Erstes Lieder-Album

by Max Wilhelm Karl Vogrich (1852 - 1916)

Word count: 1204

1. Wie gerne dir zu Füssen [sung text not yet checked]

Wie gerne dir zu Füßen
    Sing ich mein tiefstes Lied,
Indes das heil'ge Abendgold
    Durchs Bogenfenster sieht.
Im Takte wogt dein schönes Haupt,
    Dein Herz hört stille zu,
Ich aber falte die Hände
    Und singe: Wie schön bist du!

Wie gerne dir zu Füßen
    Schau' ich in dein Gesicht!
Wie Mitleid bebt es drüber hin;
    Dein Mitleid will ich nicht!
Ich weiß es wohl, du spielst mit mir,
    Und dennoch sonder Ruh'
Lieg' ich vor dir und singe,
    Singe: Wie schön bist du!

Wie gerne dir zu Füßen
    Stürb' ich in stummer Qual!
Doch lieber möcht ich springen empor
    Und küssen dich tausendmal,
Möcht' küssen dich, ja küssen dich
    Einen Tag lang immerzu
Und sinken hin und sterben
    Und singen: Wie schön bist du!

Authorship

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  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "How fair art thou!"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Gondoliera [sung text not yet checked]

O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.
Die Luft ist weich wie [Liebesscherz]1,
Sanft spielt der goldne Schein,
Die [Zither]2 klingt und zieht dein Herz
Mit in die Lust hinein.
[O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.]3

[Das ist für Liebende die Stund',
Liebchen, wie ich und du;
So friedlich [blaut]4 des Himmels Rund,
Es schläft das Meer in Ruh.]5
Und wie es schläft, [da]6 sagt der [Blick]7,
Was [keine]8 Zunge spricht,
[Die Lippe]9 zieht sich nicht zurück,
[Und wehrt dem Kusse nicht.]10
[O komm zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer,
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel übers Meer.]3

Authorship

Based on

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "Gondola song", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Barcarolle", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Gianni Franceschi) , "Gondoliera", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Elisa Rapado) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

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1 Grimm: "Liebesschmerz" [sic]
2 Hensel: "Cither"
3 omitted by Petzold
4 Grimm: "ruht"
5 Schumann:
Dies ist für sel'ge Lieb' die Stund,
Liebchen, o komm und schau,
so friedlich strahlt des Himmels Rund,
es schläft des Meeres Blau.
6 Schumann: "so"
7 Grimm: "Mund"
8 Grimm, Hensel, Petzold, Schumann, Raff: "nie die"
9 Schumann: "Das Auge"
10 Schumann: "zurück die Seele nicht"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Entflieh mit mir und sei mein Weib

Note: this is a multi-text setting


Entflieh mit mir und sei mein Weib,
Und ruh' an meinem Herzen aus;
[Fern in der Fremde]1 sei mein Herz
[Dein]2 Vaterland und Vaterhaus.

[Gehst du nicht mit, so sterb ich hier]3
Und du bist einsam und allein;
Und bleibst du auch im Vaterhaus,
Wirst doch wie in der Fremde sein.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (August Matthijs)
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Kom, vlucht met mij en wees mijn vrouw", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Flee with me and be my wife", copyright ©
  • ENG English [singable] (Constance Bache)
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Hiller, Mendelssohn, Schumann: "In weiter Ferne"
2 Hiller: "dir"
3 Griffes: "Kommst du nicht mit, so sterb ich hier"; Hiller, Mendelssohn: "Und fliehst du nicht, so sterb' ich hier"; Schumann: "Entfliehn wir nicht, so sterb' ich hier"; Stanford: "Gehst du nicht mit, ich sterbe hier"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Garrett Medlock [Guest Editor]


Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,    
Es fiel auf die [zarten]1 Blaublümelein:
Sie sind verwelket, [verdorrt]2.

Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb;   
Sie flohen heimlich [von]3 Hause fort,
Es [wußt']4 weder Vater noch Mutter.

Sie sind gewandert hin und her,
Sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
Sie sind [verdorben, gestorben]5.

