garten hin und her.

So heiß und stumm, so trübe
Und sternlos war die Nacht,
So ganz wie unsre Liebe
Zu Tränen nur gemacht.

Und als ich mußte scheiden
Und gute Nacht dir bot,
Wünscht' ich bekümmert beiden
Im Herzen uns den Tod.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De drukkende avond", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "The oppressive evening", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Pénible soirée", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Rübner: "dunkeln" (according to Hofmeister); further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

20. Früh wenn die Hähne krähen [sung text not yet checked]

Früh, [wann]1 die Hähne kräh'n,
Eh' die Sternlein [verschwinden]2,
  Muß ich am [Herde stehn]3,
  Muß Feuer zünden.

Schön ist der [Flammen]4 Schein,
[Es]5 springen die Funken.
  Ich schaue so [drein]6,
  In Leid versunken.

Plötzlich, da kommt es mir,
Treuloser Knabe,
  Daß ich die Nacht von dir
  Geträumet habe.

Träne auf Träne dann
Stürzet hernieder;
  So kommt der Tag heran -
  O ging er wieder!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Het in de steek gelaten meisje", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "The abandoned maid", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La petite femme abandonnée", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Stéphane Goldet) (Pierre de Rosamel) , "La petite servante délaissée", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Bock, Feyhl: "wenn"; Senger: "eh' " (further changes may exist not noted above).
2 Schumann, Pfitzner (SJ5), Wolf: "schwinden"
3 van Eijken, Schumann: "Heerde steh'n"
4 Schumann, Wetzel: "Flamme"
5 Reinecke: "Hell"
6 Reinecke, Schumann, Pfitzner (SJ5), Wolf: "darein"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

21. Im Mai [sung text not yet checked]

Im schönen Mai, im schönen Mai,
Der Vöglein Lieder schallen.
O Zeit der Lust und Blüthenpracht! 
Es klingt die Nacht, die ganze Nacht,
Das Lied der Nachtigallen! 

Im Liebesmai, im Liebesmai  
Durchzieht die Brust ein Klingen, 
Ein Frühling licht im Herzen lacht. 
Ich möcht' die Nacht, die ganze Nacht,
Von sel'ger Liebe singen! 

Doch, wär' ich wie die Nachtigall
In grünen Waldesräumen,
Ich hatt' kein einzig' Lied erdacht!
Ich wollt' die Nacht, die ganze Nacht
Im Arm der Liebe träumen!

Authorship

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Confirmed with Gedichte von Emil Rittershaus, sechste Auflage, Breslau: Eduard Trewendt, 1880. Appears in Liebe, page 403.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

22. Der Sommertag [sung text not yet checked]

Wie Feld und Au
So blinkend im Thau!
Wie Perlen-schwer
Die Pflanzen umher!
[Wie durch den Hain
Die Lüfte so rein!]1
Wie laut, im hellen Sonnenstrahl,
Die süßen Vöglein allzumahl!

Ach! aber da,
Wo Liebchen ich sah,
Im Kämmerlein,
So nieder und klein,
So rings bedeckt,
Der Sonne versteckt --
Wo blieb die Erde weit und breit
Mit aller ihrer Herrlichkeit?

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Zomerlied", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Guess) , "Summer song", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "En été", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Geschichte der deutschen Literatur mit ausgewählten Stücken aus den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller von Heinrich Kurz, Zweiter Band, Fünfte Auflage, Leipzig, Druck und Verlag von B. G. Teubner, pages 544-545.

Modernized spelling would change "Thau" to "Tau" and "allzumahl" to "allzumal"

Note: Goethe mistakenly included this poem in his works in 1815. Several composers therefore attributed it erroneously to him (including Wolf and Franz). Referenced in Max Friedlaender's Das deutsche Lied im 18. Jahrhundert, Stuttgart: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, 1902, reprint: Hildesheim: Georg Olms Verlagsbuchhandlung, 1962.

1 Franz, Nägeli, F. Mendelssohn: "Wie durch's Gebüsch / Die Winde so frisch!"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Emilia Maxim