Authorship

Based on

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (August Matthijs)
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Er viel eens rijp in de lentenacht", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Kenneth Smith) , "There fell a frost on a night of Spring", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Constance Bache)
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Discese la brina...", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Canzone popolare", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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Author's note: Dieses ist ein wirkliches Volkslied, welches ich am Rheine gehört --Heine (Translation: This is a real folksong that I heard on the Rhein)

See also Backer-Grøndahl's song, which uses some of this text.

1 Hiller, Mendelssohn: "bunten"
2 Hermann, Hiller, Mendelssohn, Rubinstein, Schumann: "verdorret"
3 Rubinstein: "vom"
4 Hermann, Hiller: "wusst's"
5 Hiller, Mendelssohn, C. Schumann: words reversed.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Garrett Medlock [Guest Editor]


Auf ihrem Grab, da steht eine Linde,
Drin pfeifen die Vögel [und]1 Abendwinde,
Und [drunter sitzt, auf dem grünen]2 Platz,
[Der]3 Müllersknecht mit seinem Schatz.

Die [Winde, die wehen so lind]4 und so schaurig,
Die [Vögel, die singen]5 so süß und [so]6 traurig:
Die schwatzenden Buhlen, [die]7 werden stumm,
Sie weinen und wissen selbst nicht warum.

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
  • CZE Czech (Čeština) [singable] (Otakar Kučera) , no title
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (August Matthijs)
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Ginds op hun graf, daar torent een linde", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Over their grave stands a linden tree", copyright ©
  • ENG English [singable] (Constance Bache)
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Griffes, Schumann: "im"
2 Hiller: "drunten sitzt auf dem grünem"
3 Hiller: "Des"
4 Griffes, Schumann: "Winde wehen so lind", Hiller, Mendelssohn: "Winde weh'n so still"
5 Griffes, Hiller, Mendelssohn, Schumann: "Vögel singen"
6 omitted by Hiller
7 Griffes, Hiller, Mendelssohn, Schumann: "sie"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Garrett Medlock [Guest Editor]

4. Was treibt dich umher, in der Frühlingsnacht? [sung text not yet checked]

Was treibt dich umher, in der Frühlingsnacht?
Du hast die Blumen toll gemacht,
Die Veilchen[, sie]1 sind erschrocken!
Die Rosen, sie sind vor Schaam so roth,
Die Liljen, sie sind so blaß wie der Tod,
Sie klagen und zagen und stocken!

O, lieber Mond, welch frommes Geschlecht
Sind doch die Blumen! Sie haben Recht,
Ich habe Schlimmes verbrochen!
Doch konnt' ich wissen, daß sie gelauscht,
Als ich von glühender Liebe berauscht,
Mit den Sternen droben gesprochen?

Authorship

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Qu'est-ce qui te pousse par ici, dans la nuit de printemps ?", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Neue Gedichte von H. Heine. Hamburg, bei Hoffmann und Campe, 1844, page 24.

1 omitted by Gál

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

5. Die stille Wasserrose [sung text not yet checked]

[Die stille Wasserrose]1
Steigt aus dem blauen See,
[Die Blätter flimmern und blitzen]2,
Der Kelch ist weiß wie Schnee.

Da gießt der Mond vom Himmel
All' seinen gold'nen Schein,
Gießt alle seine Strahlen
In ihren Schooß hinein.

Im Wasser um die Blume
Kreiset ein weißer Schwan
Er [singt]3 so süß, so leise
Und schaut die Blume an.

Er singt so süß, so leise
Und will im Singen vergehn --
O Blume, weiße Blume,
Kannst du das Lied verstehn?

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Wijtse Rodenburg) , "De stille waterlelie", copyright © 2003, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Kenneth Smith) , "The quiet lotus-blossom/water-rose", copyright © 1996, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "La fleur de lotus immobile", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Elisa Rapado) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Emanuel Geibel, Gedichte, Vierte Auflage, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, 1845, page 63.

1 C. Schumann: "Die stille Lotusblume" or "Die stille Lotosblume"
2 Lachner, Wegener-Koopman: "Die feuchten Blätter zittern"
3 Kücken: "singet"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Der Knabe mit dem Wunderhorn [sung text not yet checked]

Ich bin ein lust'ger Geselle,
Wer könnt auf Erden fröhlicher sein!
Mein Rößlein so helle, so helle,
Das trägt mich mit Windesschnelle
In's blühende Leben hinein! --
Trara!
In's [blühende]2 Leben hinein.

Es [tönt]3 an meinem Munde
Ein silbernes Horn von süßem Schall,
Es tönt wohl manche Stunde,
Von [Fels]4 und Wald in der Runde
Antwortet der Widerhall! --
Trara!
[Antwortet]2 der Widerhall.

Und komm ich zu festlichen Tänzen,
Zu Scherz und Spiel im sonnigen Wald,
Wo schmachtende Augen mir glänzen
Und Blumen den Becher bekränzen,
Da schwing ich vom Roß mich alsbald --
Trara!
Da schwing ich vom Roß mich alsbald.

Süß lockt die Gitarre zum Reigen,
Ich küsse die Mädchen, ich trinke den Wein;
Doch will hinter blühenden Zweigen
Die purpurne Sonne sich neigen,
Da [muß geschieden]5 sein --
Trara!
Da muß geschieden sein.

Es zieht mich hinaus in die Ferne;
Ich gebe dem flüchtigen Rosse den Sporn.
Ade! Wohl blieb ich noch gerne,
Doch winken schon [andre]6 Sterne,
Und grüssend [vertönet]1 das Horn --
Trara!
Und grüssend [vertönet]1 das Horn.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Lidy van Noordenburg) , copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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1 Lessmann: "ertöne"
2 omitted by Schumann
3 Taubert: "tönet"
4 Taubert: "Feld"
5 Taubert: "muß es geschieden"
6 Taubert: "andere"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler

7. Aus alten Märchen winkt es [sung text not yet checked]

Aus alten Märchen winkt es
Hervor mit weißer Hand,
Da singt es und da klingt es
Von einem Zauberland;

Wo bunte Blumen blühen
Im gold'nen Abendlicht,
Und lieblich duftend glühen,
Mit bräutlichem Gesicht;

Und grüne Bäume singen
Uralte Melodei'n,
Die Lüfte heimlich klingen,
Und Vögel schmettern drein;

Und Nebelbilder steigen
Wohl aus der Erd' hervor,
Und tanzen luft'gen Reigen
Im wunderlichen Chor; 

Und blaue Funken brennen
An jedem Blatt und Reis,
Und rote Lichter rennen
Im irren, wirren Kreis;

Und laute Quellen brechen
Aus wildem Marmorstein.
Und seltsam in den Bächen
Strahlt fort der Widerschein. 

Ach, könnt' ich dorthin kommen,
Und dort mein Herz erfreu'n,
Und aller Qual entnommen,
Und frei und selig sein!

Ach! jenes Land der Wonne,
Das seh' ich oft im Traum,
Doch kommt die Morgensonne,
Zerfließt's wie eitel Schaum.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "De vells contes em fa signes", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Jan Rot) , "Uit vieze filmpjes weet je", copyright © 2000, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Uit oude sprookjes wenkt het", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Paul Hindemith) , "From old fairy tales beckons", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) (Effimia Gianniou) , "Από τα βάθη των παλιών θρύλων", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • HEB Hebrew (עברית) (Assaf Levitin) (Michal Levitin) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Dalle vecchie fiabe qualcosa mi chiama", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Wilson Hidalgo) , "Desde los viejos cuentos", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 148.

Note: this is the original version. Later editions had many changes.

Research team for this text: René Slot , Pierre Mathé [Guest Editor]

8. Marie vom Oberlande [sung text not yet checked]

Wie sind so schön auf Helgoland
Die Mädchen und die Weiber!
Der rothe Rock mit gelbem Band
Umschließt die schlanken Leiber.
Ja, Perlen sind's von klarem Schein
Im öden Dünensande;
Die schönste Perle nenn' ich mein:
Marie vom Oberlande!

Es grünt ein Bäumlein auf dem Falm,
Ein Häuslein steht darunter,
Rings um die Thür wächst Busch und Halm
Und rauscht allzeit so munter.
Aus Rosen schaut ein Fensterlein
Wol nieder bis zum Strande:
Die schönste Rose nenn' ich mein,
Marie vom Oberlande!

Zum grünen Wasser heißt ein Saal,
Das ist ein fröhlich Klingen,
Wenn bei der Sonntagslichter Strahl
Die lustigen Schiffer springen.
Wie leuchtet dann der Mädchen Reihn
Im festlichen Gewände:
Die schönste Dirne nenn' ich mein,
Marie vom Oberlande!

Vom flachen Strande stößt ein Kahn,
Der Wind, die Wellen toben.
Ein Fensterlein ist aufgethan,
Ein Tüchlein weht von oben.
Ach Gott, es muß geschieden sein,
Ob wild die See auch brande:
Auf Wiederseh'n, Herzliebste mein,
Marie vom Oberlande! 

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

9. Die Wasserfee [sung text not yet checked]

Der Abend kommt gezogen,
Der Nebel bebeckt die See;
Geheimnisvoll rauschen die Wogen,
Da steigt es weiss in die Höh.

Die Meerfrau steig aus den Wellen,
Und setzt sich zu mir, am Strand;
Die weissen Brüste quellen
Hervor aus dem Schleiergewand.

Sie drückt mich und sie presst mich
Und tut mir fast ein Weh; -
Du drückst ja viel zu fest mich,
Du schöne Wasserfee!

"Ich presse dich, in meinen Armen,
Und drücke dich mit Gewalt;
Ich will bei dir erwarmen,
Der Abend ist so kalt."

Der Mond schaut immer blasser
Aus dämmriger Wolkenhöh; -
Dein Auge wird trüber und nasser,
Du schöne Wasserfee!

"Es wird nicht trüber und nasser,
Mein Aug ist nass und trüb,
Weil, als ich stieg aus dem Wasser,
Ein Tropfen im Auge blieb."

Die Möwen schrillen kläglich,
Es grollt und brandet die See; -
Dein Herz pocht wild beweglich,
Du schöne Wasserfee!

"Mein Herz pocht wild beweglich,
Es pocht beweglich wild,
Weil ich dich liebe unsäglich,
Du liebes Menschenbild!"

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

10. Oft sinn ich hin und wieder [sung text not yet checked]

Oft sinn ich hin und wieder,
was treibt mich zu ihr hin?
Sind's ihre süßen Lieder,
ist es ihr froher Sinn?

Was hält mich so gefangen,
wenn ihre Stimme schallt?
Ist's unbewusst verlangen,
ist's ihres Aug's Gewalt?

S ist nicht der Wuchs, der schöne,
und nicht des Augens Strahl,
auch nicht die süßen Töne,
s'ist alles allzumal!

Authorship

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Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

11. Die Nacht im stillen Wald [sung text not yet checked]

Wie schön hier zu verträumen
Die Nacht im stillen Wald,
Wenn in den dunklen Bäumen
Das alte Märchen hallt.

Die Berg' im Mondesschimmer
Wie in Gedanken stehn,
Und durch verworrne Trümmer
Die Quellen klagend gehn.

Denn müd' ging auf den Matten
Die Schönheit nun zur Ruh',
Es deckt mit kühlen Schatten
Die Nacht das Liebchen zu.

Das ist das irre Klagen
In stiller Waldespracht,
Die Nachtigallen schlagen
Von ihr die ganze Nacht.

Die Stern' gehen auf und nieder –
Wann kommst du, Morgenwind,
Und hebst die [Schatten]1 wieder
Von dem verträumten Kind?

Schon rührt sich's in den Bäumen,
Die Lerche weckt sie bald –
So will ich treu verträumen
Die Nacht im stillen Wald.

Authorship

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  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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First published in Dichter und ihre Gesellen in 1834.

Confirmed with Joseph Freiherrn von Eichendorff's sämtliche poetische Werke, dritte Auflage, Erster Band, Gedichte, C. F. Amelang's Verlag, Leipzig, 1883, page 30.

1 Herzogenberg: "Schleier"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Claus-Christian Schuster

12. Könnt' ich mit dem Vöglein fliegen [sung text not yet checked]

Könnt' ich mit dem Vöglein fliegen
 . . . . . . . . . .

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added as soon as we obtain it. —

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author